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08.01.2016 - Nr. 004

Kardinal Marx nach Vietnam aufgebrochen

Kardinal Reinhard Marx hat heute (8. Januar 2016) seine Reise nach Vietnam begonnen, in der er sich bis zum 17. Januar über „eine wachsende Kirche in einer schwierigen Lage“ informieren möchte. Die Delegation der Deutschen Bischofskonferenz und ihr Vorsitzender sind in der Hauptstadt Hanoi und der Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt unterwegs.

Unter anderem wird Kardinal Marx mit dem Erzbischof von Hanoi, Kardinal Pierre Van Nhon, und dem Erzbischof von Ho-Chi-Minh-Stadt zusammenkommen. Darüber hinaus sind politische Gespräche und Begegnungen in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland geplant.

Nach Informationen der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) werfen Menschenrechtler dem kommunistischen Regime in Vietnam immer wieder Unterdrückung von Meinungs- und Religionsfreiheit vor. Im kommenden Jahr soll in dem Land die erste katholische Universität eröffnet werden. Die Regierung habe die Genehmigung erteilt, sagte Erzbischof Bui Van Doc unlängst dem asiatischen katholischen Pressedienst Ucanews. Die Beziehungen zwischen dem Vatikan und Vietnam würden besser und besser.

Hintergrund
Von den 91 Millionen Einwohnern Vietnams sind Schätzungen zufolge etwas über 8 Prozent Christen. Die mit Abstand größte Gruppe unter ihnen stellen Katholiken; deren Zahl bezifferte der Vatikan zuletzt mit 6,6 Millionen. 1975 hatten Vietnam und der Heilige Stuhl ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen. 2011 ernannte Papst Benedikt XVI. den Vatikanbotschafter in Singapur, Erzbischof Leopoldo Girelli, zusätzlich zum nichtresidierenden Repräsentanten für Vietnam. Im Oktober 2014 besuchte Vietnams Ministerpräsident Nguyen Tan Dung Papst Franziskus in Rom. Der Vatikan wertete dies als „wichtigen Schritt“.

Quelle: mit KNA

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