Katholischer Medienpreis 2010

Der Katholische Medienpreis geht in diesem Jahr an Henning Sußebach sowie an Sven Kuntze, Gesine Enwaldt, Ravi Karmalker und Steph Ketelhut. Die Preisträger wurden aus insgesamt 200 eingereichten Beiträgen (74 Kategorie Print, 126 Kategorie elektronische Medien, davon 12 Internetangebote) von einer sechsköpfigen Jury unter Leitung des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg- Stuttgart), ausgewählt.

 

PREISVERLEIHUNG AM 11. OKTOBER 2010

  • Begrüßung des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission und Vorsitzenden der Jury des Katholischen Medienpreises, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), zur Verleihung des des Katholischen Medienpreises 2010 am 11. Oktober 2010 im Rheinischen Landesmuseum
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  • Ansprache des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zur Verleihung des Katholischen Medienpreises 2010 am 11. Oktober 2010 im Rheinischen Landesmusem in Bonn
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  • Laudatio von Staatsminister a.D. Armin Laschet MdL, anlässlich der Verleihung des Katholischer Medienpreises in der Kategorie "Elektronische Medien"
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  • Zur Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 11. Oktober 2010


Kategorie Printmedien

In der Kategorie Printmedien geht der Katholische Medienpreis 2010 an Henning Sußebach (Jg. 1972) für seinen Artikel „Die Opokus von nebenan“ (Die Zeit vom 7. Mai 2009).

Der Journalist erzählt in seinem Beitrag die Hamburger Lebensgeschichte des Ghanaers Samuel Kwasi Opoku. Er ist vor 27 Jahren in Hamburg an Land gegangen und hat sein Glück in Deutschland gesucht. Heute putzt Samuel Opoku Stuhlreihen und Garderoben in der Hamburger Oper. Seine Kinder schickt der Afrikaner auf eine Hamburger Privatschule. Henning Sußebach erzählt die Geschichte der Opokus in einer lakonischen Sprache. Und er entlarvt damit manches Gerede über Integration in Deutschland, indem er die Wirklichkeit offen legt. Die Opokus wollen in diesem Land ankommen. Und sie wundern sich zugleich über ein Land, in dem Kinder ihre eigenen Eltern in Altersheime geben und Menschen und Hunde durch Leinen miteinander verbunden sind. Mit der Erzählung von den Opokus gelingt es Henning Sußebach, dieser Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Entstanden ist eine Geschichte über Deutschland, die einen Vergleich mit literarischen Vorlagen nicht scheuen muss.

Preisträger Printmedien: Henning Sußebach - Kurzbiographie und Jurybegründung

 Hier finden sie den Beitrag von Henning Sußebach:
"Die Opokus von nebenan", Die Zeit, 7. Mai 2009

 

 

Kategorie Elektronische Medien

In der Kategorie Elektronik werden die Autoren Sven Kuntze (Jg. 1942), Gesine Enwaldt (Jg. 1963), Ravi Karmalker (Jg. 1963) und der Kameramann Steph Ketelhut (Jg. 1974) für den Film „Gut sein auf Probe – Ein Egoist engagiert sich“ (WDR/ Fernsehen vom 11. Mai 2009) ausgezeichnet.

Sven Kuntze, ein Journalist im Ruhestand, hat genug Geld, um sich alles zu leisten, was er zum Glücklichsein braucht. Das glaubt er zumindest – bis seine Tochter seine heile Welt in Frage stellt, indem sie ihn und seine Generation zu Egoisten stempelt. So begibt er sich auf eine Reise in die Welt des Ehrenamtes, auf der er lernt, dass an der alten Weisheit „Gutes tun tut gut“ doch etwas dran ist. Er hilft im Obdachlosenheim aus, gestaltet eine Kinderfreizeit, spielt den Ersatz-Opa. Schließlich führt ihn sein Weg in ein Hospiz. Hier wird der Egoist Sven Kuntze zum Zuhörer, hält die Hand einer Sterbenden und träumt mit ihr von der nächsten Reise. Schwere Kost. Harte Themen. Kuntze ist auf der Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Stellt Fragen, findet nicht auf alles eine Antwort – und ist gerade durch diese Brüche überzeugend. Keine übertriebene Dramatik, keine opulente und erdrückende Musik, das macht diesen Beitrag rund und sehenswert.

Preisträger Elektronische Medien: Sven Kuntze, Gesine Enwaldt, Ravi Karmalker, Steph Ketelhut - Kurzbiographien und Jurybegründung

 

Auszeichnung publizistisch WERTvoll

Die "Auszeichnung publizistisch WERTvoll" vergab die Jury in diesem Jahr im Bereich Print-Medien an Anja Todt („Deutsch-Deutsche Geschichte(n) – Beiträge zu 20 Jahren Mauerfall“, Kirchenbote Osnabrück von Juni bis November 2009) und an Tim Pröse („Paulas Krieg“, Focus Nr. 5/2010 vom 1. Februar 2010) sowie im Bereich elektronische Medien an Laetitia von Baeyer („Brief an die Eltern“, Fernsehbeitrag ZDFneo vom 8. November 2009) und Markus Hensseler / Sebastian Georgi („Rollis für Afrika – Ein Rollstuhl, ein Leben“, Fernsehbeitrag SWR vom 28. Oktober 2009).

Kurzbiographien und Jurybegründungen

Preisverleihung in Bonn

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, wird im Rahmen eines Festaktes am 11. Oktober 2010 im Rheinischen Landesmuseum in Bonn den Preisträgern die mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnung überreichen. Zu diesem Festakt um 18.30 Uhr werden rund 200 Gäste aus den Bereichen Kirche, Politik und Medien erwartet.

Der Katholische Medienpreis wird in diesem Jahr zum achten Mal von der Deutschen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e.V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband (KM.) verliehen.

 

Die Jury

Zur Jury gehören neben Bischof Dr. Gebhard Fürst folgende Mitglieder: Dr. Claudia Nothelle (Rundfunk Berlin-Brandenburg, Berlin), Werner Dieste (Mitteldeutscher Rundfunk, Erfurt), Stefan Kläsener (Braunschweiger Zeitung, Braunschweig), Bernhard Remmers (Medienwerkstatt, Osnabrück) und Dr. Johannes Schießl (Sankt Michaelsbund, München).

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