Maretha Maartens

Tintenvogel

Der „Tintenvogel“, das ist für Adam ein Vogel aus bedruckten Zeitungsseiten, der zu schwerfällig ist und abstürzt. Eines Tages aber fliegt er wirklich: ein von Adam für seine kleine Schwester gefalteter, beinahe lebendiger Vogel. Dieses Motiv umfasst im Kern die Botschaft des Buches vom Elend der schwarzen Bevölkerung Südafrikas und ihrer starken Hoffnung.

Adam, noch ein Schuljunge, übernimmt als Alleinverdiener die Verantwortung für seine große Familie, die seit dem Unfalltod des Vaters in einem Township lebt. Er hasst es, Zeitungsverkäufer zu sein, und hält doch durch. In einer Extremsituation, in der schwarze Aufständische jeden mit dem Tod bedrohen, der zur Arbeit in die Stadt geht, entschließt sich Adam, aus Liebe zu seiner Familie sein Leben zu wagen. In dieser schrecklichen Lage reift der Junge, der absolut überfordert ist, zum Mann. Dabei hilft ihm die Erfahrung uneigennütziger Freundschaft.

Als Adam heimkehrt, sieht er, dass die Aufständischen vieles zerstört haben, auch an der Kirche des Townships. Aber alles wird heil werden. Adam wird nicht den Mut verlieren. Sein Vogel Hoffnung fliegt.

Diese eindringlich erzählte Geschichte lässt den Leser verstehen, wie hart ein Leben in Armut und Angst ist. Er kann erfahren, was es heißt, als Junge eine Verantwortung zu tragen, unter der man nur deshalb nicht zusammenbricht, weil man liebt und auf Gott vertraut. Ganz selbstverständlich wird hier Christsein im Alltag gelebt, wird gebetet, gerade auch, aber nicht nur in höchster Not, wird an Gottes Gerechtigkeit gezweifelt und letztlich doch auf ihn vertraut.

Ein Buch, das von der lebendigen Kraft christlicher Hoffnung erzählt.

Ab 13 Jahre.

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