Katholische KircheKatholische Kirche in Deutschland AufbauPfarrgemeinden
Die Kirche ist an unterschiedlichen Orten und auf verschiedenen Ebenen erfahrbares Zeichen der Beziehung Gottes zu den Menschen.
Den Pfarreien als Zellen gemeindlichen Lebens in der Kirche kommt dabei besondere Bedeutung zu. Die Gemeinden „vor Ort“ verkörpern das Wesen der Kirche im unmittelbaren Lebensraum der Menschen. Sie bilden eine Basis, die zum einen wechselseitig auf die Diözese bezogen ist, zu der sie gehört, zum anderen auf die Gesamtkirche. Große Bedeutung haben darüber hinaus die verschiedenen Gruppen einer Gemeinde, die offene Türen zum Gemeindeleben sind. Für Jugendliche sind das zum Beispiel Messdiener- oder Pfadfindergruppen. Erwachsene kommen häufig durch katholische Kindergärten oder Schulen wieder in Kontakt zum aktiven Gemeindeleben.
Die Gemeinden sind damit beauftragt, miteinander den Glauben praktisch werden zu lassen und ihn beständig zu leben, zu feiern und Zeugnis für ihn zu geben. Eine lebendige Gemeindepastoral lebt von vielfältigem haupt- und ehrenamtlichen Engagement und der konstruktiven Zusammenarbeit von Priestern und Laien.
So vielfältig und zahlreich die Interessen und Begabungen der Menschen in den Pfarreien sind, genau so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, sich einzubringen und dem eigenen Glauben Ausdruck zu geben.Mehr Informationen zum Thema Ehrenamt in der katholischen Kirche: Zum Stichwort „Ehrenamt“Weitere Informationen unter katholisch.de
Besonders in den letzten Jahren hat sich das strukturelle Bild der meisten Diözesen Deutschlands merklich gewandelt. Das hat zum einen mit veränderten Bedingungen menschlichen Lebens überhaupt zu tun, aber auch mit personellen und strukturellen Aspekten in den Bistümern.
Alle Bistümer vergrößern derzeit ihre Seelsorgeeinheiten. Dabei kristallisieren sich drei Grundmodelle zur Strukturierung der Pfarrseelsorge heraus:
Tendenziell sind die Pfarreiengemeinschaften das Modell, das eher im Süden und in ländlichen Diözesen bevorzugt wird. Die Errichtung neuer Pfarreien erfolgt eher in den städtisch geprägten Diözesen im Norden.
An die größeren Seelsorgeeinheiten werden in der Regel kleinere Seelsorgeeinheiten wie karitative Einrichtungen, Gemeinschaften, Verbände und Orden angebunden. Eine große Bereitschaft zur Kooperation soll erreichen, dass mehrere schaffen, was der Einzelne allein nicht leisten kann.
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