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Newsletter 04/2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
vor wenigen Wochen hat in Würzburg die Abschlussveranstaltung des bundesweiten Gesprächsprozesses der Deutschen Bischofskonferenz stattgefunden. Einige Tage später haben sich die deutschen Bischöfe auf ihrer Herbst-Vollversammlung mit den Ergebnissen befasst. Mittlerweile ist die weltweit mit Spannung erwartete Bischofssynode in Rom gestartet. Über diese Ereignisse berichtet der Newsletter.

Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, war in Würzburg wichtig: Der Abschluss des Gesprächsprozesses ist „kein Punkt“, sondern „ein Doppelpunkt“. Das Engagement geht weiter und vor allem die vielen durch den Gesprächsprozess angestoßenen Initiativen in Bistümern, Kirchengemeinden, Verbänden und zahlreichen anderen Einrichtungen können gestärkt in die Zukunft blicken.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre unseres Newsletters und bitten Sie, im Gebet die Beratungen der römischen Bischofssynode zu begleiten.

Ihr Redaktionsteam

Newsletter vom 12. Oktober 2015
Gesprächprozess
Abschluss des Gesprächsprozesses in Würzburg: Dokumentation online
Mit einem feierlichen Gottesdienst und dem fünften bundesweiten Gesprächsforum am 11. und 12. September 2015 in Würzburg ist der Gesprächsprozess beendet worden. Unter dem Leitwort „Wer glaubt, ist nie allein“ hatten sich rund 300 Delegierte getroffen, um einen Abschlussbericht des Gesamtprozesses und Elemente für eine Botschaft der Bischöfe zu künftigen Schwerpunkten und Formen des innerkirchlichen Dialogs zu diskutieren.

Die umfassende Dokumentation der Veranstaltung in Würzburg, Textbeiträge, Fotos und eine Teilnehmerliste finden Sie aktuell unter www.dbk.de/themen/gespraechsprozess/dokumentation-wuerzburg.
Abschlussbericht des Gesprächsprozesses online und bald auch als Print verfügbar
Einer der beiden Schwerpunkte des Gesprächsforums in Würzburg war die Verabschiedung des Abschlussberichtes über den Verlauf und die Ergebnisse der Beratungen seit 2011. Vertreter der einzelnen Teilnehmergruppen des Gesprächsprozesses hatten den Bericht mit Mitarbeitern des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn entworfen. Der Bericht war allen Teilnehmern von Würzburg im Vorfeld mit der Bitte um Rückmeldungen zugesandt worden. Die Eingaben wurden dann von einem Redaktionskomitee geprüft und den Teilnehmern erneut zugeschickt. Die drei Teile des Berichtes (I. Der überdiözesane Gesprächsprozess: ein Beitrag zur Erneuerung der Kirche in Deutschland. II. Grundlagen und Leitgedanken einer kirchlichen Erneuerung. III. Bausteine und Anregungen für eine Reform des kirchlichen Lebens) wurden dann in Würzburg mit weiteren Änderungen von einer überwältigenden Mehrheit des Forums angenommen.

Der Bericht steht als Download unter www.dbk.de bereit. Er kann auch als Broschüre per Mail an dbk@azn.de vorbestellt werden.
Botschaft zum Gesprächsprozess
Neben den Abschlussbericht des Gesprächsprozesses wird als weiteres Element des Rück- und Ausblicks eine Botschaft der deutschen Bischöfe treten. Ziel dieser Botschaft ist es, sich die Perspektiven, die sich aus dem mehrjährigen Gesprächsprozess ergeben, auch künftig in den Blick zu nehmen. Elemente einer Botschaft der Bischöfe waren den Teilnehmern von Würzburg bereits im Vorfeld zugeschickt worden. Diese wurden rege diskutiert. Es ging dabei nicht um eine Abstimmung über diese Elemente, vielmehr sollten die Diskussionsteilnehmer die Möglichkeit erhalten, den Bischöfen „mit auf den Weg zu geben“, was für den weiteren Weg der Kirche notwendig sei. Die Bischöfe wollen den Text der Botschaft bei ihrer Sitzung des Ständigen Rates am 23./24. November 2015 beschließen.
Gesprächsprozess: Flüchtlinge nicht vergessen
Während des Würzburger Gesprächsforums stand neben der innerkirchlichen Debatte auch die aktuelle Flüchtlingssituation im Mittelpunkt des Interesses. Die rund 300 Delegierten in Würzburg verabschiedeten dazu eine Erklärung und ermutigten zu sichtbaren Zeichen der Solidarität: „Wir bitten unsere Kirchengemeinden und alle, die zu uns gehören, das ihnen Mögliche zu tun, um Flüchtlingen zu helfen und die Bereitschaft unserer Gesellschaft zum humanitären Engagement zu bewahren und zu stärken“, heißt es in der Erklärung.

Der Gesamttext ist zu finden unter www.dbk.de.
Zentralkomitee der deutschen Katholiken würdigt Gesprächsprozess
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, hat den Abschluss des Gesprächsprozesses positiv bewertet: „Die Offenheit und Klarheit, mit der die Situation der Kirche in Deutschland in dem Abschlussbericht beschrieben wird, sind ein Beleg für den Erfolg des Dialogs der letzten fünf Jahre. Noch im Jahr 2010 wäre ein solches Ergebnis undenkbar gewesen“, so Glück in einer Stellungnahme. „Vom Beginn in Mannheim bis in die Schlussabstimmung in Würzburg ist deutlich geworden, wie groß die Übereinstimmung in einem breiten Spektrum der aktiven Katholiken in unserer Kirche darüber ist, in welcher Situation unsere Kirche steht und was zu tun ist.“

Die Würdigung von Alois Glück finden Sie unter www.zdk.de.
Frucht des Gesprächsprozesses: Gemeinsam Kirche sein
Anlässlich der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz ist am 23. September 2015 in Fulda das Dokument „Gemeinsam Kirche sein – Wort der deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral“ vorgestellt worden. Hintergrund für den Text ist eine Verständigung der Bischöfe aus dem Jahr 2011, aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils eine neue Lektüre der Konzilsdokumente vorzunehmen. „Gemeinsam Kirche sein“ will den Weg betrachten, auf dem sich die Menschen in den (Erz-)Bistümern Deutschlands befinden: den Weg von der Volkskirche zu einer Kirche des Volkes Gottes. Während des mehrjährigen bundesweiten Gesprächsprozesses entstand das Dokument und versteht sich als ein Ergebnis dieses Prozesses.

Das Dokument kann als Heft bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden: www.dbk-shop.de.
Herbst-Vollversammlung der Bischofskonferenz diskutiert Gesprächsprozess
Während der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 21. bis 24. September 2015 in Fulda war eines der Themen auch der Abschluss des Gesprächsprozesses. Kardinal Reinhard Marx betonte: „Es gibt eine lehrende, vor allem aber auch eine lernende Kirche. Lehren und Lernen gehören zu einem Kommunikationsprozess, den die Kirche fortsetzen will. Dieser Kommunikationsprozess ist auch ein geistlicher Weg … Für die Zukunft ist es wichtig, Sprachformen weiterzuentwickeln, die die Einheit der Kirche fördern und nicht gefährden oder gar in Frage stellen. Eine Kirche aber, die um sich selbst kreist, wird ihre Relevanz verlieren und belanglos werden. Wir stehen in einer Sendung, die uns der Welt und den Menschen zugewandt sein lässt. Nun geht es darum, an die Ergebnisse der vergangenen Jahre anzuknüpfen.“

Weitere Themen der Beratungen in Fulda sind im Pressebericht zu finden, der unter www.dbk.de/presse/presseberichte-vollversammlungen heruntergeladen werden kann.
Festakademie 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil
Zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung haben die deutschen Bischöfe am 24. September 2015 das 50-jährige Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert. In seiner Rede rief Kardinal Karl Lehmann zu einer Besinnung auf das Konzil als ein geistiges und geistliches Erbe auf, „das wir der Vergesslichkeit unserer schnelllebigen Gesellschaft entreißen und in Dankbarkeit neu annehmen wollen. Solche Erinnerung führt uns durch Verkrustungen aller Art wieder zurück zu den unverbrauchten Quellen christlichen Lebens, vor allem zum Wort Gottes. So kann die Erinnerung neue schöpferische Kräfte entbinden, die faszinierender und wagemutiger sind als die neuesten Moden des Zeitgeistes, die morgen schon wieder von gestern sind. In diesem Sinne ist das Gedächtnis des Konzils ein herausforderndes Abenteuer, das die Wachheit und Bereitschaft, die Umkehrfähigkeit und die Sensibilität unseres Glaubens auf die Probe stellt. Gerade darum tut lebendige Erinnerung not. Es ist gewiss auch die Chance für eine reinigende Gewissenserforschung“.

Die Rede von Kardinal Lehmann zum Konzilsjubiläum ist unter www.dbk.de verfügbar. Videos des Festaktes können Sie sich unter www.dbk.de/presse/videobeitraege ansehen.
Zukunftsgespräch im Bistum Osnabrück
Unter dem biblischen Leitwort „Damit sie zu Atem kommen“ (Ex 23,12) hat im Bistum Osnabrück am 25. September 2015 ein „Zukunftsgespräch“ begonnen. Es dauert ein Jahr und soll Elemente des bundesweiten Gesprächsprozesses aufnehmen. An der Auftaktveranstaltung nahmen mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode 150 Delegierte als Vertreter aus den kirchlichen Verbänden, dem Katholikenrat, dem Priesterrat und der Bistumsleitung teil.

Mehr Informationen unter www.zu-atem-kommen.de.
Bischofssynode in Rom eröffnet
Mit einem feierlichen Gottesdienst im Petersdom ist am 4. Oktober 2015 die XIV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ eröffnet worden. Papst Franziskus ermutigte die rund 270 Bischöfe der Weltkirche, zu denen zahlreiche Fachleute aus aller Welt hinzukommen, die Familie mit allen Facetten und gesellschaftlichen Wirklichkeiten in den Blick zu nehmen. Dabei gehe es immer auch um den Menschen, der fällt: „Die Kirche muss ihn suchen, ihn aufnehmen, ihn begleiten, denn eine Kirche mit verschlossenen Türen verrät sich selbst und ihre Sendung, und anstatt eine Brücke zu sein, wird sie eine Barriere“, so der Papst in seiner Predigt.

Aktuelle Informationen zur Synode gibt es im Dossier auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz unter www.dbk.de/themen/bischofssynode.
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil
Am 14. September 1965 beginnt die 4. Sitzungsperiode des Konzils. Sie wird die letzte sein, bevor das Konzil am 8. Dezember endet. Drei Dokumente werden am 28. Oktober 1965 verabschiedet: Perfectae caritatis – Dekret über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens. Nostra aetate – Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Optatam totius – Dekret über die Ausbildung der Priester.

Informationen zum Konzilsjubiläum und aktuelle Veranstaltungen unter www.konzilskalender.de
Drei Fragen an…
P. Dr. Hans Langendörfer SJ
Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz

Dialogprozess bedeutet für mich …
… aus dem Gefühl der Ferne zwischen Gläubigen, Priestern und Bischöfen herauszufinden und sich auf der Grundlage gemeinsamer, tätiger Hinwendung zu Gott und den Menschen gegenseitig ernst zu nehmen.

Das Konzil ist heute für mich…
… der große und bleibende Impuls meiner Jugend zu Glaube und Gottvertrauen, zu Glaubensdurchdringung und Gottesdienst, der mich auch heute noch trägt.

Für die Kirche 2015 wünsche ich mir…,
… eine gemeinsame Vision vom Willen Gottes in dieser aufgewühlten Zeit und die Bereitschaft, auf den Ruf Christi vielfältig und doch geeint zu antworten.
Gebetsimpuls
„Lehre uns, was wir tun sollen, weise uns, wohin wir gehen sollen, zeige uns, was wir wirken müssen, damit wir durch deine Hilfe dir in allem wohl gefallen! Du allein sollst unsere Urteile wollen und vollbringen, denn du allein trägst mit dem Vater und dem Sohne den Namen der Herrlichkeit. Der du die Wahrheit über alles andere liebst, lass nicht zu, dass wir durcheinanderbringen, was du geordnet hast! Unwissenheit soll uns nicht irreleiten, Beifall den Menschen nicht verführen, Bestechlichkeit und falsche Rücksichten sollen uns nicht verderben. Deine Gnade allein möge uns binden an dich. Lass uns eins sein in dir und nicht abweichen von der Wahrheit."

(aus dem Gebet der Teilnehmer des Zweiten Vatikanischen Konzils, das vor jeder Sitzung von den Konzilsvätern gebetet wurde)
In eigener Sache
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben nun die vierte Ausgabe 2015 des Newsletters des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz zum Gesprächsprozess „Im Heute glauben“ gelesen. Wir bedanken uns sehr für Ihr Interesse und Ihre Anregungen.

Aktuelle Informationen rund um den Gesprächsprozess finden Sie wie gewohnt unter www.dbk.de.

Die Redaktion des Newsletters erreichen Sie unter der E-Mail: newsletter@dbk.de.
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