Kirche von A–Z

 

Von A bis Z - hier finden Sie Informationen zu einzelnen Stichwörtern. Wir sind bemüht, die Liste fortlaufend zu ergänzen und zu aktualisieren.

Camerlengo

Der Camerlengo (Kämmerer) steht der Apostolischen Kammer vor. Seit dem 15. Jahrhundert wird er aus den Mitgliedern des Kardinalskollegiums ausgewählt und vom Papst im Konsistorium ernannt.

Der Camerlengo (Kämmerer) steht der Apostolischen Kammer vor. Seit dem 15. Jahrhundert wird er aus den Mitgliedern des Kardinalskollegiums ausgewählt und vom Papst im Konsistorium ernannt.

Papst Johannes Paul II. hat in der Apostolischen Konstitution Universi Dominici Gregis die Befugnisse und Aufgaben des Camerlengo im Fall der Sedisvakanz klar festgelegt. Es ist seine Aufgabe, "die Güter des Apostolischen Stuhls zu schützen und zu verwalten, mit Hilfe von drei Kardinal-Assistenten, wobei in schwerwiegenden Fällen das Votum des Kardinalskollegiums eingeholt werden muss". (Universi Dominici Gregis, Nr. 17)

Zu seinen Aufgaben zählen:

  • Er muss, sobald er die Nachricht vom Tod des Papstes erhalten hat, im Beisein des Päpstlichen Zeremonienmeisters, der Prälaten sowie des Sekretärs und des Kanzlers der Apostolischen Kammer offiziell den Tod feststellen. Die Sterbeurkunde wird vom Kanzler ausgestellt.
  • Er versiegelt das Arbeits- sowie die Privatzimmer des Verstorbenen und trägt dafür Sorge, dass das mit der Betreuung des Papstes beauftragte Personal bis zur Beisetzung dort wohnen bleiben kann. Erst nach der Bestattung wird die ganze Wohnung versiegelt.
  • Er teilt die Nachricht vom Tod des Papstes dem Kardinalvikar der Diözese Rom (Kardinal Agostino Vallini) mit, der dann das Volk von Rom unterrichtet.
  • Er unterrichtet den Kardinalerzpriester von St. Peter (Kardinal Angelo Comastri) über den Tod des Papstes.
  • Er ergreift vom Apostolischen Palast, vom Lateranpalast und vom Palast in Castel Gandolfo Besitz (persönlich oder durch Delegierte) und trägt für die Fortführung der dortigen Funktionen Sorge.
  • Er legt mit den jeweils Ranghöchsten der drei Kardinalklassen (Kardinalbischöfe, -priester und -diakone) die Formalitäten für die Beisetzung fest, sofern der Papst nicht eigene Bestimmungen hinterlassen hat.
  • Er muss in Übereinstimmung mit dem Kardinalskollegium die Rechte des Apostolischen Stuhles schützen und für eine ordnungsgemäße Verwaltung Sorge tragen.

Weitere Aufgaben des Camerlengo sind:

  • Er ist Vorsitzender der sogenannten Sonderkongregation (vgl. Universi Dominici Gregis, Nr. 7).
  • Er ist verantwortlich für die Genehmigung von Dokumentarfotografien des verstorbenen Papstes (vgl. Universi Dominici Gregis, Nr. 30).
  • Er ist mit dem Substituten des Staatssekretariates verantwortlich für den Verschluss der Sixtinischen Kapelle, des Domus Sanctae Marthae sowie der für liturgische Feiern bestimmten Räume während der Wahl (vgl. Universi Dominici Gregis, Nr. 43).
  • Er bestätigt das im Zusammenhang mit der Wahl erforderliche Hilfspersonal (u. a. zwei Ärzte, Ordenspriester für die Beichte, Tischdienst, Reinigungskräfte, vgl. Universi Dominici Gregis, Nr. 46) und ist dafür verantwortlich, dass diese Personen einen Eid ablegen, in dem sie absolute Geheimhaltung versprechen (vgl. Nr. 48).
  • Sollte nach dem 34. Wahlgang keine Wahl erfolgt sein, lädt der Camerlengo die wahlberechtigten Kardinäle ein, über den eingeschlagenen Weg und das weitere Wahlverfahren ihre Meinung zu bekunden (vgl. Universi Dominici Gregis, Nr. 75).
  • Am Ende der Wahl fertigt er einen Bericht an, in dem er das Abstimmungsergebnis jedes Wahlgangs feststellt. Dieser Bericht wird dem Papst übergeben und dann im dafür vorgesehenen Archiv in einem versiegelten Umschlag aufbewahrt (vgl. Universi Dominici Gregis, Nr. 71).

Camerlengo ist zurzeit Kardinal Jean-Louis Tauran (seit 20.12.2014).

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Caritas

Die Caritas (lat. „Liebe“, „Nächstenliebe“) ist der aus christlicher Verantwortung motivierte Dienst am notleidenden und hilfebedürtigen Mitmenschen. Für die katholische Kirche ist dieser Dienst eine ihrer unabdingbaren Wesensäußerungen. (Quelle: LexiKath)

Der Deutsche Caritasverband (DCV) ist der von den deutschen Bischöfen anerkannte katholische Wohlfahrtsverband.

Die Caritas (lat. „Liebe“, „Nächstenliebe“) ist der aus christlicher Verantwortung motivierte Dienst am notleidenden und hilfebedürtigen Mitmenschen. Für die katholische Kirche ist dieser Dienst eine ihrer unabdingbaren Wesensäußerungen. (Quelle: LexiKath)

Der Deutsche Caritasverband (DCV) ist der von den deutschen Bischöfen anerkannte katholische Wohlfahrtsverband.

Als Verband der Freien Wohlfahrtspflege mischt er sich in die sozialpolitische Diskussion ein und macht sich für eine gerechtete und solidarische Gesellschaft stark. Die Zentrale des Verbandes hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Der DCV gliedert sich in Diözesan-, Dekanats-, Bezirks-, Kreis- und Orts-Caritasverbände. Dazu kommen noch weitere caritative Fachverbände und -vereinigungen.

Zur Internetseite www.caritas.de

Motu proprio von Papst Benedikt XVI. über den DIENST DER LIEBE (Caritas) vom 11.11.2012
Link zum Dokument auf www.vatican.va

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Caritas international

Caritas international ist eine Abteilung des Deutschen Caritasverbandes (DCV), die innerhalb der Wohlfahrtsorganisation für die Auslandsarbeit zuständig ist.

Caritas international ist eine Abteilung des Deutschen Caritasverbandes (DCV), die innerhalb der Wohlfahrtsorganisation für die Auslandsarbeit zuständig ist.

Im Jahre 1967 wurde dem Caritasverband durch die Deutsche Bischofskonferenz die Federführung für die Internationale Not- und Katastrophenhilfe der katholischen Kirche Deutschlands übertragen.

Caritas international arbeitet vor allem in zwei großen Bereichen: Die Not- und Katastrophenhilfe ist der Schwerpunkt der Arbeit. Die Caritas hilft den Opfern von Naturkatastrophen wie Dürre, Stürme und Überschwemmungen. Sie hilft auch bei Katastrophen, die durch Menschen ausgelöst werden, vor allem Krieg, Bürgerkrieg und Vertreibung.

Die Sozialstrukturhilfe ist die zweite Säule der Arbeit von Caritas international. Sie soll einen langfristigen Wandel und die tiefgreifende Verbesserung der Lebensumstände bewirken. Gleichzeitig soll Sozialstrukturhilfe die Integration von sozialen Gemeinschaften durch Förderung von Selbsthilfeinitiativen unterstützen.

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CCEE

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE = Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae) ist der Zusammenschluss der Bischofskonferenzen in Europa.

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE = Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae) ist der Zusammenschluss der Bischofskonferenzen in Europa.

Aufgabe des 1971 gegründeten CCEE ist es, die Zusammenarbeit der Bischofskonferenzen zu fördern. Der Vollversammlung gehören die Vorsitzenden der jeweiligen Bischofskonferenzen an. Das Sekretariat des CCEE hat seinen Sitz in St. Gallen (Schweiz).

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Chorkleidung

Beim Einzug ins Konklave sind die Kardinäle mit dem roten Talar (Robe), Zingulum (Schärpe), Chorrock und Mozetta (bis zu den Ellenbogen reichender, vorne zugeknöpfter Schulterkragen) in roter Farbe und dem Brustkreuz bekleidet.

Beim Einzug ins Konklave sind die Kardinäle mit dem roten Talar (Robe), Zingulum (Schärpe), Chorrock und Mozetta (bis zu den Ellenbogen reichender, vorne zugeknöpfter Schulterkragen) in roter Farbe und dem Brustkreuz bekleidet. Als Kopfbedeckung tragen sie über dem roten Pileolus (rundes Scheitelkäppchen) das rote Birett.

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Christi Himmelfahrt

Bereits im 4. Jahrhundert bildet sich am 40. Tag nach Ostersonntag das Fest Christi Himmelfahrt heraus.

Bereits im 4. Jahrhundert bildet sich am 40. Tag nach Ostersonntag das Fest Christi Himmelfahrt heraus.
Die biblische Grundlage für dieses Geschehen hat ihren Ursprung in der Apostelgeschichte (Apg 1, 9–11): „Als Jesus das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“

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Christkönigsfest

Das Christkönigsfest wird am Sonntag vor dem ersten Advent gefeiert und beendet das Kirchenjahr. Papst Pius XI. führte das Fest 1925 zur Erinnerung an das Konzil von Nizää (im Jahr 325) ein.

Das Christkönigsfest wird am Sonntag vor dem ersten Advent gefeiert und beendet das Kirchenjahr. Papst Pius XI. führte das Fest 1925 zur Erinnerung an das Konzil von Nizää (im Jahr 325) ein.

Das Christkönigsfest lenkt den Blick auf Jesus Christus, von dem Christen glauben, dass er der Weltenherrscher ist und am Ende der Zeit als König wiederkommen wird.

Quelle: vgl. Lexikath©

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Circus- und Schaustellerseelsorge, Katholische

Die Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge in Deutschland ist eine Besuchsseelsorge bei Schaustellern, im Circus, bei Marktkaufleuten und in Freizeitparks.

Die Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge in Deutschland ist eine Besuchsseelsorge bei Schaustellern, im Circus, bei Marktkaufleuten und in Freizeitparks. Der Pfarrer besucht dabei die Familien auf dem Festplatz, die Kirche kommt zu den Menschen.

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Codex Iuris Canonici

Der Codex des kanonischen Rechts ist das Gesetzbuch für die römisch-katholische (lateinische Kirche) weltweit.

Der Codex des kanonischen Rechts ist das Gesetzbuch für die römisch-katholische (lateinische Kirche) weltweit.

Die erste systematische Zusammenfassung des kirchlichen Rechts in Form eines Gesetzbuches ist der Codex Iuris Canonici aus dem Jahr 1917. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde er an die neuen theologischen Gegebenheiten angepasst. Er stammt von 1983 und enthält in sieben Büchern die grundlegenden Rechtbestimmungen für die gesamte Kirche in lateinischer Sprache mit der jeweiligen Übersetzung in die Landessprache. Der Codex Iuris Canonici schafft durch seine weltweite Geltung Einheit und Zusammenhalt, gleichzeitig eröffnet er an vielen Stellen den Rahmen für die rechtliche Ausgestaltung, je nach den Besonderheiten und Bedürfnissen der Gläubigen vor Ort und ermöglicht so Vielfalt. Seit 1983 wurden weitere Rechtsbestimmungen abgeändert oder auch erneuert, damit sie der Heilssendung der Kirche immer besser entsprechen.

Die neueste deutsch-lateinische Fassung des Codex des kanonischen Rechts ist die 8. aktualisierte und verbesserte Ausgabe von 2017.

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Communio Sanctorum

Das Dialogdokument "Communio Sanctorum – Die Kirchen als Gemeinschaft der Heiligen" wurde erstmals am 4. September 2000 vorgestellt.

Das Dialogdokument "Communio Sanctorum – Die Kirchen als Gemeinschaft der Heiligen" wurde erstmals am 4. September 2000 vorgestellt.

Es ist von einer bilateralen Arbeitsgruppe im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) verfasst worden.

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