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Newsletter 06/2013
Sehr geehrte Damen und Herren,
In diesen Tagen werde ich im Rahmen zahlreicher Interviews zum Jahresrückblick von Journalisten oft nach dem Stand des Gesprächsprozesses gefragt. Den Journalisten antworte ich ehrlichen Herzens: Unser geistlicher Dialog kommt gut voran, die Atmosphäre ist von großer Wertschätzung geprägt und Vieles konnten wir im nun zu Ende gehenden Jahr gemeinsam anstoßen.

Dabei denke ich an die vielen Initiativen zum Gesprächsprozess in den Bistümern: Vor wenigen Wochen ist etwa die Diözesansynode im Bistum Trier eröffnet worden. Im April hatten wir in Freiburg unsere mehrtägige Diözesanversammlung. Ich denke auch an das Gesprächsforum zum Thema Liturgie im September in Stuttgart mit mehr als 300 engagierten Frauen und Männern. Und ich denke an Papst Benedikt XVI., der mich immer wieder auf dem Weg des Gesprächsprozesses ermutigt hat. Im Oktober konnte ich in einer Audienz auch Papst Franziskus von unserem Gesprächsprozess ausführlich berichten. Durch ihn dürfen wir uns ebenfalls ermutigt und gestärkt wissen, diesen Weg mutig fortzusetzen, auch im Jahr 2014.

Zu diesem Weg zählt auch die Sondersynode der Bischöfe im Oktober nächsten Jahres in Rom, die die Familie in den Mittelpunkt des Interesses rücken will. Der aus dem Vatikan versandte Fragebogen hat – weltweit – zu einem lebhaften Echo geführt. In diesen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr werden im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz die zahlreichen Rückmeldungen, Zusammenfassungen und Antworten auf die umfangreichen Fragen gelesen, ausgewertet und gebündelt. Anschließend werden wir Bischöfe uns dann im Ständigen Rat Ende Januar damit intensiv befassen.

Ich nehme diesen 6. Newsletter vom 20. Dezember 2013 gerne zum Anlass, Ihnen herzlich für Ihr Engagement im Gesprächsprozess zu danken: Sei es durch Ihre aktive Teilnahme, durch Ihr Gebet oder Ihr waches Interesse. Wir spüren: Unser geistlicher Dialog zum Weg der Kirche in die Zukunft lohnt sich. Wir setzen damit als katholische Kirche in Deutschland in die Tat um, was Papst Franziskus in seinem eindrucksvollen Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ mit Blick auf den Dienst des Bischofs hervorhebt: „Der Bischof muss immer das missionarische Miteinander in seiner Diözese fördern, indem er das Ideal der ersten christlichen Gemeinden verfolgt, in denen die Gläubigen ein Herz und eine Seele waren (vgl. Apg 4,32). In seiner Aufgabe, ein dynamisches, offenes und missionarisches Miteinander zu fördern, wird er die Reifung der vom Kodex des Kanonischen Rechts vorgesehenen Mitspracheregelungen sowie anderer Formen des pastoralen Dialogs anregen und suchen, in dem Wunsch, alle anzuhören und nicht nur einige, die ihm Komplimente machen. Doch das Ziel dieser Prozesse der Beteiligung soll nicht vornehmlich die kirchliche Organisation sein, sondern der missionarische Traum, alle zu erreichen.“ Möge durch unseren Gesprächsprozess dieser Wunsch des Heiligen Vaters immer mehr in Erfüllung gehen, dass durch uns möglichst allen Menschen die Freude des Evangeliums zuteil wird. 

Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden wünsche ich ein gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr 2014, in dem ich Sie einlade, weiterhin im aktiven aufeinander Hören und im gemeinsamen Hören auf Gott den Weg der Kirche in Deutschland mitzugehen.

Ihr
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Gesprächprozess
Diözesansynode Trier
Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die vor einem Jahr einberufene Diözesansynode am 13. Dezember in Trier eröffnet. Nach 57 Jahren findet damit erstmals wieder eine Diözesansynode im Bistum Trier statt. In seiner Eröffnung umriss Bischof Ackermann die wesentlichen Themen des bis 2015 dauernden synodalen Prozesses. „Gehen wir mit Respekt vor der Aufgabe in diese Synode, aber auch mit Freude und – so wage ich zu sagen: mit Selbstbewusstsein. Ich meine ein Selbstbewusstsein, das sich nicht speist aus einer naiven oder gar überheblichen Selbstsicherheit in Bezug auf unsere eigenen Möglichkeiten und Kräfte. Nein, ich meine ein Selbstbewusstsein, das der gläubigen Gewissheit entspringt, dass der Geist Gottes in denen lebt und wirkt, die getauft und gefirmt sind und in seinem Auftrag stehen“, so Bischof Ackermann in seiner Begrüßungsansprache.

Zur Diözesansynode hat das Bistum Trier eine eigene Homepage eingerichtet. Dort finden Sie  aktuelle Informationen zur ersten Vollversammlung der Synode, den Hirtenbrief des Bischofs zur Synode und einen aktuellen Newsletter, der regelmäßig über die Arbeit der Diözesansynode berichtet. Informativ ist auch der eigene Synoden-Blog, der ebenfalls über die Homepage unter www.synode-trier.de zu erreichen ist.
Glaubensforum im Erzbistum Köln
Zu einem Glaubensforum lädt der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, am 11. Januar 2014 ein. Die Veranstaltung steht unter dem Leitwort „Gottes Frage – Wo bist Du?“ Angesprochen sind Mitglieder aus Gemeindegremien, Räten und Verbänden und alle Interessierten, die miteinander überlegen wollen, wo Gott in unserer heutigen Gesellschaft gesucht wird. „Auch in unserer Zeit ist die Frage nach Gott keineswegs erledigt. Fragend und suchend, aber auch kritisch und ablehnend setzen sich die Menschen mit der Frage auseinander“, heißt es in der Einladung.

Interessierte können sich unter www.erzbistum-koeln.de für das Glaubensforum anmelden.
Lebendige, missionarische Kirche im Bistum Münster
Wie geht das, „Im Heute glauben“? Diese Frage des bundesweiten Gesprächsprozesses stand im Mittelpunkt des zweijährigen, dialogischen Prozesses im Bistum Münster, aus dem jetzt ein Diözesanpastoralplan erwachsen ist. An der Entstehung waren die synodalen Gremien, Berufsräte und Verbände beteiligt. Gesteuert wurde der Prozess durch den Diözesanrat. Der Plan benennt verbindlich die Schwerpunkte der Seelsorge für die kommenden fünf Jahre. Sein Grundanliegen: die Bildung einer „lebendigen, missionarischen Kirche vor Ort“, die da gegeben ist, wo „der Glaube lebt und Menschen mit Gott und miteinander in Berührung kommen.“ Im Pastoralplan werden vier Optionen genannt: das Aufsuchen und Fördern der Charismen aller; die Einladung zum Glauben; die Verbindung von Liturgie und Leben und die Option für eine dienende Kirche.

Mehr Informationen unter www.bistum-muenster.de/pastoralplan
Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat sich auf ihrer jüngsten Vollversammlung (22./23. November 2013) mit dem Gesprächsprozess der Kirche in Deutschland beschäftigt. Der wiedergewählte Präsident des ZdK, Alois Glück, ist darauf in verschiedenen Redebeiträgen eingegangen.

Aktuelle Informationen zum Gesprächsprozess innerhalb des ZdK finden Sie unter www.einen-neuen-aufbruch-wagen.de
Dritter Dialogtag im Bistum Hildesheim
Wann ist die Kirche der Rede wert? Diese Frage stand im Mittelpunkt des dritten Dialogtages im Bistum Hildesheim am 30. November 2013. 50 Teilnehmer stellten übereinstimmend fest, dass die Kirche auch heute in Notlagen und Trauer aber auch in den Wechselfällen des Lebens Halt und Orientierung biete. Dabei komme es immer neu darauf an, die Sinn- und Wertefragen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Gleichzeitig könne das aber nur gelingen, wenn sich in einer verändernden pastoralen Landschaft auch die Kirchengemeinden weiter öffnen, wenn katholische Einrichtungen unbürokratisch Lebenshilfe bieten und verstärkt mit der evangelischen Kirche zusammenarbeiten. Dem dritten Dialogtag im Bistum Hildesheim gingen 16 Dialogabende im Jahre 2013 voraus, an denen Bischof Norbert Trelle mit seinen Weihbischöfen und dem Generalvikar des Bistums das Gespräch mit den Gläubigen suchten.

Weitere Informationen zum Dialogprozess in Hildesheim unter
www.dialog-prozess.de
Jugenddialog in Hildesheim
Zu den Dialogveranstaltungen im Bistum Hildesheim gehört auch der so genannte „Jugenddialog“, der von Diözesanjugendseelsorger Martin Wilk geleitet wird. Für ihn ist der Dialog unverzichtbar: Das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen in Pfarreien sei ebenso ein Thema wie Gleichberechtigung und Wertschätzung. „Jugendliche wollen Gottesdienste, in denen ihre Lebenswelt vorkommt. Wir haben die Initiative Glaubensorte gestartet. Mit diesem Projekt sollen Gemeinden ermutigt werden, generationenverbindende Ideen umzusetzen. Das kann sozialer oder spiritueller Natur sein, da sind keine Grenzen gesetzt“, berichtet Pfarrer Martin Wilk.

Mehr Informationen unter www.jugend-bistum-hildesheim.de/glaubensorte
Frauenfragebogen im Bistum Würzburg
An einer Fragebogenaktion von Kirchenfrauenkonferenz und Frauenseelsorge im Rahmen des diözesanen Dialogprozesses im Bistum Würzburg haben sich 166 Frauen beteiligt. In dem Projekt haben Frauen über ihr eigenes Engagement geschrieben beziehungsweise über das Engagement von Frauen aus ihrer Gemeinde, ihrem Verband, ihrem Umfeld berichtet. Auf diese Weise ist der Einsatz von wenigstens 2.100 Frauen in der und für die Kirche in der Diözese Würzburg dokumentiert.

Eine Zusammenfassung und Interviews mit beteiligten Frauen finden sich unter www.dialog.bistum-wuerzburg.de
Dokumentation Gesprächsforum Stuttgart
Die gesamte Dokumentation des dritten bundesweiten Gesprächsforums in Stuttgart „Liturgie: Dem Heiligen begegnen – Heute Gott verehren“ finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz. Dort gibt es Informationen zum Verlauf, zu den Teilnehmern, Fotos und Redetexte. Auch die anderen Gesprächsforen von Mannheim und Hannover sind dokumentiert.

Die Dokumentation ist verfügbar unter www.dbk.de/themen/gespraechsprozess/dokumentation-stuttgart
Apostolisches Schreiben „Evangelii gaudium“
Papst Franziskus hat am 24. November 2013 das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium – über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute“ unterzeichnet. Dieses in der kirchlichen und außerkirchlichen Öffentlichkeit breit diskutierte und für den Gesprächsprozess der Kirche in Deutschland wichtige Dokument kann auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz als Broschüre bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Mehr Informationen unter www.dbk-shop.de in der Reihe „Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls“ (Nr. 194)
Fragebogen zur Sondersynode der Bischöfe in Rom
Das Generalsekretariat der Bischofssynode in Rom hat Anfang November einen Fragebogen veröffentlicht, um ein Bild über das Leben der Katholiken weltweit zu gewinnen. In Deutschland haben sich zahlreiche Verbände und Einzelpersonen haben sich an der Beantwortung der Fragen beteiligt. Viele Bistümer haben ihre Zusammenfassungen auf den Homepages der Diözesen veröffentlicht. Die Rückmeldungen konnten bis Mitte Dezember an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz geschickt werden. Hier werden die Ergebnisse zusammengetragen und dem Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz zur Beratung im Ende Januar 2014 vorgelegt.

Den Fragebogen und Informationen rund um die Bischofssynode finden Sie unter
www.dbk.de/themen/bischofssynode
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil
In diesen Tagen vor 50 Jahren verabschiedete das Zweite Vatikanische Konzil die ersten Dokumente. Am 8. Dezember 1963 fand die feierliche Unterzeichnung der Konzilskonstitution „Sacrosanctum Concilium“ über die Liturgie statt. Ebenso stimmten die Konzilsväter erfolgreich über das Dekret „Inter Mirifica“ ab, das sich mit dem Gebrauch der sozialen Kommunikationsmittel auseinandersetzt. In dieser wichtigen Sitzung des Konzils kündigte Papst Paul VI. überraschend seine erste Auslandsreise an, die ihn wenige Wochen später (4. bis 6. Januar 1964) in das Heilige Land führte. Stationen waren damals Jordanien und Israel. Aus diesem Anlass plant auch Papst Franziskus für das Jahr 2014 eine Reise ins Heilige Land.

Aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen zum 50. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils finden Sie fortlaufend unter www.konzilskalender.de
Drei Fragen an…
Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider
Präsident des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes für Deutschland, der Dachorganisation für die katholische Kirchenmusik

Dialogprozess bedeutet für mich…
…Begegnung von Angesicht zu Angesicht.

Das Konzil bedeutet für mich…
…der immer neue Aufbruch in die „Gärten der Freiheit“.

Für die Kirche 2015 wünsche ich mir…
…die „Revolution der zärtlichen Liebe“.
Gebetsimpuls
„Friede der Menschen kommt aus der Ehre Gottes. Wem es um die Menschen und um ihr Heil zu tun ist, der muss zuallererst um die Ehre Gottes besorgt sein. Ehre Gottes ist nicht eine Privatsache, mit der es jeder nach Belieben halten kann, sondern eine öffentliche Angelegenheit. Sie ist ein gemeinsames Gut, und wo Gott unter den Menschen nicht in Ehren steht, da kann auch der Mensch nicht in Ehren bleiben.“

Papst em. Benedikt XVI. in: Lob der Weihnacht (Freiburg 1982)
In eigener Sache
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben jetzt die sechste Ausgabe des Newsletters des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz zum Gesprächsprozess „Im Heute glauben“ gelesen. Zum Jahresende sagen wir Danke für Ihre Anregungen und Rückmeldungen und wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit.

Aktuelle Informationen rund um den Gesprächsprozess finden Sie
wie gewohnt unter
www.dbk.de

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