Zeitstrahl

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Wiederaufbau im Westen - Repression im Osten

Wiederaufbau im Westen - Repression im Osten

Der Wiederaufbau, vor allem aber die Integration der aus den vormaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches geflohenen und vertriebenen Katholiken stellt bis in die 1950er Jahre die größte seelsorgliche Herausforderung dar. Die sechs Millionen vertriebenen Katholiken, die nach Restdeutschland zuwandern, lösen die schon im Krieg durch Flucht aufgeweichten konfessionell geschlossenen Lebensräume weiter auf. Als Beitrag zum Lastenausgleich wird in allen Bundesländern anstelle der Ortskirchensteuer eine Diözesankirchensteuer eingeführt. Sie ermöglicht es den Bischöfen, die Gemeinden bei ihren pastoralen Aufgaben unabhängig von ihrem Finanzaufkommen zu unterstützen.
In der DDR bleibt es bei dem örtlichen Besteuerungsrecht der Kirchen, die darin aber seit 1953 nicht mehr von den Finanzämtern unterstützt werden. Die Zuwanderung und keineswegs reibungslose Integration von vertriebenen Priestern verdeckt zunächst den sich früh abzeichnenden Rückgang an jungen Theologen für das Priesteramt. Auch die Orden vermögen die negativen Auswirkungen der nationalsozialistischen Verfolgung auf den Ordensnachwuchs nicht mehr auszugleichen. In Erfurt gelingt es 1952 nur unter großen Mühen, eine dem staatlichen Zugriff entzogene Priesterausbildung aufzubauen, nachdem keine Theologen aus Westdeutschland mehr einreisen dürfen. 

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