Pressemeldung
19.05.2017 - Nr. 081

Katholisch in Lutherstadt – Veranstaltungsangebote der katholischen Kirche während der Weltausstellung Reformation

Bischof Feige: Dankbar für die Geschenke des Christusfestes

Anlässlich der morgen (20. Mai 2017) beginnenden Weltausstellung Reformation in Wittenberg, sind heute die Veranstaltungsangebote der katholischen Kirche während der Weltausstellung eröffnet worden. Unter dem Leitthema „Katholisch in Lutherstadt“ wollen die verschiedenen Veranstaltungen dazu beitragen, über die katholische Kirche und die Reformation ins Gespräch zu kommen. Die katholische Kirche möchte so während der Weltausstellung Reformation ein Zeichen der gewachsenen ökumenischen Verbundenheit setzen. Der Bischof von Magdeburg und Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige, hob bei der Eröffnung hervor, dass die katholische Kirche Gastgeber und Gast zugleich sei: „Als Gastgeber heißen wir alle Besucher der Stadt Wittenberg und der Weltausstellung zu unseren Angeboten willkommen.“ Gleichzeitig sei man auch gerne Gast: „Als Gast bringt man zu einer Feier Geschenke mit. Unseres ist die katholische Tradition, die in der Wittenberger Gemeinde gelebt wird“, so Bischof Feige.

Die vielfältigen Veranstaltungsangebote bei „Katholisch in Lutherstadt“ werden vier Monate lang wochenweise von (Erz-)Bistümern und Hilfswerken durchgeführt. Täglich laden Kurzmeditationen zu jeder vollen Stunde und eine abendliche Vesper zum Innehalten und gemeinsamen Gebet ein. Sonntags um 10.30 Uhr findet eine Eucharistiefeier statt. Das Gesprächsangebot „Was ich schon immer einen Katholiken fragen wollte“ bittet täglich um 15.00 Uhr Besuchern die Möglichkeit, sich mit katholischen Christen auszutauschen. Kulturelle und akademische Veranstaltungen an den Wochenenden runden das Programm ab. Außerdem gibt es ein Kirchencafé, das vom Augustinuswerk e. V. betreut wird. In zwei Ausstellungen wird die Thematik erweitert: „Katholisch den Glauben feiern“ erschließt den katholischen Kirchenraum und „Katholisch in Luthers Stadt in 9,5 Themen“ beleuchtet die Geschichte der katholischen Pfarrei in Wittenberg. Beide Ausstellungen wurden vom Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik von der Universität Halle-Wittenberg konzipiert.

An der Ausstellungseröffnung und der anschließenden Vesper in der katholischen Kirche von Wittenberg nahm neben Mitgliedern des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und weiteren Partnern der Ökumene auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr.  Reiner Haseloff teil. In seinem Grußwort würdigte der Ministerpräsident den katholischen Beitrag zum Reformationsgedenken. „Es ist ein entscheidendes Signal, dass wir uns in einem ökumenischen Geist an die Reformation erinnern und heute mehr das Verbindende suchen als das, was uns trennt“, sagte Ministerpräsident Haseloff.

Bischof Feige dankte bei der Eröffnung den (Erz-)Bistümern und Hilfswerken, ein ansprechendes und vielfältiges Programm entwickelt zu haben und sprach von einem Zeichen „deutschlandweiter Solidarität“. Mit Blick auf die Ökumene betonte er: „Dass Katholiken und Protestanten in Wittenberg so gut miteinander kooperieren, war – wie wir aus der Geschichte wissen – nicht immer der Fall. Von Herzen bin ich darum für die vielen ökumenischen Geschenke dankbar, die uns das Christusfest schon beschert hat, und hoffe, dass wir mit den katholischen Angeboten ein weiteres Geschenk hinzugeben können. Ich wünsche Ihnen und allen Besucherinnen und Besuchern der Weltausstellung anregende Erkenntnisse und Freude beim Entdecken der vielfältigen Angebote von ‚Katholisch in Lutherstadt‘.“


Hinweise:
Das aktuelle Programm und weitere Informationen zum Projekt „Katholisch in Lutherstadt“ sind unter www.katholisch-in-lutherstadt.de verfügbar.

Das Grußwort von Bischof Dr. Gerhard Feige finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.


Alle Rechte vorbehalten © 2017 Deutsche Bischofskonferenz

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz | DBK.de | pressestelle(at)dbk.de | Kaiserstrasse 161 | 53113 Bonn | Telefon: 0228 103-214 | Fax: 0228 103-254