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Newsletter 01/2017
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn wir in diesen Tagen über Migration und Flucht sprechen, dann können wir die europäische Dimension nicht außer Acht lassen. Weiterhin versuchen Tausende Menschen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Zugleich werden immer noch in vielen Ländern – auch in Deutschland – Ressentiments gegenüber Flüchtlingen und Migranten geschürt. Dabei erleben wir, dass das Bild schutzsuchender Menschen umgedeutet wird: Anstelle ihrer Schutzbedürftigkeit und ihrer Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit und Freiheit werden Gefahren der Zuwanderung und Ängste vor dem Fremden in den Mittelpunkt gestellt. Mit großer Sorge nehme ich Tendenzen zu nationaler Abschottung wahr. Dabei ist es mehr denn je das Gebot der Stunde, gemeinsam nach europäischen oder globalen Lösungen zu suchen.

Für uns Christen sind bedrängte und hilfsbedürftige Personen unsere Nächsten. Es ist Christus selbst, der uns in ihnen begegnet. Daher treten wir für einen menschenwürdigen Umgang mit Schutzsuchenden weltweit ein. So unterschiedlich ihre Hintergründe auch sein mögen – es eint sie der Wunsch, dass in ihren Heimatländern eines Tages Gerechtigkeit und Frieden herrschen mögen.

Für einige gibt es jedoch auf längere Sicht keine verantwortbare Option auf Rückkehr. Wir müssen sie deshalb dabei unterstützen, bei uns eine neue Heimat zu finden. Dazu gehört die Vermittlung der Werte unserer pluralen Gesellschaft ebenso wie die Integration ins Bildungssystem, in den Arbeitsmarkt und in das Gemeinwesen. Darüber hinaus muss es der Kirche immer auch um die seelsorglichen Bedürfnisse von Menschen gehen, die Kraft und Halt im Glauben suchen.

Im neuen Newsletter möchte ich auf Entwicklungen in der kirchlichen Flüchtlingshilfe – insbesondere Best-Practice-Projekte im Bereich der Arbeitsmarktintegration sowie der interreligiösen Zusammenarbeit – aufmerksam machen.

Herzlich lade ich Sie für den 4. Mai zum Kongress der Allianz für Weltoffenheit in Köln ein, an dem ich für die Deutsche Bischofskonferenz teilnehmen werde. Er steht unter dem Leitthema „Gemeinsam für gelebte Demokratie“ und soll die Vielfalt des zivilgesellschaftlichen und religiösen Engagements in unserem Land sichtbar machen. Weitere Informationen finden Sie in diesem Newsletter.

Wenn Sie uns Anregungen für zukünftige Newsletter-Ausgaben oder ein Feedback zukommen lassen möchten, können Sie sich gerne über die unten angegebene E-Mail-Adresse mit uns in Verbindung setzen. Mein Arbeitsstab und ich wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Erzbischof Dr. Stefan Heße

Newsletter vom 3. Mai 2017
Aktivitäten des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen
Kirchliches Engagement für Flüchtlinge
Auf der diesjährigen Frühjahrs-Vollversammlung vom 6. bis 9. März 2017 in Bensberg berichtete Erzbischof Dr. Stefan Heße über Entwicklungen der kirchlichen Flüchtlingshilfe, u. a. im Bereich finanzieller Sondermittel. Darüber hinaus betonte er, dass sich das haupt- und ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge und Asylbewerber vielerorts zu einer lebendigen Integrationskultur weiterentwickelt hat. Fragen der seelsorglichen Begleitung, der Förderung gesellschaftlicher Teilhabe sowie der interreligiösen Zusammenarbeit haben eine besondere Bedeutung für das kirchliche Handeln. Zudem leisten die katholischen Hilfswerke einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Not in den Krisenregionen.

Zum Pressebericht
Zu den Zahlen
Mehr Informationen
Welttag des Migranten und des Flüchtlings
Laut UNICEF sind weltweit fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche auf der Flucht. Sie leiden in besonderer Weise unter den Folgen von Gewalt, Terror, Krieg und Hunger. Ihre leidvollen Erfahrungen hat Papst Franziskus beim diesjährigen Welttag des Migranten und des Flüchtlings (15. Januar 2017) in den Mittelpunkt gestellt und an ihre Bedürfnisse und Rechte erinnert. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben Erzbischof Heße und Bischof Georges Colomb (La Rochelle), zuständig für die Migrantenpastoral in der Französischen Bischofskonferenz, die Botschaft des Heiligen Vaters („Minderjährige Migranten – verletzlich und ohne Stimme“) aufgegriffen. Dabei haben sie auch auf das Engagement der Kirche für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge verwiesen.

Zur Stellungnahme von Erzbischof Heße und Bischof Colomb
Zur Botschaft von Papst Franziskus
Katholisches Forum Leben in der Illegalität
Bei der Jahrestagung des Katholischen Forums Leben in der Illegalität im März 2017 ging es um Fragen der Gesundheitsversorgung von Menschen „ohne Papiere“. Dabei unterstrich Erzbischof Heße die Forderungen des aktuellen Positionspapiers des Forums: Auch Personen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität müssen ihren Anspruch auf medizinische Grundversorgung ohne Furcht vor Aufdeckung ihres Status und Abschiebung geltend machen können. Ebenfalls müssen alle schwangeren Frauen die Möglichkeit haben, ihr Kind frei von Angst auf die Welt zu bringen und die erforderliche Vor- und Nachsorge zu erhalten.

Zur Pressemitteilung
Zum Positionspapier des Katholischen Forums Leben in der Illegalität
Zum Impulsvortrag von Erzbischof Heße
Kirchliche Verantwortung für Menschen ohne Bleibeperspektive
Das Themenfeld „Rückkehr und Abschiebung“ rückt immer stärker in den Vordergrund. In den Leitsätzen des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge haben die deutschen Bischöfe betont, dass jeder Mensch, der bei uns Zuflucht sucht, Anspruch auf eines faires Verfahren und menschenwürdige Behandlung hat. Auch für diejenigen, die hier keine Bleibeperspektive haben, tragen wir Verantwortung. Für Aufmerksamkeit sorgten in letzter Zeit die Sammelabschiebungen nach Afghanistan. Als Reaktion auf die zweite Sammelabschiebung nach Afghanistan veröffentlichten der Vorsitzende der Migrationskommission, Erzbischof Heße, und der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland), eine gemeinsame Stellungnahme. Darin betonen sie, dass „kein Mensch in eine Region zurückgeschickt werden darf, in der sein Leben durch Krieg und Gewalt bedroht ist“.

Zur Pressemitteilung
Fortsetzung des interreligiösen Projektes „Weißt du, wer ich bin?“
Um interreligiöse Kooperationen in der Flüchtlingshilfe zu fördern, hat Erzbischof Heße im vergangenen Jahr angeregt, die Initiative „Weißt du, wer ich bin?“ neu aufzulegen. Auf diese Weise konnten insgesamt 32 lokale Projekte von Juden, Christen und Muslimen unterstützt werden. Die Initiative wird vom Bundesministerium des Innern finanziell gefördert. Neben den beiden Kirchen gehören auch orthodoxe und freikirchliche Vertreter zu den Projektpartnern. Außerdem sind Vertreter der Muslime und Juden an dem Projekt beteiligt. Eine Dokumentation der bisher geförderten Best-Practice-Projekte liegt nun vor. Da die Initiative „Weißt du, wer ich bin?“ in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll, können Projektanträge ab sofort wieder eingereicht werden.

Mit einem Projekt bewerben
Bislang geförderte Projekte
Engagement der katholischen Jugendverbände – „Aktion Zukunftszeit“
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, und Erzbischof Heße haben die Schirmherrschaft für die Aktion „Zukunftszeit – Gemeinsam für ein buntes Land“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) übernommen: Bis zur Bundestagswahl sind junge Menschen in den katholischen Jugendverbänden und darüber hinaus aufgerufen, 35.000 Stunden Engagement gegen Menschenfeindlichkeit und für die Integration von Geflüchteten zu sammeln.

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Zur Videobotschaft von Erzbischof Heße
Im Fokus
Roadshow zum Thema Integration
Seit April 2017 ist das Kolping Netzwerk für Geflüchtete mit einer Roadshow zum Thema Integration in Deutschland unterwegs. Die Roadshow mit dem Infomobil ist ein kostenloses Angebot, das überall und für jede Alters- und Zielgruppe einsetzbar ist. Das Infomobil wird von einer geschulten Fachkraft begleitet und kann ab sofort gebucht werden. Es ist möglich, die Roadshow als singuläre Veranstaltung zu planen oder aber mit weiteren Aktionen zu verbinden, zum Beispiel einem Gemeindefest oder einem Tag der Offenen Tür. Das Kolping-Team hilft gerne bei der Planung.

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Zum Flyer
Caritas Jahreskampagne 2017 – Zusammen sind wir Heimat
Mit der diesjährigen Jahreskampagne möchte der Deutsche Caritasverband ein Zeichen für eine vielfältige und offene Gesellschaft setzen: Unter dem Leitthema „Zusammen sind wir Heimat“ wirbt die Caritas dafür, sich mit Fragen eines guten Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Mit unterschiedlichen Materialien wird dabei gezeigt, wie verschiedene Menschen an vielen Orten in Deutschland dazu beitragen, einen neuen Heimatbegriff zu prägen: Das ist Deutschland 2017.

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Engagement katholischer Jugendverbände für Integration
Die langfristige Integration junger Geflüchteter ist ein großes Anliegen der katholischen Jugendverbände. Ob mit interkulturellen Ferienfreizeiten und Fußballturnieren oder Workshops zur Argumentation gegen Stammtischparolen – das Engagement ist vielfältig und groß. Nun präsentiert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Nordrhein-Westfalen alles Wissen und viele Methoden gebündelt in der App „zusammen.wachsen“. Darüber hinaus hat die Katholische Landjugendbewegung Bayern eine Broschüre herausgegeben: Sie zeigt, wie Integration auf dem Land gelingen kann.

Mehr Informationen zur App des BDKJ
Mehr Informationen zur Broschüre der KLJB
Wohnraum für Flüchtlinge
Das Bedürfnis nach einem eigenen Zuhause ist ein menschliches Grundbedürfnis. In der Themenreihe „Fluchtpunkte“ benennt der Deutsche Caritasverband Standards und Empfehlungen für die Unterbringung von Schutzsuchenden in Deutschland. Dabei werden unterschiedliche Unterbringungsformen von Erstaufnahmeeinrichtungen bis zu Einzelwohnungen vorgestellt. Auch wird der gesetzliche Änderungsbedarf benannt, um den Grundsatz „von der Unterbringung zum Wohnen“ zu verwirklichen. Denn die Versorgung mit Wohnraum ist entscheidend für die gesellschaftliche Teilhabe und gelingende Integration – dies gilt insbesondere für Flüchtlinge.

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Übersicht über die Reihe „Fluchtpunkte“
Einsatz für geflüchtete Frauen
In den Leitsätzen des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge betonen die deutschen Bischöfe die besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen auf der Flucht: Neben geschlechtsspezifischen Fluchtursachen besteht für Frauen die Gefahr, dass sie auf der Flucht Opfer von Gewalt, sexuellen Übergriffen oder Menschenhandel werden. In einem Positionspapier schärft der Katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Deutschland e. V. – IN VIA den Blick für ihre besonderen Bedürfnisse beim Ankommen und Einleben in Deutschland.

Zum Positionspapier
Übersicht über Flyer, Broschüren und Positionspapiere von IN VIA zum Thema Migration
Tagung der Generaloberinnen im Kloster Oberzell zum Thema Flucht
Bei ihrer Tagung vom 9. bis 13. März 2017 haben sich die Generaloberinnen schwerpunktmäßig dem Thema „Flüchtlinge“ gewidmet. Dabei wurde deutlich, dass sich die Ordensgemeinschaften nach wie vor für geflüchtete Menschen einsetzen. Viele Klöster haben schutzsuchende Personen aufgenommen. Die Oberinnen vertreten mehr als 10.000 Ordensfrauen von Kongregationen, deren Generalat in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg liegt.

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Themenreihe „Flucht” der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Fachstelle
Seit 2015 gibt die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle (KSZ) Themenhefte zu Fragen von Flucht, Migration und Integration heraus. In der Reihe „grüne Hefte“ finden sich neben sozialethischen Überlegungen auch Publikationen zur Ausbildung von Flüchtlingen, zu Fluchtursachen sowie zu Migration in Europa. Diese Themenhefte sind auf der Internetseite der KSZ verfügbar.

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Politische Positionen zu den Themen Flucht, Migration und Integration
Familiennachzug
Die Einheit der Familie ist für die Kirchen ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Mit dem Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren („Asylpaket II“) wurde der Familiennachzug zu subsidiär Geschützten zum 18. März 2016 für zwei Jahre ausgesetzt. Anlässlich der Sachverständigenanhörung im Innenausschuss äußern sich die beiden Kirchen zu dem Gesetzentwurf und dem Antrag, in denen die Probleme, die beim Familiennachzug bestehen, angesprochen werden sollen. In einer gemeinsamen Stellungnahme betonen die beiden Kirchen, dass sie sich seit Langem für die Ermöglichung des erleichterten Familiennachzugs – auch für subsidiär Geschützte – einsetzen. Denn die tatsächliche Lebenssituation von Flüchtlingen und subsidiär Geschützen unterscheidet sich nicht. In beiden Fällen trägt der Familiennachzug dazu bei, dass Integration im Aufnahmeland erleichtert wird, da die Sorge um die Familie nicht mehr den Alltag bestimmt. Beide Kirchen sprechen sich deutlich dafür aus, die Aussetzung des Familiennachzugs zu beenden.

Zur Stellungnahme
Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht
In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die beiden Kirchen Position zum Entwurf eines Gesetzes zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht bezogen. Ziel des Gesetzes ist es, durch gesetzgeberische Maßnahmen zusätzliche Verbesserungen im Bereich der Rückkehr zu erreichen. Die Kirchen betrachten dabei mit Sorge, dass in der aktuellen Diskussion der Eindruck vermittelt wird, dass alle Schutzsuchenden, über deren Asylantrag negativ entschieden wurde, tatsächlich abgeschoben werden können. Vor dem Hintergrund des Rechts auf Freiheit kritisieren die Kirchen zudem, dass der Ausreisegewahrsam auf zehn Tage verlängert werden soll. Darüber hinaus lehnen die Kirchen ab, dass den Ländern eingeräumt werden soll, Asylbewerber während ihres Asylverfahrens ausschließlich in Erstaufnahmeeinrichtungen unterzubringen.

Zur Stellungnahme
Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen
Die Minderjährigen-Ehe in Deutschland soll mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen abgeschafft werden. Auch im Ausland geschlossene Ehen zwischen Minderjährigen sollen aufgehoben bzw. für nichtig erklärt werden. Der Deutsche Caritasverband und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sprechen sich dafür aus, die jetzige Regelung zur Ehemündigkeit im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) beizubehalten. Sie schlagen vor, das Kindeswohl als Leitprinzip für die Entscheidung heranzuziehen. Dies kann in manchen Fällen auch bedeuten, die Ehe anzuerkennen.

Zur Stellungnahme
Ausweisung, Abschiebung und freiwillige Rückkehr
In Diskussionen über Rückkehr kommt regelmäßig die Frage auf, unter welchen Umständen Ausländer ausreisen müssen. Kann man straffällig gewordene Ausländer einfach abschieben? Und was bedeutet es, wenn die Abschiebung ausgesetzt ist? Ein Fact Sheet des Deutschen Caritasverbandes gibt Antworten auf diese Fragen.

Zum Fact Sheet
Gut gemacht!
Flüchtlingsinitiativen im Bereich der Arbeitsmarktintegration
Die Erwerbsarbeit ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und bildet die wirtschaftliche Grundlage für ein eigenständiges und selbstverantwortetes Leben. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen, fehlenden Unterlagen, Ausbildungsdefiziten oder unzureichenden Sprachkenntnissen sehen sich Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt vielfach mit Hindernissen konfrontiert. Daher unterstützen kirchliche Einrichtungen den beruflichen Einstieg von Zuwanderern: Neben Angeboten der Berufsorientierung und auf den Beruf ausgerichtete Sprachkurse geht es auch um die Ausbildungs- und Berufsbegleitung. Viele ehrenamtliche Helfer stehen geflüchteten Menschen als „Paten“ bzw. „Türöffner in die Arbeitswelt“ zur Seite. Darüber hinaus sollen auch Arbeitgeber – darunter auch kirchliche Einrichtungen – bei der Einstellung von Flüchtlingen bestärkt und begleitet werden. Im Folgenden finden Sie einige Best-Practice-Beispiele aus dem Bereich der Arbeitsmarktintegration:
  • Aktion „Werde Türöffner“ des Deutschen Caritasverbandes im November 2016.
    Mehr Informationen
  • Projekt „Willkommen Kollege! Willkommen Kollegin!“ der Aktion Neue Nachbarn im Erzbistum Köln. Mehr Informationen
  • Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region (FaiR), Caritasverband für die Stadt Koblenz. Mehr Informationen
  • Zentrale Beratungsstelle Arbeitsmarkt und Flüchtlinge (ZBS AuF), Caritas im Bistum Osnabrück. Mehr Informationen
  • Flüchtlinge erfolgreich ausbilden, Katholische Jugendfürsorge Augsburg.
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  • Bunte Pflege – Integration von Migranten in Pflegeberufe, Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH. Mehr Informationen
  • Qualifizierung von Geflüchteten zu Alltagsbegleitern, Caritasverband Mettmann.
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  • Lehrgang zum Altenpflegeassistenten für Personen mit Migrationshintergrund, Caritasberufsfachschule für Altenpflege in München. Mehr Informationen
  • Informationsheft „Neue Caritas“ (12/2016): Praxisleitfaden – Caritas als Arbeitgeber für Flüchtlinge. Mehr Informationen
Veranstaltungstipps und Informationen – Angebote für Aktive in der Flüchtlingshilfe
Kongress „Gemeinsam für gelebte Demokratie“ der Allianz für Weltoffenheit
Unter dem Leitthema „Gemeinsam für gelebte Demokratie“ veranstaltet die Allianz für Weltoffenheit, der die Deutsche Bischofskonferenz als einer von neun Bündnispartnern angehört, am 4. Mai 2017 einen Kongress im Maternushaus in Köln. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und will den Wert der demokratischen, offenen und pluralen Gesellschaft verdeutlichen. Dazu stellen verschiedene Best-Practice-Initiativen aus Kirche und Zivilgesellschaft ihr Engagement bei einem Markt der Möglichkeiten vor. Erzbischof Heße wird gemeinsam mit weiteren Spitzenvertretern auf dem Podium diskutieren. Alle Interessierten sind herzlich zu der Tagung eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist noch kurzfristig möglich.

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Sozialethische Gespräche: „Herausforderung Integration – Zusammenleben in Europa“
Die Katholische Sozialwissenschaftliche Zentralstelle und die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (ComECE) laden zu einer gemeinsamen Tagung am 18. und 19. Mai 2017 ein. Dabei soll das Thema „Herausforderung Integration – Zusammenleben in Europa“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Die Deutsche Bischofskonferenz wird mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Migrationskommission, Weihbischof Dieter Geerlings (Münster), vertreten sein.

Zur Einladung
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Flucht – Frauen – Transformation
Sie sind gekommen, um zu bleiben – Frauen aus Syrien und Irak, aus afrikanischen Ländern, aus fremden Kontexten, Musliminnen und Christinnen, allein, mit ihren Kindern und Familien. Die Flucht verändert sie – und zugleich unsere Gesellschaft. Das Hohenheimer Theologinnen-Treffen vom 19. bis 21. Mai 2017 blickt auf die mit Flucht einhergehenden Transformationserfahrungen zwischen Heimat und Fremde, Sicherheit und Angst, und richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf die Situation von geflüchteten Frauen.

Zum Programm und zur Anmeldung
Politischer und religiöser Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen
Unter dem Titel „Extrem … Radikal … Orientierungslos!?“ laden der Deutsche Caritasverband und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz am 31. Mai 2017 zu einem Austausch über die Ursachen rechtsextremer/rechtspopulistischer und salafistischer Radikalisierung von Jugendlichen ein. Dabei geht es auch um präventive Handlungsmöglichkeiten. Zielgruppen der Fachtagung sind Fachkräfte und Leitungskräfte aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe sowie des Kinder- und Jugendschutzes.

Zur Einladung
Gebetsimpuls
Barmherziger Vater,
überall dort, wo das Unrecht zum Himmel schreit,
überall dort, wo wir Menschen von Deinen Wegen abirren und unser Herz verstocken,
dort überall brauchen wir die Kraft Deiner Liebe, die den Himmel und unsere Herzen zerreißt.
Vor den Toren unserer eigenen alltäglichen Welt,
vor den Toren Europas klagt uns unser Gewissen an.
Unsere Ignoranz und unsere Angst ziehen alte und junge Menschen
in die Meerestiefe der Dunkelheit
und werden zu Massengräbern unserer Zeit.

Herr,
hab Erbarmen mit uns.
Sende Deinen Heiligen und heilbringenden Geist,
der uns Mut und Deine Leidenschaft für die Menschen schenkt.
Sende uns Deinen Heiligen Geist, der uns antreibt,
unser Leben für diese Welt hinzugeben wie frisch gebackenes Brot,
denn wir wissen: am Ende bleiben zwölf volle Körbe übrig.


Pfarrer Regamy Thillainathan

(Pfarrer Regamy Thillainathan war eine Woche für die Seenotrettungsorganisation MOAS im Einsatz, die im Mittelmeer nach Flüchtlingen Ausschau hält und sie rettet.)
In eigener Sache
Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben nun die erste Ausgabe 2017 des Newsletters des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen gelesen. Wir bedanken uns sehr für Ihr Interesse. Falls Sie weitere Personen auf diesen Newsletter aufmerksam machen möchten, können Sie gerne auf die Internetseite zur Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche hinweisen. Dort können sich Interessierte unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de für den Newsletter eintragen.

Aktuelle Informationen rund um die Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche finden Sie unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de.

Sollten Sie Anregungen für die inhaltliche Gestaltung des Newsletters haben, erreichen Sie die Redaktion per E-Mail unter newsletter-fluechtlingshilfe@dbk.de.
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