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Jorge Mario Bergoglio wird Papst
Bild: © KNA-Bild – Papst Franziskus auf der Loggia des Petersdomes.

Jorge Mario Bergoglio wird Papst

Am Abend des 13. März 2013, verkündet der Kardinal-Protodiakon, Kardinal Jean-Louis Tauran, der Stadt und dem Erdkreis: Wir haben einen Papst – Kardinal Jorge Mario Bergoglio. Der Jesuit und bisherige Erzbischof von Buenos Aires (Argentinien) gibt sich den Namen Franziskus und ist der neue Heilige Vater für über eine Milliarde Katholiken weltweit. Franziskus ist der 266. Papst und zugleich offiziell der 265. Nachfolger des Apostels Petrus.

Am 29. Juni 2013 veröffentlicht Papst Franziskus mit LUMEN FIDEI seine erste Enzyklika. In diesem Lehrschreiben, das im Jahr des Glaubens erscheint, äußert sich der Papst erstmals in umfassender theologischer Weise und gibt gleichzeitig Impulse für ein Leben aus dem Glauben heraus. Die Initiative zu dieser Enzyklika geht bereits auf seinen emeritierten Vorgänger Papst Benedikt XVI. zurück.

Am 8. Juli besucht Papst Franziskus die italienische Insel Lampedusa und lenkt den Blick der Welt auf die Probleme der Flüchtlinge, die aus Afrika kommen.

Vom 22. bis 28. Juli 2013 führt die erste Auslandsreise den Papst aus Lateinamerika zum XXVIII. Weltjugendtag nach Rio de Janeiro, Brasilien.

 

Sedisvakanz und Konklave
Mit dem Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. beginnt am 28. Februar 2013 um 20.00 Uhr die Sedisvakanz des Apostolischen Stuhls. Das lateinische Wort heißt übersetzt „leerer Stuhl“ und bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Tod oder Amtsverzicht eines Papstes und der Wahl eines Nachfolgers. Der Papst ist nach katholischem Verständnis Nachfolger des Apostels Petrus und hat dessen „Stuhl“ inne. Die Verantwortung für die katholische Kirche geht während der Sedisvakanz auf das Kardinalskollegium über. In der „Leitung der Gesamtkirche“ darf in dieser Zeit laut dem Kirchenrecht „nichts geändert werden“. Entscheidungen, die einem Papst vorbehalten sind, dürfen nicht getroffen werden. Nur die reguläre Verwaltung muss gewährleistet sein.

Fast alle Leiter einer Kurienbehörde, auch der Kardinalstaatssekretär verlieren mit dem Eintritt der Sedisvakanz ihre Ämter. Ihre Leitungsfunktion behalten nur der Camerlengo der katholischen Kirche, der für das Buß- und Ablasswesen zuständige Großpönitentiar, der Kardinalvikar für das Bistum Rom sowie der Generalvikar für den Vatikanstaat und Erzpriester des Petersdoms. Um den Arbeitsbetrieb aufrecht zu erhalten, bleibt in den vatikanischen Behörden jeweils der Sekretär, also die Nummer zwei in der Hierarchie der Kongregationen und päpstlichen Räte, samt seinem Arbeitsstab im Amt.

Während der Sedisvakanz tritt das Kardinalskollegium täglich zu sogenannten „Generalkongregationen“ zusammen. In diesen Sitzungen werden etwa die Formalitäten zur Beisetzung eines Papstes und zur Einberufung des Konklaves sowie dringliche Angelegenheiten der Weltkirche besprochen.

Die Katholiken in Deutschland feiern zahlreiche Gottesdienste, um für das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. zu danken. Den zentralen Dankgottesdienst zelebrieren Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, und Rainer Kardinal Woelki, der Erzbischof von Berlin, in der St. Hedwig-Kathedrale in Berlin. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Gesellschaft kommen zum Pontifikalamt, darunter Kanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Das Konklave zur Wahl eines Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. im Vatikan beginnt am 12. März 2013. Mit der Messe „pro eligendo Papa“ feiern die Kardinäle am Dienstagvormittag einen Gottesdienst im Petersdom. Am Nachmittag ziehen die wahlberechtigten Kardinäle erstmals in die Sixtinische Kapelle ein. Es folgt ein Wahlgang am Abend, danach sind täglich vormittags und nachmittags zwei Wahlgänge vorgesehen. Eine erfolgreiche Wahl wird umgehend nach der Auszählung mit weißem Rauch verkündet, erfolglose Wahlgänge werden mittags und abends mit schwarzem Rauch bekannt gegeben. Die Wahl von Jorge Mario Bergoglio ist nach fünf Wahlgängen am Abend des 13. März 2013 entschieden.

Quellen: kna, DBK

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