Pressemeldung
14.03.2016 - Nr. 050

Ideenpreis des Cusanuswerkes wird verliehen

„Begabungen vernetzen – Kirche und Welt gestalten“

Erstmalig vergibt die Bischöfliche Studienförderung „Cusanuswerk“ den „Ideenpreis“ an herausragende Initiativen, die sich das Ziel gesetzt haben, Potenziale christlicher Interaktion und Kooperation zu erschließen und die Vernetzung zwischen den ehemaligen und den derzeit geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten der Bischöflichen Studienförderung zu festigen.

Ein großes Netzwerktreffen katholischer Frauen; ein Symposion im Herzen Berlins mit prominenten Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft; festliche Gottesdienste mit Bischöfen in vielen Diözesen; Angebote zur persönlichen Begleitung und zum Mentoring für Studierende; Dialogveranstaltungen im Kloster Irsee; ein Vernetzungstreffen in der geographischen Mitte der Republik. Im sechzigsten Jahr seines Bestehens zeichnet das Cusanuswerk sechs innovative Projektideen mit Strahlkraft aus.

„Mit dem ‚Ideenpreis‘ verbinden wir das Ziel“, so der Generalsekretär des Cusanuswerks, Dr. Thomas Scheidtweiler, „dass Menschen mit vielfältiger Begabung und tiefer Verbundenheit im Glauben ermutigt und befähigt werden, in ihrem jeweiligen Umfeld einen Wandel voranzubringen – als ,Change Agents‘ oder, in biblischer Sprache, als ,Sauerteig‘“.

Mit ihren Vorhaben wollen die Preisträgerinnen und Preisträger Räume eröffnen zum intellektuellen Austausch über Zukunftsthemen und Fragen der Zeit; sie wollen Wandlungsprozesse vorantreiben und das Leben in Kirche und Gesellschaft engagiert mitgestalten. Mit dem Preisgeld, das die Bischöfliche Studienförderung vergibt, ist die Umsetzung der einzelnen Projekte sichergestellt.

Bereits im April werden die ersten Initiativen Wirklichkeit. Am 15. April 2016 treffen ehemalige und aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten des Cusanuswerks aus dem Umkreis der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover „ihren“ Ortsbischof Norbert Trelle zu einem Austausch und zu einem gemeinsamen Gottesdienst im Dom zu Hildesheim. Die Begegnung in Hildesheim ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von dezentralen Gottesdiensten, mit denen in ganz Deutschland das Jubiläum „60 Jahre Cusanuswerk“ gefeiert werden soll. Die Initiative geht auf den Altcusaner Johannes Stollhof zurück, der in diesem Jahr einer der Ideenpreisträger ist.

Am 22. April 2016 in Berlin: Mitten in der Kapitale werden zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kirche zur ersten „Cusanus Lecture“ erwartet. Das Thema der Lecture: „Religion – eine Ressource Europas?“. Eine der prominenten Rednerinnen des Abends wird Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, sein. Im Anschluss an die Lecture findet ein Abendessen mit dem Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner Koch, statt. Den „Ideenpreis“ für diese Initiative erhalten Dr. Thomas Jaschke und Dr. Rudolf Teuwsen.

Katholikinnen als Vorbilder in Leitungsverantwortung. „Wie will ich leiten – in Verantwortung vor Gott und der Welt?“ Diese Frage wird im Zentrum einer Veranstaltung stehen, die die Ideenpreisträgerin Birgit Mock (Altcusanerin und Geschäftsführerin des Hildegardis-Vereins) zusammen mit (altcusanischen) Kolleginnen im Hildegardis-Verein als Kick-off-Event für die Gründung eines generationenübergreifenden Netzwerks von Katholikinnen im Frühjahr 2017 durchführen wird. Die Veranstaltung und das Netzwerk insgesamt werden, so Mock, „Erfahrungen von Selbstwirksamkeit in Auseinandersetzung mit Vorbildern ermöglichen und zu verantwortlicher Mitgestaltung von Kirche, Politik und Gesellschaft ermutigen“.

Die Kräfte in den Regionen nachhaltig stärken. Einige der preisgekrönten Projektideen wollen auch lokal und regional konkrete Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch anbieten. Das Ziel: Die weitere Profilierung der cusanischen Identität vor Ort und eine Beteiligung an öffentlichen Diskursen. Dies soll z. B. geschehen durch Dialogveranstaltungen im Kloster Irsee, den sogenannten „Irseer Dialog“ (Preisträgerin: Dr. Maika Gruber) in den Jahren 2016 und 2017, oder durch ein großes Vernetzungstreffen in der Mitte der Republik: im Erbacher Hof, Katholische Akademie des Bistums Mainz (Preisträger: Dr. Felix Hammermann; geplant für 2017 und 2019).

Lokal bzw. regional strukturiert ist auch eine Mentoring-Initiative, die Dr. Christoph Ellßel mit Unterstützung des Ideenpreisgeldes in verschiedenen Städten (etwa in Köln, München und Berlin) organisiert. Durch die Initiative sollen junge Studierende des Cusanuswerks sowohl persönlich als auch auf ihrem Weg im Studium sowie beim Start in den Beruf Unterstützung und Rat erhalten.

Die Auswahl der Preise – mit einem Gesamtbudget von 30.000 Euro – lag in den Händen einer neu gegründeten Jury. Die Mitglieder sind: Prof. Dr. Peter Funke (Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Vorsitzender des Beirats des Cusanuswerks), Matthias Kopp (Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz), Prof. Dr. Wim Kösters (Vorstand der Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk), Conrad Prillwitz (Vorstand der Stipendiatinnen und Stipendiaten), Dr. Rudolph Vollmer, (Mitglied des Altcusanerrats), Prof. Dr. Georg Braungart (Leiter des Cusanuswerks), Dr. Thomas Scheidtweiler (Generalsekretär des Cusanuswerks), Dr. Tobias Davids (Projektleiter Alumni-Management und Netzwerkförderung im Cusanuswerk).

Die Preisverleihung erfolgt beim Jahrestreffen des Cusanuswerkes am 21. Mai 2016 um 20.00 Uhr auf Schloss Ehringerfeld bei Geseke.

Hintergrund:
Die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk ist das Begabtenförderungswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen hat das Cusanuswerk bereits mehr als 8.000 hochbegabte Studierende und Promovierende gefördert – ideell und finanziell. Cusanerinnen und Cusaner tragen mit fachlicher Exzellenz und herausragendem Engagement zum Gemeinwohl bei, ein Leben lang und vielfach in besonders verantwortungsvollen Positionen von Kirche und Gesellschaft, von Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. Das Cusanuswerk wurde 2015 von der European Foundation for Quality Management mit dem Zertifikat „EFQM Committed to Excellence – 2 star“ ausgezeichnet.

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