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Newsletter 02/2014
Sehr geehrte Damen und Herren,
dankbar schauen wir auf den 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg zurück. Unter dem Leitwort „Mit Christus Brücken bauen“ haben sich mehr als 40.000 Menschen in diesen Tagen versammelt, um gemeinsam den Glauben zu feiern. Ich habe die Tage in Regensburg als ermutigendes Zeichen für die Kirche in unserem Land erlebt. Vor allem hoffe ich, dass die positiven Erfahrungen von Regensburg noch lange nachwirken und uns als Kirche in Deutschland ermutigen.

Dazu gehört auch der Gesprächsprozess, der im nächsten Jahr enden soll – parallel zum 50-jährigen Jubiläum des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils. Ich lade dazu ein, die Zeit bis dahin noch einmal intensiv zu nutzen, damit wir uns vergegenwärtigen, was das Konzil allen Gläubigen aufgetragen hat, nämlich das Weltweite und das Ganze der Kirche nicht zu vergessen: „Die einzelnen Teile bringen ihre eigenen Gaben den übrigen Teilen und der ganzen Kirche hinzu, so dass das Ganze und die einzelnen Teile zunehmen aus allen, die Gemeinschaft miteinander halten und zur Fülle in Einheit zusammenwirken.“ (vgl. Lumen gentium Nr. 13) Ich bin zuversichtlich, dass wir aus dem Gesprächsprozess gestärkt als Gemeinschaft der Kirche in Deutschland hervorgehen werden. Deshalb findet der Gesprächsprozess auf vielen Ebenen, aber in der EINEN Kirche statt.

In dieser neuen Ausgabe des Newsletters (Nr. 2/2014) lesen Sie von den verschiedenen Teilen des Gesprächsprozesses. Fühlen Sie sich ermutigt, diesen Weg der Erneuerung auch weiterhin mitzugehen.

Und da es bei aller Arbeit auch der Pausen bedarf, wünsche ich Ihnen einen erholsamen Sommer und viele gute Ideen für den weiteren Weg des Dialogs.

Ihr
Kardinal Reinhard Marx

Newsletter vom 18. August 2014
Gesprächprozess
Vorbereitungen zum Gesprächsforum Magdeburg laufen
Die Vorbereitungen zum bundesweiten Gesprächsforum am 12. und 13. September 2014 in Magdeburg laufen. Rund 300 Teilnehmer werden in der Bischofsstadt erwartet. Das Treffen steht unter dem Leitwort „Ich bin eine Mission – heute von Gott reden.“ In diesen Tagen sind die Einladungen an die Gesprächsteilnehmer verschickt worden. Anfang September werden weitere Details, das genaue Tagungsprogramm und ergänzende Informationen auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de veröffentlicht. In Magdeburg wird es darum gehen, wie es gelingen kann, in den verschiedenen Handlungsfeldern und Kontexten des Lebens auf neuen Wegen, mit kreativen Methoden und verschiedenen Ausdrucksformen so von Gott zu sprechen und Zeugnis zu geben, dass die heilbringende Botschaft Jesu Christi die Menschen erreicht und ihr Leben bereichert.
Informationen zum Gesprächsforum Magdeburg
Redebeiträge und Fotos sowie aktuelle Informationen des bundesweiten Gesprächsforums am 12. und 13. September 2014 in Magdeburg werden kontinuierlich auf www.dbk.de eingestellt. Nach den Beratungen der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wird Anfang Oktober 2014 der nächste Newsletter insbesondere zu Magdeburg erscheinen.
Fachtagung der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie
Wie in den vergangenen Jahren begleitet die Europäische Gesellschaft für Theologie das Jahresthema zum Gesprächsprozess mit einer Fachtagung. Diese steht vom 11. bis 12. September 2014 unter dem Thema „Martyria – den Glauben bezeugen in der Welt von heute“. Dabei werden zentrale Felder christlichen Zeugnisses in den Blick genommen. Referentinnen und Referenten aus verschiedenen theologischen Disziplinen führen in die Thematik ein. Hinweise zum Programm gibt es unter www.pthv.de
Vorträge von Fachtagungen zum Dialogprozess erschienen
Die von der Europäischen Gesellschaft für Theologie in den letzten Jahren durchgeführten Fachtagungen aus Anlass des Dialogprozesses sind jetzt auch in Buchform erschienen:

Martin Kirschner, Joachim Schmiedl: Diakonia. Der Dienst der Kirche in der Welt
(= Katholische Kirche im Dialog 1) Freiburg, Herder-Verlag 2013.

Martin Kirschner, Joachim Schmiedl: Liturgia. Die Feier des Glaubens zwischen Mysterium und Inkulturation (= Katholische Kirche im Dialog 2) Freiburg, Herder-Verlag 2014.
Kirchenstatistik 2013 veröffentlicht
Die Kirchenstatistik 2013 der deutschen Bistümer und der Deutschen Bischofskonferenz ist am 18. Juli 2014 veröffentlicht worden. Die Eckdaten des kirchlichen Lebens enthalten: Gottesdienstbesuch, Sakramentenspendung, Ein- und Austritte sowie Wiederaufnahmen in die Kirche. Anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen erklärte Kardinal Reinhard Marx: „Die aktuellen Zahlen sind schmerzlich und alle in der Kirche müssen das ernst nehmen für ihr Handeln. Das zweite Halbjahr 2013 hat offensichtlich zu einem Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust geführt. Der hohen Austrittszahl müssen wir begegnen, indem wir immer wieder versuchen, auf allen Ebenen Vertrauen zu schaffen durch gute und überzeugende Arbeit. Das gilt natürlich besonders auch für uns als Bischöfe und Priester.“ Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz bezeichnete die aktuelle Statistik als „Weckruf“, über den auch in der Bischofskonferenz gesprochen werden müsse.
Zu den Eckdaten des kirchlichen Lebens auf
www.dbk.de
Arbeitshilfe Zahlen und Fakten 2013/2014 erschienen
Anlässlich der Veröffentlichung der Kirchenstatistik 2013 ist parallel die Arbeitshilfe „Zahlen und Fakten 2013/2014“ im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz erschienen. Die Broschüre informiert über die Vielfalt des kirchlichen Lebens in Deutschland – von der Anzahl der Jugendlichen in der verbandlichen Jugendarbeit bis hin zu den Kirchenchören. Die Arbeitshilfe dient dazu, das Engagement der Kirche in der Öffentlichkeit darzustellen. Sie kann als Download unter www.dbk-shop.de abgerufen und dort sowie über broschueren@dbk.de auch in der Printfassung bestellt werden.
Jahr der Orden
Papst Franziskus hat die Einberufung eines „Jahres der Orden“ angekündigt. Es wird voraussichtlich am 1. Advent dieses Jahres eröffnet. Dazu hat die Deutsche Ordensobernkonferenz ein Logo vorgestellt, das zum Erkennungszeichen für das Jahr der Orden in Deutschland werden soll. Die Einzelinitiativen der Ordensgemeinschaften können so unter einem gemeinsamen Dach miteinander verbunden werden. Der Slogan „Für Gott. Für die Menschen. – Die Ordensgemeinschaften in Deutschland“ verweist auf die zwei Dimensionen der Berufung des Ordenslebens.
Informationen zum Jahr der Orden gibt es unter
www.orden.de. Zum Jahr der Orden wird später auch eine eigene Homepage unter www.jahrderorden.de erreichbar sein.
99. Deutscher Katholikentag in Regensburg
Eine positive Bilanz haben die Veranstalter zum Ende des 99. Deutschen Katholikentags in Regensburg gezogen. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, sprach von „einem starken Beitrag zum Brückenschlag in unserer Kirche“ und lobte die offene Gesprächskultur. An den fünf Tagen in Regensburg seien sich in einer bisher nie dagewesenen Breite und Vielfalt Menschen und Gruppen mit unterschiedlichsten Glaubenswegen und Frömmigkeitsformen begegnet. Kardinal Reinhard Marx sprach von einem „erfreulichen, Mut machenden Katholikentreffen“. Regensburg bringe nach schwierigen Jahren Rückenwind und Zuversicht für die Katholiken und sei ein wichtiger Schritt im innerkirchlichen Dialogprozess.
Texte und Fotos vom Katholikentag finden sich als Download unter
www.katholikentag.de.
Bischofssynode in Rom
Die dritte außerordentliche Generalversammlung der Bischofssynode findet vom 5. bis 19. Oktober 2014 im Vatikan statt. Sie steht unter dem Thema: „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“. Informationen rund um die Synode und frühere Bischofssynoden sind in einem Internetdossier auf www.dbk.de zusammengetragen. Während der Synode werden sich hier auch aktuelle Informationen finden. Außerdem sind auf der Internetseite die entsprechenden Vorbereitungsdokumente der Synode als Download abrufbar.
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil
In diesen Tagen vor 50 Jahren veröffentlichte Papst Paul VI. seine Antrittsenzyklika „Ecclesiam suam“ (6. August 1964). Diese Enzyklika befasst sich mit der Kirche, ihrer Erneuerung und ihrer Sendung in die Welt. Häufig fragt der Papst in der Enzyklika, wie der Dialog mit der Welt, der Gesellschaft, den Religionen und den Gläubigen selbst gelingen könne. Für ihn gilt als Leitfrage: „Es erhebt sich also die Frage, wie das Gespräch der Kirche mit den Menschen unserer Zeit zu führen ist. Es wird Sache des Konzils sein, dieses Problem in seiner Breite und Verflechtung darzustellen und so gut wie möglich zu lösen. Aber die Notwendigkeit, dieses Problem zu lösen, bildet für uns eine Last und zugleich einen Anreiz, ja ein ganz tiefes persönliches Anliegen, dass wir es uns und euch, die ihr dieses Anliegen nicht weniger aus Erfahrung kennt, irgendwie klarmachen möchten, um uns besser auf die Diskussionen und Beratungen vorzubereiten, die wir in einer so schwierigen und komplexen Sache mit euch gemeinsam im Konzil zu führen für richtig halten.“ Die Enzyklika sollte den Fortgang des Konzils wesentlich prägen.
Aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen zum 50. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils finden Sie fortlaufend unter
www.konzilskalender.de.
Drei Fragen an…
…Pfr. Stefan-B. Eirich, Geistlicher Rektor des Generalsekretariats des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
Dialogprozess bedeutet für mich …
… die reale Chance für eine dauerhafte Verständigungs- und Problemlösungskultur auf Augenhöhe zwischen Laien und Klerus.

Das Konzil ist heute für mich …
… die provozierende Anfrage mit Ausrufezeichen an mein Leben als Christ im Ineinander von Kirche und Welt.

Für die Kirche 2015 wünsche ich mir …
… (neben vielem anderen) bei Bischofsernennungen einen intensiven Dialog mit der Ortskirche und Transparenz im Auswahlverfahren.
Gebetsimpuls
„Gott macht den Anfang. Auch wenn wir nicht beten, ist er für uns da. Beten wir, sind wir vor Gott. Er lässt sich in allen Situationen ansprechen. Ihm dürfen wir unbefangen sagen, was uns bewegt. Wir können auch mit leeren Herzen vor Gott verharren. Wir müssen nicht viele Worte machen. Bisweilen werden wir still bleiben … Dennoch bleibt unser Beten immer Gnade und Geschenk.“

(aus: Neuausgabe des GOTTESLOB, S. 33)
In eigener Sache
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben jetzt die zweite Ausgabe 2014 des Newsletters des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz zum Gesprächsprozess „Im Heute glauben“ gelesen. Wir sagen wieder Danke für Ihre Anregungen und Rückmeldungen und wünschen Ihnen einen schönen Spätsommer.

Aktuelle Informationen rund um den Gesprächsprozess finden Sie wie gewohnt unter
www.dbk.de

Die Redaktion des Newsletters erreichen Sie unter der E-Mail:
newsletter@dbk.de.
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