Kirche von A–Z

 

Von A bis Z - hier finden Sie Informationen zu einzelnen Stichwörtern. Wir sind bemüht, die Liste fortlaufend zu ergänzen und zu aktualisieren.

Sakrament

Sakramente sind sichtbare Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit, vgl. Lateinisch: sacramentum = „Fahneneid“; meist als Übersetzung des griechischen Mysteriums = „Geheimnis“.

Sakramente sind sichtbare Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit, vgl. Lateinisch: sacramentum = „Fahneneid“; meist als Übersetzung des griechischen Mysteriums = „Geheimnis“.

Jesus Christus ist das Zeichen, in dem Christen die Sorge Gottes für die Menschen erkennen und erfahren; er ist das „Ursakrament“. Die Kirche als die vom Heiligen Geist gemeinte Gemeinschaft der Gläubigen ist für die Welt das bleibende Zeichen der Nähe und Liebe Gottes. In den einzelnen Sakramenten entfaltet sich das sakramentale Wesen der Kirche in die konkreten Situationen des menschlichen Lebens. Christus begegnet den Menschen und erfüllt ihnen sein Heil.

Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung,  Eucharistie, Buße, Ehe, Weihe (Diakonen-, Priester- und Bischofsweihe), Krankensalbung.

Quelle: Lexikath©, hrsg. von Ulrich Lota

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Schaustellerseelsorge

siehe: Circus- und Schaustellerseelsorge, Katholische

siehe: Circus- und Schaustellerseelsorge, Katholische

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Sedisvakanz

Die Zeit, in der das Amt des Papstes oder eines Bischofs nicht besetzt ist, heißt Sedisvakanz (lat. sedes vacat = der Stuhl steht leer). Da ein Papst auf Lebenszeit gewählt wird, tritt eine Sedisvakanz üblicherweise mit dem Tod ein.

Die Zeit, in der das Amt des Papstes oder eines Bischofs nicht besetzt ist, heißt Sedisvakanz (lat. sedes vacat = der Stuhl steht leer). Da ein Papst auf Lebenszeit gewählt wird, tritt eine Sedisvakanz üblicherweise mit dem Tod ein.

Die Möglichkeit des freiwilligen Amtsverzichts ist heute gemäß canon 332 § 2 (CIC) möglich. In der Vergangenheit haben von dieser Möglichkeit nur zwei Päpste Gebrauch gemacht: Papst Cölestin V. (1210-1296) im Jahre 1294 und Papst Gregor XII. (1406-1415) im Jahre 1415 auf dem Konzil von Konstanz. Im Jahr 2013 ist als erster Papst der Neuzeit auch Papst Benedikt XVI. von seinem Amt zurückgetreten: Er hat seinen Rücktritt für den 28. Februar um 20 Uhr erklärt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Sedisvakanz begonnen.

Während der Sedisvakanz liegt die Leitung der Kirche in den Händen des Kardinalskollegiums, aber nur im Rahmen der allgemeinen Aufgaben und Entscheidungen, die keinen Aufschub dulden. Von Päpsten erlassene Gesetze dürfen in dieser Zeit in keiner Weise korrigiert oder abgeändert werden. Die Katholiken in aller Welt sind aufgerufen, während der Sedisvakanz besonders für eine rasche, einmütige und segensreiche Wahl des neuen Papstes zu beten.

Im Amt bleiben der (Kardinal-)Camerlengo der Heiligen Römischen Kirche (Kardinal Jean-Louis Tauran, seit 20.12.2014), der Großpönitentiar als Leiter des Kurialen Gnadenhofes (zurzeit Kardinal Mauro Piacenza), der Kardinalvikar (Generalvikar) der Diözese Rom (zurzeit Kardinal Agostino Vallini), der Kardinalerzpriester der Vatikanischen Basilika (zurzeit Kardinal Angelo Comastri) sowie der Generalvikar Seiner Heiligkeit für die Vatikanstadt (zurzeit Kardinal Angelo Comastri), ferner der Substitut des Staatssekretariats (zurzeit Erzbischof Giovanni Angelo Becciu), der Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten (zurzeit Erzbischof Paul Gallagher) und alle Nuntien sowie diplomatischen Vertreter des Hl. Stuhls und die Sekretäre der Dikasterien der Römischen Kurie. Sie sind in dieser Zeit dem Kardinalskollegium gegenüber verantwortlich. Auch der Almosenier Seiner Heiligkeit, der für die Almosen und Armenpflege zuständig ist, darf seine karitativen Tätigkeiten in dieser Zeit fortsetzen.

Die Leitung der Kirche ist in dieser Zeit dem Kardinalskollegium anvertraut. Seine Befugnis beschränkt sich jedoch auf die Erledigung der ordentlichen Angelegenheiten und jener Fragen, die keinen Aufschub dulden. Insbesondere hat das Kardinalskollegium die Vorbereitungen für die Wahl des neuen Papstes zu treffen. Das Kardinalskollegium kann in keiner Weise über die Rechte des Apostolischen Stuhls und der Römischen Kirche verfügen und hat keinerlei Vollmacht oder Jurisdiktion in Fragen, die dem Papst zustehen. Von Päpsten erlassene Gesetze dürfen in keiner Weise korrigiert oder abgeändert werden. Dies gilt auch für die Regelungen zur Papstwahl. (Universi Dominici Gregis, Kap. I - V)

Die zwischenzeitliche ordentliche Verwaltung der Kirche übernimmt der Camerlengo mit drei Kardinal-Assistenten. Die drei Kardinal-Assistenten, je einer aus jeder Ordnung (d. h. ein Kardinalbischof, ein Kardinalpriester, ein Kardinaldiakon) werden durch Los aus den bereits in Rom eingetroffenen Kardinälen für jeweils drei Tage gewählt. Diese sogenannte Sonderkongregation setzt auch den Tag fest, an dem erstmals das gesamte Kardinalskollegium zur Generalkongregation zusammentritt, um die Trauerfeierlichkeiten und die Wahl des neuen Papstes vorzubereiten. Die ersten vorbereitenden Generalkongregationen finden täglich im Apostolischen Palast im Vatikan statt und werden vom Dekan des Kardinalskollegiums geleitet.

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Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen, Katholische

Die Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen ist eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn.

Die Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen ist eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn.

Sie ist tätig in der Seelsorge, welche die besondere Kultur und die Werte von Roma und Sinti in den Blick nimmt

  • in der Wissensvermittlung, die aufklärt über die kulturelle, ethische und religiöse Lebensweise der Roma und Sinti
  • in der Aufklärung, über Diskriminierung gegenüber dieser Ethnie, um Vorurteilen und Vorverurteilungen entgegenzuwirken
  • in der Unterstützung vor Ort, in Kirchengemeinden, caritativen und allen öffentlichen Begegnungsräumen, damit ein Zusammenleben in christlicher Orientierung gelingen kann.

Mehr Informationen unter www.ksfrs.de

 

 

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Seligsprechung

Bei der Seligsprechung stellt die katholische Kirche durch das Urteil des Papstes fest, dass eine verstorbene Person vorbildlich aus dem Glauben gelebt hat und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist. Daraus ergibt sich die offizielle Empfehlung, diese als Vorbild und als Fürsprecher bei Gott anzunehmen.

 

Bei der Seligsprechung stellt die katholische Kirche durch das Urteil des Papstes fest, dass eine verstorbene Person vorbildlich aus dem Glauben gelebt hat und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist. Daraus ergibt sich die offizielle Empfehlung, diese als Vorbild und als Fürsprecher bei Gott anzunehmen. Der Seligsprechung kann eine Heiligsprechung folgen. Erst dann darf die betreffende Person offiziell weltweit verehrt werden.

Der Seligsprechung geht ein kirchliches Untersuchungsverfahren voraus. Dazu muss die jeweilige Ortskirche Informationen über Leben und Sterben der betreffenden Person sammeln und ein Wunder oder den Märtyrertod sowie Tugendhaftigkeit und den
„Ruf der Heiligkeit“ nachweisen. Nach Abschluss dieses Verfahrens werden die Akten der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen zugeleitet. Diese prüft in einem eigenen Verfahren die Echtheit der Dokumente und Zeugenaussagen und holt gegebenenfalls Gutachten über Wunder ein.

Das Kirchenrecht schreibt normalerweise eine Fünfjahresfrist zwischen dem Tod und dem Auftakt des Seligsprechungsverfahrens vor.
(Quelle: kna)

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Sonderkongregation

Während der Sedisvakanz gibt es zwei Arten von Kongregationen der Kardinäle zur Vorbereitung der Papstwahl: eine Generalkongregation und eine Sonderkongregation.

Während der Sedisvakanz gibt es zwei Arten von Kongregationen der Kardinäle zur Vorbereitung der Papstwahl: eine Generalkongregation und eine Sonderkongregation.

Die Sonderkongregation besteht aus dem Kardinal-Camerlengo der Heiligen Römischen Kirche und aus drei Kardinälen, je einem aus jeder Ordnung (d. h. ein Kardinalbischof, ein Kardinalpriester und ein Kardinaldiakon), die Assistenten heißen. Diese werden jeweils für drei Tage durch Los aus den wahlberechtigten Kardinälen bestimmt, die bereits in Rom eingetroffen sind. 

In der Sonderkongregation werden während der Sedisvakanz die ordentlichen Angelegenheiten und Fragen von untergeordneter Bedeutung bearbeitet. Für wichtigere Angelegenheiten oder schwerwiegendere Fragen, die eine gründlichere Prüfung erfordern, ist die Generalkongregation zuständig. 

Die Sonderkongregation bestätigt auch die Personen, die dem Konklave während des Wahlverlaufs zusätzlich zur Verfügung stehen sollen: den Sekretär des Kardinalskollegiums, der als Sekretär der Wahlversammlung fungiert; den Päpstlichen Zeremonienmeister mit zwei Zeremoniären und zwei Ordensleuten der Päpstlichen Sakristei; einen vom Kardinaldekan ausgewählten Kleriker, der ihm in seinem Amt assistiert; einige Ordenspriester verschiedener Sprachen für die Beichte; zwei Ärzte für eventuelle Notfälle; für den Tischdienst und die Sauberhaltung der Räumlichkeiten zuständige Personen. Diese Personen sind zu strengster Geheimhaltung verpflichtet und werden vor Beginn der Wahlhandlungen vereidigt.

Siehe ergänzend auch: Konklave, Eid

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Staatsflagge, Vatikanische

Die Flagge des Staates der Vatikanstadt besteht aus zwei vertikal getrennten Feldern: einem gelben nächst der Fahnenstange und einem weißen.

Die Flagge des Staates der Vatikanstadt besteht aus zwei vertikal getrennten Feldern: einem gelben nächst der Fahnenstange und einem weißen.

Auf dem weißen Feld sind die Tiara (Papstkrone) und zwei gekreuzte Schlüssel, einer in Gold, der andere in Silber, abgebildet. Die Schlüssel, die für die höchste geistliche Verfügungsgewalt stehen, werden von einer roten Kordel zusammengehalten. Seit 1929 ist dieses Banner die offizielle vatikanische Staatsflagge.

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Staatsleistungen

Staatsleistungen sind finanzielle Zuwendungen des Staates an die Kirchen. Zu den Staatsleistungen zählen alle Zuwendungen, die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhen und ihren Ursprung im Wesentlichen im 19. Jahrhundert haben.

Staatsleistungen sind finanzielle Zuwendungen des Staates an die Kirchen. Zu den Staatsleistungen zählen alle Zuwendungen, die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhen und ihren Ursprung im Wesentlichen im 19. Jahrhundert haben. Bei den Staatsleistungen infolge der Säkularisierung handelt es sich heute unter anderem um Zahlungen (Dotationen) für den Personal- und Sachbedarf der Diözesanleitungen, für die Ausbildung, Besoldung und Versorgung der Geistlichen, aber auch anderer Kirchenbediensteter. Hinzu kommen Staatsleistungen für den Bauunterhalt kirchlicher Gebäude, soweit sie kirchlichen Zwecken dienen.

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Sternsinger

Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind jedes Jahr rund um den 6. Januar bundesweit die Sternsinger unterwegs. In beinahe allen katholischen Pfarrgemeinden bringen sie in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt.

Festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg sind jedes Jahr rund um den 6. Januar bundesweit die Sternsinger unterwegs. In beinahe allen katholischen Pfarrgemeinden bringen sie in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt.

Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.
Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

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Substitut des Staatssekretariats

Der Substitut ist als Leiter der Ersten Sektion für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats zuständig.

Der Substitut ist als Leiter der Ersten Sektion für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats zuständig. 
Derzeitiger Substitut ist Erzbischof Giovanni Angelo Becciu.

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