Die Jury

Der Jury, die aus den eingereichten Projekten oder vorgeschlagenen Einzelpersonen einen Preisträger ermittelt, gehören an:

© KNA / Oppitz

Erzbischof Dr. Stefan Heße, Vorsitzender der Jury
Erzbischof von Hamburg, Vorsitzender der Migrationskommission und Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz

„Hartherzigkeit und Fremdenfeindlichkeit sind mit dem christlichen Glauben unvereinbar. Als Christen sind wir dazu berufen, die Freiheit und Würde jedes Menschen zu verteidigen.

Wo Ressentiments geschürt und Hassparolen skandiert werden, da haben Christen nichts verloren.“


© privat

Gabriele Erpenbeck
Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche und Mitglied in der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

„Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben viele Gesichter. Es beginnt mit Verachtung, Erniedrigung und Ausgrenzung und führt in letzter Konsequenz zu Verfolgung, Vertreibung und Tötung von Menschen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit missachten die Menschenwürde. Für Christen sind sie darüber hinaus die Verneinung der Gottesebenbildlichkeit.

Der katholische Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus soll entsprechendes beispielhaftes Engagement würdigen und auch andere ermutigen, für Respekt, Akzeptanz und Solidarität einzutreten.“

© Deutscher Ethikrat

Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl
Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, Mitglied des Deutschen Ethikrates

„Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Noch beunruhigender: Auch viele Christen und aktive Kirchenmitglieder sind davon erfasst.

Der ‚Katholische Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus‘ ist eine gute Gelegenheit, sich auch mit den Ursachen dieser verstörenden Entwicklung zu befassen.

Noch wichtiger: Er macht Projekte bekannt, die sich für ein menschenwürdiges Zusammenleben engagieren und andere zum Selbermachen inspirieren.“

 

 

© DCV / Jacob

Prälat Dr. Peter Neher
Präsident des Deutschen Caritasverbandes

„Der Glaube an einen Gott, der alle Menschen gleich an Würde geschaffen hat, verträgt sich nicht mit rassistischen oder fremdenfeindlichen Ideen. So wurde und wird es in kirchlichen Stellungnahmen immer wieder betont. Die christliche Botschaft von der Liebe Gottes ist universell. Sie will alle Menschen ansprechen und Grenzen überwinden.
Gleichzeitig ist nicht von der Hand zu weisen, dass dieser Anspruch der Mitmenschlichkeit allen Menschen gegenüber eine eingeforderte Haltung ist, die im Alltag oft genug zur Herausforderung wird.Die gelebte Solidarität Flüchtlingen gegenüber stößt etwa an Grenzen, wenn Menschen aufgrund des religiösen Hintergrunds oder der Gründe für die Flucht, in gute und schlechte Flüchtlinge unterschieden werden. Skepsis und Vorurteile dem Fremden gegenüber bleiben ein blinder Fleck, der uns alle betreffen kann.
Umso wichtiger ist es, wenn Projekte und Initiativen, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit engagieren, öffentlich werden wie dies mit dem „Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ geschieht. Solche Beispiele gelebter Solidarität sind Ansporn, sich auch im Kleinen immer wieder neu für eine Haltung der Offenheit und Mitmenschlichkeit einzusetzen. Dieses Ziel, Menschen durch Beispiele zu eigenem Engagement zu ermutigen, möchte ich mit meiner Bereitschaft in der Jury mitzuwirken, gerne unterstützen.“


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Dr. Heribert Prantl
Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und Jurist

„Ein Europa ohne Humanität ist kein Europa.“

© Bayerischer Landtag

Barbara Stamm
Präsidentin des Bayerischen Landtags

„Humanität und die Würde des Menschen sind für uns unverrückbare Grundsätze. Gerade als Gesellschaft, die sich als christlich begreift, ist die Verteidigung dieser Werte unser gemeinsamer Auftrag. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben in unserem Land keinen Platz – das müssen wir immer wieder deutlich machen.“

 

© privat

Dr. h.c. Wolfgang Thierse
u. a. Bundestagspräsident a. D., Mitglied des Deutschen Bundestages 1990-2013 für die SPD und Mitglied in der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

„Die Menschenfreundlichkeit unserer Gesellschaft bemisst sich auch und gerade an ihrem Umgang mit den zu uns Gekommenen. Und das ist nicht nur Sache von Staat und Politik, sondern aller Bürger.“

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Josef Philip Winkler
Mitglied des Deutschen Bundestages 2002-2013 für Bündnis 90/Die Grünen

„Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind Probleme, denen nicht durch Verbote beizukommen ist. Die Vergabe eines katholischen Preises für engagierte und herausragende Arbeit gegen diese Phänomene ist eine gute Möglichkeit, Öffentlichkeit zu bereiten für die vielfältige Arbeit katholischer Verbände und Einzelpersönlichkeiten. Diejenigen, die den Preis bekommen, sollen ermutigt werden, auf diesem Weg zu bleiben und zugleich alle sozial und politisch engagierten Katholikinnen und Katholiken darin bestärken, in Ihren Anstrengungen in diesem Bereich nicht nachzulassen. ‚Deus Caritas est – Gott ist die Liebe‘ – Die sich in diesem Jahr zum zehnten Mal jährende Enzyklika von Papst Benedikt XVI. gibt auch eine spezifisch katholische Antwort auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die wir mit diesem Preis aufgreifen können.“

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