Pressemeldung
21.08.2013 - Nr. 126

Drittes Gesprächsforum der Deutschen Bischofskonferenz am 13. und 14. September 2013 in Stuttgart

„Dem Heiligen begegnen – heute Gott verehren“

Die deutschen Bischöfe laden am 13. und 14. September 2013 zum dritten Gesprächsforum ein, das in Stuttgart stattfindet und unter dem Leitwort „Dem Heiligen begegnen – heute Gott verehren“ steht. Dabei geht es um eine Betrachtung des kirchlichen Grundvollzuges Liturgia. Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe ist ein geistlicher Prozess, bei dem bis zum Jahr 2015 aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen wird, vor welchen Herausforderungen die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen steht und welcher Bezug dabei zu den richtungsweisenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils besteht.

Die Teilnehmerschaft in Stuttgart entspricht auch in diesem Jahr der inneren Vielfalt der katholischen Kirche in Deutschland. Rund 300 Personen nehmen an der Veranstaltung teil, darunter 41 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, haupt- und ehrenamtliche Vertreter der 27 deutschen Bistümer sowie Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, der kirchlichen Bewegungen und geistlichen Gemeinschaften, des Deutschen Caritasverbandes, der Deutschen Ordensobernkonferenz und der katholischen theologischen Fakultäten.

In Stuttgart wird im Gespräch ausgelotet, welche Möglichkeiten insbesondere die Liturgie schafft, um Aufbruch und Erneuerung des kirchlichen Lebens zu stärken. Dabei wird gefragt, wo die Liturgie – als Ausdruck des Glaubens – ein Wesensmerkmal der missionarischen und pilgernden Kirche ist.

In Stuttgart werden die Teilnehmer besonders folgende Themenfelder erörtern:

  • Wie kommt die Welt in die Liturgie? – Liturgie für die Menschen von heute.
  • Zur Teilhabe berufen? – Die tätige Teilnahme aller Gläubigen an der Liturgie.
  • Dem Heiligen begegnen? – Berührungspunkte heute.

Das Gesprächsforum wird von einzelnen liturgischen Feiern begleitet.

Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe ist Impulsgeber für den Dialog und das Gespräch auch auf anderen Ebenen kirchlichen Lebens. Aus dem Gesprächsforum im vergangenen Jahr in Hannover sind Themen und Aufgaben in die Bistümer, Orden und geistlichen Gemeinschaften sowie in die Verbände und in die Deutsche Bischofskonferenz getragen worden. Dazu gehören unter anderem die Fragen der Diakonie vor Ort, zu wiederverheirateten Geschiedenen, des kirchlichen Arbeitsrechts und der Frauenförderung sowie der gemeinsamen Verantwortung aller Getauften für den Dienst am Menschen. Bei der diesjährigen Veranstaltung in Stuttgart besteht Gelegenheit, eine erste Zwischenbilanz des Gesprächsprozesses zu ziehen und darüber zu sprechen, welche Themen in welcher Weise aufgegriffen und vertieft worden sind.

Bei der Vorbereitung des diesjährigen Forums haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und die bischöfliche Steuerungsgruppe des Gesprächsprozesses (Kardinal Reinhard Marx, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck) Aspekte der Vorjahresveranstaltung aufgegriffen.

Der Gesprächsprozess der deutschen Bischöfe wurde auf der Herbst-Vollversammlung 2010 in Fulda beschlossen. Die Gesamtlinie des Prozesses haben die deutschen Bischöfe während ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Paderborn 2011 in einem gemeinsamen Wort „Im Heute glauben“ veröffentlicht. Der Gesprächsprozess ist auf fünf Jahre angelegt. Wegmarken dieses Prozesses waren die Jahresgesprächsforen in Mannheim (2011) und Hannover (2012), der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland (2011), der 98. Deutsche Katholikentag in Mannheim (2012) und der Eucharistische Kongress in diesem Jahr in Köln. Weitere Schwerpunkte bilden der Katholikentag 2014 in Regensburg und das Jubiläum zum 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils 2015. Die Deutsche Bischofskonferenz hat außerdem in Entsprechung zu den Lebensvollzügen der Kirche (Diakonia, Liturgia, Martyria) Jahresthemen definiert, die dem Gesprächsprozess eine Struktur geben: Nachdem 2012 das Leitwort „Diakonia – unsere Verantwortung in der freien Gesellschaft“ im Mittelpunkt stand, ist es in diesem Jahr „Liturgia – heute Gott verehren“, 2014 wird es „Martyria – den Glauben bezeugen in der Welt von heute“ sein und 2015 „Im Heute glauben – wo Gott ist, da ist Zukunft“.

Über den Fortgang des Gesprächsprozesses in den deutschen Bistümern, Verbänden und Initiativen informiert der zweimonatig erscheinende Newsletter „Im Heute glauben“. Er kann in der Rubrik „Über uns“ abonniert werden. Dort sind im Newsletter-Archiv auch die bisherigen Ausgaben zum Herunterladen zu finden.


Hinweise:

  • Das Programm der Veranstaltung in Stuttgart steht untenstehend zum Herunterladen bereit. Eine Teilnehmerliste aller Gäste wird zum Auftakt des Treffens am 13. September 2013 online eingestellt.
  • Die Dokumentation der Gesprächsergebnisse von Mannheim und Hannover sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie im Dossier „Gesprächsprozess – Im Heute glauben“.
  • Veranstaltungsort ist die Liederhalle Stuttgart, Berliner Platz 1–3, 70174 Stuttgart.

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