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Newsletter 01/2013
Sehr geehrte Damen und Herren,
warum ein Newsletter?

Der Newsletter soll über den Fortgang des Gesprächsprozesses informieren. In der ersten Ausgabe schaut der Newsletter auf die Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz. In Zukunft  aber sollen gute und interessante Beispiele aus Bistümern, Pfarreien und Verbänden zur Sprache kommen.

Deshalb unsere Bitte: Mailen Sie uns Ihre Ideen und Hinweise auf den Gesprächsprozess an newsletter(at)dbk.de
Gesprächsprozess


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Sie erhalten die erste Ausgabe des Newsletters, den wir zum Gesprächsprozess der Deutschen Bischofskonferenz herausgeben. Beim Gesprächsforum in Hannover im September letzten Jahres hatte ich angekündigt, dass wir einen solchen Newsletter entwickeln, um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich aktuell über den Fortgang des Gesprächsprozesses zu informieren und Hinweise auf wichtige Texte  zu erhalten. Ich freue mich, dass wir mit Beginn der österlichen Bußzeit 2013 diesen ersten Newsletter zur Verfügung stellen können, der künftig alle zwei bis drei Monate erscheinen wird.

Der Newsletter soll Ihnen Informationen, aber auch Anregungen geben und Ihnen die Beteiligung am Weg des Gesprächsprozesses erleichtern. Wir stellen Beispiele aus den Themenbereichen des Gesprächsprozesses auf diözesaner oder verbandlicher Ebene vor. Wenn Sie Anregungen und Ideen haben, welche Erfahrungen pfarrlicher Best-Practice-Beispiele in den Newsletter aufgenommen werden sollten, schreiben Sie uns bitte. Die Adresse der Redaktion finden Sie unten im Impressum.

Im Herbst 2010 haben die deutschen Bischöfe den Dialogprozess beschlossen. Er ist bewusst eingebunden in wichtige kirchliche Ereignisse in Deutschland. 2011 war geprägt durch den Besuch von Papst Benedikt XVI. bei uns in Deutschland. Dieser hat wertvolle Impulse für unser Glaubensleben gegeben. 2012 stand der Katholikentag in Mannheim im Mittelpunkt, unter dem Leitwort „Einen neuen Aufbruch wagen“. 2013 wird seine besondere Prägung durch den Eucharistischen Kongress in Köln erhalten, den wir vom 5. bis 9. Juni 2013 begehen. Und im kommenden Jahr wird es der Katholikentag in Regensburg sein, zu dem das Bistum Regensburg und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken einladen.

Ich bin zuversichtlich, dass wir den vielgestaltigen und bisher erfolgreichen Weg des Gesprächsprozesses auch weiterhin in der gebotenen Ernsthaftigkeit fortsetzen werden. Noch ist es zu früh für eine Halbzeitbilanz, denn die Impulse und  Verabredungen von Hannover und die intensiven Debatten in vielen Bistümern zeigen, dass der Gesprächsprozess erst richtig in Gang gekommen ist. Auch die deutschen Bischöfe sind dabei, die Zusagen einzulösen, die in Hannover gegeben wurden. Auch darüber soll dieser Newsletter informieren. Der Gesprächsprozess läuft gut und zeigt eben nicht die von manchen beschworene „Kultur der Folgenlosigkeit“, sondern ist Ausdruck eines lebendigen und beherzten Miteinanders in der Kirche. Ohne Frage durchlebt die Kirche in Deutschland  gegenwärtig – gerade in der Öffentlichkeit – keine einfachen Zeiten. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele am Gesprächsprozess mitwirken, um innerhalb und außerhalb der Kirche das gemeinsame Bestreben zu bezeugen, dass wir unseren Glaubensweg verantwortungsvoll und in Offenheit für unsere heutige Situation gehen.

Ich wünsche Ihnen viele gute Anregungen durch die Lektüre dieses ersten Newsletters vom 15. Februar 2013,
Ihr
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Rückblick 1: Warum ein Gesprächsprozess?
Bereits im Januar 2010 hat die Deutsche Bischofskonferenz einen ersten Beschluss gefasst, vor dem Jubiläum des 50-jährigen Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils eine Standortbestimmung der katholischen Kirche in Deutschland vorzunehmen. Unter anderem die Aufdeckung der Fälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen hatte die Notwendigkeit eines intensiveren inner- und außerkirchlichen Dialogs deutlich gemacht. Bei der Herbst-Vollversammlung 2010 haben sich die Bischöfe für den Gesprächsprozess entschieden, der unter dem Generalthema „Im Heute glauben“ steht und bis zum Jahr 2015 dauert.  Die Auftaktveranstaltung fand am 8. und 9. Juli 2011 in Mannheim unter dem Leitwort „Im Heute glauben – wo stehen wir?“ statt. In einem geistlich geprägten Prozess wird in diesen Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen, vor welche Herauforderungen Christus die Kirche in ihren wesentlichen Selbstvollzügen stellt und wie die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils gegenwärtig zur Geltung gebracht werden können.

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Rückblick 2: Hannover 2012
Das konkrete Ziel des zweiten Gesprächsforums vom 14. bis 15. September 2012 in Hannover war, einige der in Mannheim entworfenen Zukunftsbilder für die Kirche zu prüfen  – mit Blick auf den christlichen Dienst am Menschen und an der Gesellschaft. Die Kirche will mitbauen an einer „Zivilisation der Liebe“. Sie trägt Verantwortung für die Menschen und die Gesellschaft. In welche Verantwortung ist sie aufgrund ihrer Sendung gestellt? Dabei ging es in Hannover um die genauere Ausgestaltung von drei Zukunftsbildern, die in Mannheim entwickelt wurden: das Bild einer Kirche, die der Vielfalt des heutigen Lebens positiv begegnet, die den Menschen nahe ist und die in der Gesellschaft aktiv ist.

Dokumentation Mannheim und Hannover

Die beiden Gesprächsforen in Mannheim (2011) und Hannover (2012) sind auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de dokumentiert. Über das Dossier „Gesprächsprozess“ im oberen Bereich der Homepage gelangt man zu einem eigenen Button „Dokumentation Gesprächsprozess“. Hier finden sich Teilnehmer, Themen, Verlauf und Ergebnisse. Fotos und Redemanuskripte sind in der Dokumentation ebenfalls eingestellt.

Mit Kick auf weiterlesen gelangen Sie zunächst zur Dokumentation des Gesprächsforums in Hannover, aber auch zur Dokumentation des ersten Forums in Mannheim.

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Rückblick und Ausblick: Von Hannover nach Stuttgart
In Hannover hat die Gruppe der teilnehmenden Bischöfe mehrere Themen als besonders wichtig angesprochen und zugesagt, dafür zu werben, dass diese in der Bischofskonferenz behandelt werden. Dazu zählen

- die Überprüfung des kirchlichen Arbeitsrechts im Hinblick auf veränderte Lebensformen (dazu sind auch theologische Klärungen erforderlich)
- eine konzentrierte Arbeit an der Pastoral der wiederverheiratet Geschiedenen
- eine Frauenförderung, um Frauen in kirchliche Verantwortung zu bringen.

Diese Fragen hat die Deutsche Bischofskonferenz aufgegriffen. Aktuell gibt es zu den drei Herausforderungen zu berichten:

Fragen des kirchlichen Arbeitsrechts
Bereits vor Hannover hat die Deutsche Bischofskonferenz eine Arbeitsgruppe eingesetzt zur Prüfung aktueller Fragen des kirchlichen Arbeitsrechtes. Diese Gruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen. Sie befasst sich gegenwärtig auch mit der Frage, welche Möglichkeiten eines kirchlichen Beschäftigungsverhältnisses es für geschiedene und zivil wiederverheiratete Gläubige gibt.

Pastoral für zivil Geschiedene und Wiederverheiratete
Nach dem Gesprächsforum in Hannover hat Ende September 2012 die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz getagt. Während der Beratungen wurde eine weitere Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich verstärkt mit der Frage des pastoralen Umgangs mit Gläubigen, die zivil geschieden und wiederverheiratet sind, auseinandersetzt. Die Bischofskonferenz fühlt sich dabei von den Worten Papst Benedikt XVI. ermutigt, der beim Welttreffen der Familien am 2. Juni 2012 in Mailand die Herausforderung durch die Situation der wiederverheirateten Geschiedenen als „eines der großen Leiden der Kirche“ bezeichnet hat und hinzufügte, dass es keine Patentrezepte bei der Lösung gebe. Zu dieser Arbeitsgruppe gehören Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg), Bischof Dr. Felix Genn (Münster), Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) und Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier).

Frauenförderung
Wie können Frauen vermehrt Leitungspositionen in Ordinariaten und Verbänden wahrnehmen? Wie sieht das künftige Profil von Gemeinde- und Pastoralreferentinnen aus, in Seelsorgeeinheiten, die immer größer werden und in denen Verantwortung delegiert werden muss? Diese Fragen von Hannover stellt die Deutsche Bischofskonferenz in den Mittelpunkt eines Studientages bei der Frühjahrs-Vollversammlung vom 18. bis 21. Februar 2013 in Trier. Unter dem Leitwort „Das Zusammenwirken von Männern und Frauen im Leben und Dienst der Kirche“ beraten die Bischöfe mit Fachleuten – Frauen und Männern. Ein Element des Studientages wird dabei die Frage von Frauen in Führungspositionen sein. Weiterhin geht es um die Stellung der Frau im Ehrenamt und um Personalentwicklungsstrategien für Gemeinde- und Pastoralreferentinnen. Der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, wird am 20. Februar 2013 in einem Pressegespräch über die Ergebnisse informieren.
Nächstes Gesprächsforum vom 13. bis 14. September 2013 in Stuttgart
Das dritte Gesprächsforum wird sich mit der Liturgie als einem weiteren Grundvollzug christlichen Lebens auseinandersetzen. Gerade die Konzilskonstitution Sacrosanctum Concilium über die Liturgie ist bis heute Grundlage für das liturgische  Leben der Kirche. Die Jahresveranstaltung steht unter dem Leitwort „Die Begegnung mit dem Heiligen suchen – eine erfahrungsgeprägte Vergewisserung“. Dabei geht es um Gottes Dienst am Menschen und den Dienst der Menschen vor Gott. Inhaltlich soll gefragt werden, wie unter den heutigen Bedingungen eine würdige und angemessene Begegnung mit dem Heiligen möglich ist. Den Rahmen bildet dabei auch die Überzeugung, dass die liturgischen Feiern eine Teilhabe am Priestertum Christi durch alle Gläubigen darstellen.
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil I
„Der Mut und die Zuversicht, die Papst Johannes XXIII., seinen Nachfolger Papst Paul VI. und die Konzilsväter beseelten, haben ihre Quelle nicht in einem allgemeinen Optimismus oder Fortschrittsglauben, sondern im Glauben daran, dass Christus seine Kirche auf dem Weg durch die Geschichte begleitet. Die Gegenwart Christi in seiner Kirche erfahren wir vor allem in der Feier der Eucharistie, die das Konzil zu Recht ‚Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens’ (LG 11) nennt. Aus der sakramentalen Verbindung mit Christus wachsen Mut und Zuversicht, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen.“ So erinnern die deutschen Bischöfe an die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils für die Gegenwart. Am 27. September 2012 haben sie das Wort zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten des Konzils „Erinnern – Bewahren – Weitergeben“ veröffentlicht.

Das Wort zum Konzil finden Sie als Download oder zum Bestellen auf www.dbk.de bzw. direkt mit Klick auf weiterlesen.

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50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil II
Was geschah in diesen Monaten vor 50 Jahren in Rom? Am 6. Januar 1963 schrieb Papst Johannes XXIII. einen persönlichen Brief an die Konzilsväter, in dem er sie anspornte, „in der nötigen Freiheit“ die Konzilsarbeiten voranzutreiben. In seiner Rundfunkbotschaft am 27. Februar 1963 zu Beginn der Fastenzeit sagt Johannes XXIII.: „Es ist also das Konzil, das den Ton angibt für diese Fastenzeit. Der Akzent liegt vor allem auf der Verpflichtung jedes guten Christen, das Gebot der Liebe zu leben, und nicht so sehr darauf, das neue Erblühen anzuschauen, über das sich alle freuen. Es geht um tätigen Einsatz, nicht um Zuschauen.“

Lesen Sie mehr im Dossier „Zweites Vatikanisches Konzil“ auf www.dbk.de und klicken Sie auf weiterlesen.

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Drei Fragen an...
… Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Dialogprozess bedeutet für mich…
...eine neue Gesprächskultur, der Weg zu einer inneren Lebendigkeit mit Anziehungskraft.

Das Konzil ist heute für mich…
…das Fundament und die Orientierung für die Erneuerung der Kirche.

Für die Kirche 2015 wünsche ich mir…
...weniger Ängstlichkeit, weniger Selbstbeschäftigung - mehr Zuwendung zu den Menschen, mehr Zuversicht und Gottvertrauen.
Surftipp im World Wide Web
In dieser Rubrik stellen wir in jedem Newsletter interessante Internetangebote rund um den Gesprächsprozess vor. Ideen nimmt die Redaktion (E-Mail: newsletter(at)dbk.de) gerne entgegen.

Heute regen wir an: Schauen Sie mal auf www.dialog-im-bistum-aachen.de. Das Bistum Aachen hat zum Dialog- bzw. Gesprächsprozess einen eigenen Internetauftritt entwickelt, der die verschiedensten Aktionen des Bistums zum Dialog zeigt und wertvolle aktuelle Hinweise gibt. Geistliche Impulse, Aktionsideen und umfangreiches Werkmaterial werden hier als Download zur Verfügung gestellt.

Zur Internetseite des Bistums Aachen mit Klick auf weiterlesen.

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Gebetsimpuls
„Herr, hilf uns in diesem Jahr des Glaubens, dass aus diesem Senfkorn immer wieder in der Gemeinschaft aller Glaubenden ein großer Baum wächst, der Raum gibt für die Vielfalt der Wege zu Gott, Deinem Vater. Wir wissen: wir können unseren Glauben und den Glauben der Kirche nicht machen, es ist ein Geschenk Deiner Gnade, dass wir glauben können. Und um diese Gnade bitten wir Dich: Stärke uns durch den Heiligen Geist, dass wir als Kirche überzeugend diesen Glauben leben und so eine Einladung an alle werden, Dich zu finden und mit Dir zu gehen zum Vater.“

Aus dem Gebet von Kardinal Reinhard Marx zum „Jahr des Glaubens“.

Den ganzen Gebetstext finden Sie auf der Internetseite des Erzbistums München und Freising oder direkt unten, mit Klick auf weiterlesen.

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In eigener Sache
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben jetzt den ersten Newsletter des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz zum Gesprächsprozess „Im Heute glauben“ gelesen. In den kommenden Monaten werden Sie alle zwei bis drei Monate weitere Ausgaben des Newsletters erhalten.

Herzlich laden wir Sie ein, Ihre Anregungen zum Newsletter mitzuteilen: Kritik und Lob sind beide hilfreich für unsere Arbeit. Vor allem danken wir Ihnen für Hinweise, welche Themen Sie sich wünschen. Kennen Sie eigene Erfahrungen aus dem Gesprächsprozess? Sind Ihnen Beispiele des Gesprächsprozesses bekannt, die wir hier einer breiten Leserschaft zugänglich machen könnten? Bitte schreiben Sie uns!

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