Kirche von A–Z

 

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Taufe

Die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament für das Christsein.

Gemeinsam mit der Firmung und der Eucharistie gehört die im Namen des dreifaltigen Gottes gefeierte Taufe zu den Sakramenten der Initiation (Einführung) und begründet die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche.

Die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament für das Christsein. Gemeinsam mit der Firmung und der Eucharistie gehört die im Namen des dreifaltigen Gottes gefeierte Taufe zu den Sakramenten der Initiation (Einführung) und begründet die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche.

Theologisch gesehen ist die Taufe eine reinigende und heiligende Neugeburt des Menschen im Geist und in der Gnade Jesu Christi. Von jedem Täufling wird das Bekenntnis des Glaubens verlangt. Dieses wird bei der Kindertaufe von den Eltern und von der Kirche ausgesprochen. Der Taufe geht ein Taufgespräch mit einem Seelsorger voraus, da Eltern und Paten das getaufte Kind später in den Glauben einführen sollen.

Neben der Kirchenzugehörigkeit begründet die Taufe auch die Rechtspersönlichkeit in der Katholischen Kirche. Ordentlicher Spender der Taufe ist der Bischof und der Priester, in der lateinischen Kirche auch der Diakon. Nach Möglichkeit wird das Sakrament während eines Gottesdienstes gespendet.

Der wesentliche Ritus der Taufe besteht darin, dass der Täufling in Wasser getaucht oder sein Kopf mit Wasser übergossen wird. Dabei spricht der Taufspender die trinitarische Taufformel: „Ich taufe dich im Name des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Das Eintauchen des Täuflings in Wasser – oder auch das Übergießen des Kopfes mit Wasser – versinnbildlicht den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Mit der Taufe beginnt ein neues Leben: „Wenn … jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.“ (2 Kor 5, 17).

Der Taufvorgang ist mit verschiedenen Symbolhandlungen verbunden, die das Geschehen deuten: Salbung mit Öl, Überreichung von Taufkerze und Taufkleid. Die Salbung mit dem geweihten Chrisam-Öl schenkt dem Getauften Anteil am königlichen Priestertum Jesu Christi. Die Taufkerze, die vom Vater oder Taufpaten an der Osterkerze entzündet wird, ist Zeichen für den auferstandenen Christus. Ausdruck für den Wunsch, dass das Kind zu einem christusähnlichen Leben findet, ist das weiße Taufkleid.

Durch die Taufe wird der Mensch Christus gleichgestaltet. Sie prägt dem Getauften ein unauslöschliches geistliches Siegel auf, zum Zeichen, dass er Christus angehört. Eine gültig gespendete Taufe kann nicht wiederholt und nicht widerrufen werden.

Als ein Zeichen der Einheit aller Christen verbindet die Taufe mit Jesus Christus, dem Fundament dieser Einheit. Trotz Unterschieden im Verständnis von Kirche besteht zwischen christlichen Konfessionen ein Grundverständnis über die Taufe. Am 29. April 2007 unterzeichneten 11 Kirchen – darunter die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), orthodoxe und altorientalische Kirchen sowie Freikirchen – auf der Ebene der Bundesrepublik Deutschland erstmals eine förmliche Erklärung über die wechselseitige Anerkennung der Taufe.

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