Statut

Präambel

Die Deutsche Bischofskonferenz schreibt einen Preis für herausragendes kirchliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aus. Der Preis trägt den Namen „Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“.

§ 1 Zielsetzung

Der Preis soll die Initiativen von Personen, Gemeinden, Gemeinschaften oder Organisationen aus dem Raum der Kirche würdigen und ermutigen, die sich in besonderer Weise gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bzw. für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft engagieren. Der Preis soll darüber hinaus den Beitrag der Kirche in der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einer breiten Öffentlichkeit besser bekannt machen und neue Initiativen anregen.

§ 2 Beteiligung

Zugelassen sind Personen, Gruppen oder Organisationen, die in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus tätig sind oder sich prägend an ökumenischen oder gesellschaftlichen Initiativen beteiligen. Auch hauptamtlich bei der Kirche beschäftigte Personen sind zugelassen, wenn sie sich in besonderer Weise über das dienstlich geschuldete Maß hinaus engagieren.

§ 3 Preiskategorien

Der Preis ist dotiert. Auf Vorschlag der Jury kann der Preis auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden. Der Preis wird nicht vergeben, wenn keines der vorgeschlagenen Projekte im Sinne der Ausschreibung voll überzeugt.

§ 4 Ausschreibung

Der Preis wird öffentlich mit Angabe des Einsendetermins und mit Hinweis auf den Ausschluss des Rechtswegs ausgeschrieben. Die Ausschreibung erfolgt durch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz auf der Grundlage dieser Ordnung.

§ 5 Teilnahme

Personen, Gruppen oder Initiativen können sich entweder selbst um den Preis bewerben oder vorgeschlagen werden. Die Vorschläge bzw. Bewerbungen sollten eine kurze schriftliche Beschreibung des Projekts bzw. des persönlichen Engagements enthalten, der auch schriftliche oder elektronische Publikationen hinzugefügt werden können.

§ 6 Verleihung und Jury

Der Preis wird durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz verliehen. Über den oder die Preisträger entscheidet die Vollversammlung oder der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz auf Vorschlag einer Jury.

Die Jury setzt sich aus bis zu acht Personen zusammen, die auf Vorschlag der Migrationskommission vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ad personam berufen werden. Zu berufen sind:

  • der Vorsitzende der Migrationskommission als Vorsitzender,
  • ein Vertreter des Vorstands des Deutschen Caritasverbandes,
  • eine in der Öffentlichkeit für ihr Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bekannte Persönlichkeit,
  • eine fachkundige Persönlichkeit aus Politik, Wissenschaft oder Medien,
  • ein Vertreter des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken.

In der Regel sollten die Mitglieder der Jury der katholischen Kirche angehören.

Die Jury ist ehrenamtlich tätig. Aufwendungen für Porto, Fahrtkosten, Preisverleihung etc. werden erstattet.

Der Vorsitzende der Jury lädt zu den Sitzungen ein. Die Vertretung der Jury in der Öffentlichkeit und die Geschäfte der Jury werden durch den Bereich Weltkirche und Migration wahrgenommen.

Die Jury fällt ihre Entscheidungen unabhängig. Sie ist beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 ihrer Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse bedürfen einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Schriftliche Voten abwesender Mitglieder sind allen Mittgliedern der Jury zur Kenntnis zu geben. Der Vorsitzende kann ein Mitglied der Jury oder die Geschäftsführung mit seiner Vertretung beauftragen. Die Entscheidungen werden in nichtöffentlichen Sitzungen getroffen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

§ 7 Ausschluss

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind alle Personen oder Gruppierungen, die sich aktiv gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland wenden. Ausgeschlossen sind weiterhin Personen oder Gruppierungen, die sich gegenüber der katholischen Kirche feindlich oder herabsetzend verhalten. Mitglieder der Jury oder Initiativen, an denen diese maßgeblich beteiligt sind, können nicht ausgezeichnet werden.

§ 8 Inkraftsetzung

Das Statut des Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wird nach Beratung in der Migrationskommission vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz zum 1. Februar 2014 in Kraft gesetzt.

Bonn, den 8. Januar 2014

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