Käthe Recheis

Die Stimme des Donnervogel

Begründung der Jury

Diese Geschichten verschiedenster nordamerikanischer Indianerstämme erinnern an Märchen. Es sind Glaubenszeugnisse dieser Völker, die zu ihrer religiösen Tradition gehören, und Hinweise auf rechtes Handeln.

Allen Erzählungen gemeinsam ist eine große Ehrfurcht vor dem Schöpfer und der Schöpfung. Sie stecken aber auch voller Humor und ursprünglicher Erzählfreude. Die Geschichten sind Zeugnis einer tiefen Religiosität außerhalb des christlichen Raumes.

Die sorgfältig gemachte Sammlung ist nach amerikanischen Quellen des 19. Jahrhunderts neu erzählt. Eine Übersichtskarte zeigt die Herkunft der zehn Geschichten, und das Nachwort informiert über deren Entstehung.

Grundschulkinder werden aus diesem Buch nicht nur etwas erfahren können über ferne Kulturen und Menschen, sondern auch über andere Formen der Frömmigkeit und Erscheinungsweisen der Religiosität. Man merkt der Sammlung an, dass die Verfasserin die Indianervölker aus Studium und persönlicher Begegnung kennt. Frau Recheis ist eine engagierte Vertreterin der Rechte der Indios in der Dritten Welt.

Im Rahmen der Wiederbesinnung auf den Wert der Mythen und Märchen ist dies ein schöner Beitrag, den sich auch die Religionspädagogik zunutze machen wird.

Die Illustrationen greifen in einfühlsamer Weise den naiven Kunststil der Naturvölker auf.

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