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Newsletter 02/2016
Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen meldete UNHCR einen Höchststand der weltweiten Flüchtlingszahlen: So mussten im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 65 Millionen Menschen angesichts von Krieg, Terror und Verfolgung ihr Zuhause verlassen. Mehr als 60 Prozent dieser Menschen sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Der andere Teil sucht meist in den Nachbarländern von Krisenregionen Zuflucht, deren Einwohner häufig selbst von großer Armut betroffen sind. Während meiner Reise in den Libanon im Juli 2016 habe ich erlebt, was dies bedeutet: Das kleine Nachbarland von Syrien hat mittlerweile mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen – und das bei einer Bevölkerungszahl von 4,8 Millionen Menschen.

Die Solidarität der libanesischen Bevölkerung sowie der Einsatz der Kirche und der Hilfsorganisationen vor Ort sind beeindruckend. Auch Europa muss sich seiner Verantwortung gegenüber Schutzsuchenden stellen. Dazu gehört es, Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen Perspektiven in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Gelingende Integration setzt gesellschaftliche Teilhabe voraus – im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt, im Wohnumfeld und in der Gemeinde. Gleichzeitig müssen wir zudem über die Werte und Normen sprechen, die unsere pluralistische Gesellschaft zusammenhalten. Die Kirche, ihre Einrichtungen und Sie als Ehrenamtliche helfen dabei, diese Vorhaben umzusetzen.

Auch in diesem Newsletter möchte ich über das weite Spektrum kirchlicher Aktivitäten in der Flüchtlingshilfe und meine Aktivitäten als Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen berichten. Zudem sollen „Best-Practice-Beispiele“ aus dem Feld interreligiöser Initiativen in der Flüchtlingshilfe vorgestellt und die Stellungnahmen des Katholischen Büros Berlin und des Deutschen Caritasverbandes zum Integrationsgesetz bekanntgemacht werden. Wenn Sie uns Anregungen für zukünftige Newsletter-Ausgaben oder ein Feedback zum vorliegenden Newsletter zukommen lassen wollen, können Sie sich gerne über die unten angegebene E-Mail-Adresse mit uns in Verbindung setzen.

Mein Arbeitsstab und ich wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Erzbischof Dr. Stefan Heße

Newsletter vom 30. August 2016
Aktivitäten des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen
„Weißt du, wer ich bin?“ Ein Projekt für interreligiöse Kooperation in der Flüchtlingshilfe
Bei der Auftaktveranstaltung in der Katholischen Akademie in Berlin präsentierte Erzbischof Dr. Stefan Heße die Neuauflage der Initiative „Weißt du, wer ich bin?“. Das von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden und vier muslimischen Verbänden getragene Projekt fördert in diesem Jahr interreligiöse Kooperationen in der Flüchtlingshilfe. Auf diese Weise wollen die drei Religionen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und zum Aufbau von Toleranz und Respekt zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur beitragen. Bei der Umsetzung sind Phantasie und Kreativität gewünscht: Vom interkulturellen Fest mit Flüchtlingen, dem interreligiösen Austausch bis hin zu gemeinsamen Freizeit- und Bildungsangeboten sind Projektideen willkommen. Das Bundesministerium des Innern stellt „Weißt du, wer ich bin?“ im Jahr 2016 insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung; lokale Initiativen von Christen, Muslimen und Juden können sich noch bis Jahresende um eine Förderung von bis zu 15.000 Euro bewerben. Auf der Internetseite können Sie sich über die Förderrichtlinien und bereits geförderte Projekte informieren sowie Bewerbungsunterlagen herunterladen.

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Zur Pressemitteilung
Zum Grußwort von Erzbischof Heße
Reise in den Libanon
Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen ist vom 15. bis 18. Juli 2016 in den Libanon gereist, um vor Ort kirchliche Hilfsprojekte für syrische und irakische Flüchtlinge zu besuchen und sich aus erster Hand über die humanitäre und politische Situation vor Ort zu informieren. Vom vielfältigen Einsatz der kirchlichen Hilfsorganisationen sowie der Solidarität der Libanesen gegenüber den mehr als 1,2 Millionen Flüchtlingen war Erzbischof Heße beeindruckt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die europäischen Länder die Erstaufnahmeländer im Nahen Osten weiterhin angemessen unterstützen müssen, damit die Versorgung der Flüchtlinge und die Stabilität des Landes gewährleistet bleiben. Auch der Einsatz für den interreligiösen Dialog dient dem gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. Erzbischof Heße stellte während seiner Reise fest, dass interreligiöse und interkulturelle Kompetenz auch in Deutschland entscheidende Faktoren für gelingende Integration sind.

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Zweiter Katholischer Flüchtlingsgipfel
Am 29. September 2016 veranstaltet der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen in Frankfurt am Main den Zweiten Katholischen Flüchtlingsgipfel, um mit Experten, Praktikern und Ehrenamtlichen in der kirchlichen Flüchtlingshilfe zu diskutieren, wie die Integration von Flüchtlingen gelingen und welchen Beitrag die Kirche dazu leisten kann. Auf dem Gipfel sollen vor allem Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenhalts diskutiert werden. In einem Impulsvortrag wird Privatdozent Dr. Uwe Hunger von der Universität Münster die unterschiedlichen Facetten des Integrationsbegriffs vorstellen. Während einer anschließenden Arbeitsgruppenphase führen Fachleute in einzelne Aufgabenfelder der kirchlichen Flüchtlingshilfe ein. Um die Vernetzung zwischen den (Erz-)Bistümern voranzutreiben und den Austausch von „Best-Practice-Beispielen“ zu ermöglichen, findet im Vorfeld des Flüchtlingsgipfels erstmalig ein Vernetzungstreffen der diözesanen Flüchtlingsbeauftragten statt.

Rückblick Erster Flüchtlingsgipfel
Überdiözesane Initiativen der kirchlichen Flüchtlingshilfe
Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) fordert mehr Mut zur Solidarität mit Flüchtlingen
Auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung vom 12. bis 15. Juni 2016 in Vallendar haben sich die Ordensgemeinschaften in Deutschland aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema „Flucht und Leben in der Fremde“ befasst. Bei einem Workshop zu den Leitsätzen des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge wurde deutlich, wie die Ordensleute den christlichen Auftrag zur Fürsorge von Migranten und Flüchtlingen mit Leben füllen. So beherbergen verschiedene Klöster mindestens 2.600 Flüchtlinge; einige Orden sind weiterhin bereit, Schutzsuchende aufzunehmen. Mit seelsorgerischer Kompetenz vermitteln Ordensleute den geflüchteten Menschen häufig zum ersten Mal nach langer Zeit ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dies gilt für besonders schutzbedürftige Gruppen wie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Basierend auf den guten Erfahrungen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit und den interkulturellen Kompetenzen vieler Ordensleute ermutigen die Ordensgemeinschaften unsere Gesellschaft zu einer „Kultur der Begegnung“. In einer Resolution greift die DOK bestehende Ängste und Vorbehalte der Gesellschaft gegenüber Fremden auf und setzt diesen die Losung „Fürchtet Euch nicht!“ entgegen.

Zur Resolution
Vernetzungstreffen der Katholischen Hochschulgemeinden
Vom 24. bis 26. Juni 2016 haben sich in Würzburg Vertreter der Hochschulgemeinden und Studierendengruppen getroffen, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe engagieren. Bereits seit einem Jahr setzen sich verschiedene Katholische Hochschulgemeinden dafür ein, dass schutzsuchende Menschen angemessen aufgenommen werden und Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe erhalten. Das Engagement der Studierenden, junge Geflüchtete beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen und ihnen zu helfen, ein Studium in Deutschland aufzunehmen, hält nach wie vor an. Für den Zeitraum vom 24. bis 30. Oktober 2016 plant die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Hochschulgemeinden erstmals eine bundesweite Aktionswoche zum Thema „Flucht und Migration“. Mit gemeinsamen Aktionen und Gottesdiensten wollen die Studierenden zeigen, dass sie sich weiterhin für Flüchtlinge einsetzen und für ein weltoffenes Deutschland eintreten.

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Mit vereinten Kräften – das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete
Ein „Netzwerk für Geflüchtete“ haben das Kolpingwerk Deutschland, der Verband der Kolpinghäuser und der Verband der Kolping-Bildungsunternehmen gegründet, um die vielfältigen verbandlichen Ressourcen in der Flüchtlingshilfe zu bündeln. Das Netzwerk unterstützt Flüchtlinge, vor allem unbegleitete Minderjährige, in den Bereichen Wohnen, Begleiten, Bilden und Zusammenleben. Im „News-Archiv“ wird dokumentiert, auf welche Weise Kolping Angebote für Geflüchtete schafft, die das Einleben und die Integration erleichtern. Dazu zählen neben Freizeitaktivitäten und Informationsabenden auch größere Veranstaltungen wie eine Familienfreizeit und eine Sommerakademie mit Flüchtlingen. Die Kolpingjugend setzt sich mit ihrer Aktion #zeichensein zudem für eine Willkommenskultur und gegen Fremdenfeindlichkeit ein. In den kommenden zwei Jahren ist das Kolping Netzwerk für Geflüchtete mit einer „Roadshow“ in ganz Deutschland unterwegs, um vor Ort über die Themen Migration und Flucht zu informieren. Darüber hinaus finden am 10. September 2016 in Köln und am 24. September 2016 in Nürnberg überregionale Vernetzungstreffen statt.

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Zum News-Archiv
Einladung zum Vernetzungstreffen
Politische Positionen zu den Themen Flucht, Migration und Integration
Stellungnahme zur Situation von Christen und religiösen Minderheiten in Asylbewerberunterkünften
In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Stimmen laut, dass christliche Flüchtlinge in deutschen Asylbewerberunterkünften diskriminiert und bedrängt werden. Selbstverständlich setzt sich die Kirche in Deutschland dafür ein, dass Christen in unserem Land, aber auch weltweit, aufgrund ihres Glaubens keine Ausgrenzung oder Bedrängung erfahren. Die enge Verbundenheit mit christlichen Flüchtlingen als Schwestern und Brüder im Glauben hat die Deutsche Bischofskonferenz in den Leitsätzen des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge betont. Um ein differenziertes Bild der Situation zu erhalten, hat das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz eigene Informationen eingeholt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer Umfrage in allen (Erz-)Bistümern sowie einer Expertenanhörung haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, am 12. Juli 2016 eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht. Diese macht deutlich, dass es keine strukturelle Verfolgung von christlichen Flüchtlingen in Deutschland gibt, wohl aber ernst zu nehmende Einzelfälle. Die beiden Vorsitzenden geben Empfehlungen, die darauf abzielen, die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben in den Flüchtlingsunterkünften zu schaffen und gefährdete Personen besonders zu schützen.

Zur Stellungnahme
Stellungnahmen des Katholischen Büros Berlin und des Deutschen Caritasverbandes zum Integrationsgesetz
Am 8. August 2016 ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Integrationsgesetz in Kraft getreten, das dazu beitragen soll, die Integration von Flüchtlingen in Deutschland zu erleichtern. Das Katholische Büro in Berlin und der Deutsche Caritasverband haben die Ausrichtung des Gesetzes an der Prämisse „Fördern und Fordern“ vorab kommentiert und einzelne Vorhaben kritisch bewertet. In der Stellungnahme des Leiters des Katholischen Büros Berlin und des Bevollmächtigen des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begrüßen die Kirchen, dass Asylsuchende nun frühzeitig Zugang zu Sprach- und Integrationskursen erhalten sollen. Gleichzeitig äußern sie Bedenken gegenüber den Sanktionen, die für diejenigen gelten, die Integrationsmaßnahmen verweigern. Hier werde unterstellt, dass viele Asylsuchende und Flüchtlinge kein Interesse haben, sich in Deutschland zu integrieren. In der Praxis zeige sich jedoch, dass es stattdessen noch immer an ausreichenden Angeboten für Sprach- und Integrationskurse mangelt.

Zur Stellungnahme 

Der Deutsche Caritasverband hebt die Verbesserungen bei der Arbeitsmarktintegration von Asylsuchenden und Geduldeten im Integrationsgesetz positiv hervor. Die Einführung einer Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge sieht er aus rechtlichen und integrationspolitischen Gründen kritisch. Darüber hinaus begrüßt der Verband, dass der Bundesrat die Abstimmung zum Gesetz über die sicheren Herkunftsstaaten vertagt hat. So kann das Gesetz, das vorsieht, dass Tunesien, Marokko und Algerien zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt werden, nochmals kritisch diskutiert werden.

Zur Stellungnahme Integrationsgesetz
Zur Stellungnahme sichere Herkunftsstaaten 
Gut gemacht!
Flüchtlingsinitiativen im Bereich der interreligiösen Kooperation
Ein guter und wertschätzender Umgang zwischen Christen, Juden und Muslimen stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und trägt zu einem friedlichen Miteinander bei. Um diese Erfahrungen auch Flüchtlingen zugänglich zu machen, fördert die Initiative „Weißt du, wer ich bin?“ in diesem Jahr, wie oben beschrieben, interreligiöse Kooperationen in der Flüchtlingshilfe. Um ein Kennenlernen der Religionsgemeinschaften anzuregen und den Dialog zu ermöglichen, gibt es in der Praxis vielfältige Zugänge und Initiativen: So schafft gemeinsames Musizieren und Singen eine Verbindung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur. Ein Baucamp für deutsche Jugendliche und junge Flüchtlinge ist ein Beispiel dafür, dass man zusammen viel bewegen kann. Auch im spirituellen Bereich ist Begegnung möglich, so finden an vielen Orten in Deutschland Friedensgebete statt. Im Folgenden finden Sie einige „Best-Practice-Beispiele“ als Anregungen für weitere interreligiöse Kooperationen in der Flüchtlingshilfe:

Interreligiöses Konzert mit Flüchtlingen am 18. September 2016 in der Dresdener Kreuzkirche, Bündnis Inter-Religiöses Dresden e.V.

Fugato. Wie klingt Zusammenleben? Ein Projekt der Württembergischen Philharmonie Reutlingen in Kooperation mit Trimum, einem interreligiösen musikalischen Gemeinschaftsprojekt

Gemeinsame Baucamps von deutschen Jugendlichen und jungen Flüchtlingen, Internationaler Bauorden

Religionsübergreifende Wallfahrt zur Pforte der Barmherzigkeit der Pfarrkirche Heilig Blut in Rosenheim, Erzbistum München und Freising

Christen und Muslime, Einheimische und Geflüchtete beten für den Frieden, Bonn-Melbtal
Im Dialog
Den Menschen dienen
Als die Gläubigen der im November 2014 neu gegründeten Pfarrei St. Antonius Rheine über ihr Leitbild sprachen, zu dessen Kernbotschaft es gehört, „den Menschen in all ihren Lebenslagen zu dienen und sich vorrangig für Hilfsbedürftige und Benachteiligte einzusetzen“, war die Diskussion eher abstrakt. Mit den immer mehr zu uns kommenden Flüchtlingen und deren Unterstützung im Integrationsprozess waren die Pfarreimitglieder plötzlich gefordert, den selbstgewählten Anspruch konkret im Alltag zu beweisen. Der spontan vom Pfarreirat eingesetzte „Arbeitskreis Willkommenskultur“ organisierte Sprachhilfen in Grundschulen, half mit vielen Freiwilligen beim Aufbau einer Kleiderkammer und entwickelte ein wöchentlich geöffnetes Sprachcafé, in dem die Betreuung von Kindern, individuelle Hilfen und konkrete Unterstützungen zur Integration angeboten werden.

Durch die Mitarbeit im Lenkungskreis „Flüchtlingsarbeit Kirchen/Caritas“, dem die katholischen Pfarreien des Dekanats Rheine und die evangelischen Kirchengemeinden der Stadt angehören, werden mit Unterstützung des Bistums Münster und des Diözesan-Caritasverbandes Fortbildungen und Stärkung der ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe ermöglicht.

Das Leben im Basilika-Forum, dem Gemeindezentrum im Schatten der Antonius-Basilika, ist bunter und lebendiger geworden. Und immer wieder schauen neugierig gewordene Christen durch die Tür und lassen sich von den Menschen anstecken, die aktiv ihren Glauben bekennen und Hilfe leisten. – Es bereitet Freude, an dieser Aufgabe mitwirken zu können.

Autor: Bernd Weber, Kirchenvorstand und Mitglied im Lenkungskreis „Flüchtlingsarbeit Kirchen/Caritas“, Rheine
Veranstaltungstipps und Informationen
Angebote für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer
Es ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft, dass sich in der kirchlichen Flüchtlingshilfe zahlreiche ehrenamtliche Helfer einbringen. Positive Begegnungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen helfen, Vorurteile abzubauen, und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dies geht in der Praxis mit teils großen Herausforderungen einher: Zum einen müssen ehrenamtliche Helfer die schwer belastenden Lebensgeschichten der Geflüchteten verkraften. Zum anderen setzt die Arbeit mit Schutzsuchenden und Traumatisierten ein hohes Maß an interkultureller Kompetenz, Fachwissen und Belastbarkeit voraus. Daher ist es wichtig, dass die Helfer Unterstützung durch kompetente Ansprechpartner erfahren und sich in entsprechenden Schulungen fortbilden können. Auswahl von Fortbildungsangeboten für Ehrenamtliche:
  • Zertifizierte Fortbildung zu ehrenamtlichen Integrationsbegleitern, Bildungswerk im Bistum Erfurt. Mehr Informationen
  • Flucht und Gewalt färben ab! Wie mit Zuversicht und Selbstfürsorge weiterarbeiten?! Katholisches Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg, 2. bis 3. September 2016, Bistum Aachen. Mehr Informationen
  • Interkulturelles Training. Interaktive Methoden als helfende Unterstützung in der Arbeit mit geflüchteten Menschen, 24. September 2016, Erzbistum Berlin. Mehr Informationen
  • Interreligiöser Dialog in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, 16. bis 17. September 2016, Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen, Bistum Münster. Mehr Informationen
  • Wenn Klima und Umwelt Menschen vertreiben. Themenabend zu klimabedingten Migrationsursachen, 29. September 2016, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen. Mehr Informationen
  • Basisseminar Flüchtlingsarbeit – kostenfreies Online-Seminar, Anmeldeschluss am 1. Oktober 2016, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. Mehr Informationen
  • Offene Gesprächsrunde für ehrenamtliche und berufliche Flüchtlingshelfer, monatliches Angebot der Augsburger Gesellschaft für Psychotherapie e. V., Bistum Augsburg.
    Mehr Informationen
  • Hand in Hand 2. Fortbildungsangebote für freiwillig Engagierte in der Flüchtlingsarbeit, gemeinsam entwickelt von der Ehrenamtsakademie im Evangelischen Dekanat Kronberg, dem Katholischen Bezirk Main-Taunus, dem Diakonischen Werk Main-Taunus und der Caritas Main-Taunus. Mehr Informationen
  • „In guter Gesellschaft. Menschen auf der Flucht und ihre Integration in Deutschland“, Tagung vom 14. bis 16. Oktober 2016 in der Universität Köln, Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen/Bildungswerk des Erzbistums Köln. Mehr Informationen
  • Entängstigt euch! Die Flüchtlinge und das christliche Abendland, Vortrag von Prof. Paul Zulehner, 17. Oktober 2016 in Hermeskeil, Bistum Trier. Mehr Informationen
Gebetsimpuls
Aus dem Gebet von Papst Franziskus für die Opfer von Flucht und Verfolgung
Papst Franziskus hat das Gebet bei der Begegnung mit Flüchtlingen am 16. April 2016 auf der griechischen Insel Lesbos gesprochen. Darin heißt es:

Barmherziger Gott,

wir bitten Dich für alle Männer, Frauen und Kinder,
die nach dem Verlassen ihrer Heimat
auf der Suche nach einem besseren Leben gestorben sind.
Auch wenn viele ihrer Gräber keinen Namen tragen,
ist doch jeder von ihnen Dir bekannt,
von Dir geliebt und erwählt.
Mögen wir sie nie vergessen, sondern ihr Opfer ehren,
mit Taten mehr als mit Worten.


Das gesamte Gebet von Papst Franziskus wurde als Gebetszettel von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht.

Zum Gebetszettel
Gebetszettel bestellen oder pdf-Datei herunterladen 
In eigener Sache
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben nun die zweite Ausgabe 2016 des Newsletters des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen gelesen. Wir bedanken uns sehr für Ihr Interesse. Falls Sie weitere Personen auf diesen Newsletter aufmerksam machen möchten, können Sie gerne auf die Internetseite zur Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche hinweisen. Dort können sich Interessierte unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de für den Newsletter eintragen. 

Aktuelle Informationen rund um die Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche finden Sie unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de.

Sollten Sie Anregungen für die inhaltliche Gestaltung des Newsletters haben, erreichen Sie die Redaktion per E-Mail unter newsletter-fluechtlingshilfe@dbk.de.
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