Pressemeldung
10.09.2017 - Nr. 145

„Katholisch in Lutherstadt“

Bilanz der katholischen Angebote während der Weltausstellung Reformation

Mit dem heutigen Ende der Weltausstellung Reformation in Wittenberg werden auch die katholischen Angebote abgeschlossen, die 95 Tage unter dem Motto „Katholisch in Lutherstadt“ stattfanden. Seit Mai war die katholische Kirche als Gast der Weltausstellung Reformation zugleich Gastgeberin für ein vielfältiges geistliches Angebot und mehr als 30 akademische und kulturelle Veranstaltungen.

Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), der zugleich auch katholischer Ortsbischof von Wittenberg ist, zieht eine überwiegend positive Bilanz: „Nachdem zu Beginn die Besucherzahlen der Weltausstellung eher verhalten waren, hat sich dies in ihrem Verlauf geändert. Die katholische Mitwirkung in Wittenberg war ein konkreter Ausdruck des gewachsenen ökumenischen Miteinanders in unserem Land. In der Ausrichtung auf Christus konnten wir als Katholiken im Reformationsjahr 2017 gemeinsam mit unseren evangelischen Schwestern und Brüdern ein Christusfest begehen, das die Abgrenzung und das Gegeneinander früherer Jahrhundertjubiläen der Reformation durchbrochen hat. Diese Erfahrung macht uns Mut, ökumenisch weiterzugehen.“

Als offener Raum hieß die katholische Kirche in Wittenberg die Besucher der Weltausstellung sowie viele Einheimische willkommen. Sie war in dieser Zeit ein Ort für Begegnungen und ein Ort der Stille und des Gebets. Das Programm lag wochenweise in der Verantwortung verschiedener deutscher Diözesen und Hilfswerke. Zusätzlich konnte mit dem ortsansässigen ökumenisch getragenen Augustinuswerk e. V., das Menschen mit Hilfebedarf fördert, ein Kirchencafé auf dem Kirchvorplatz installiert werden. Das Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik der Universität Halle-Wittenberg hatte für „Katholisch in Lutherstadt“ zwei Ausstellungen konzipiert: eine Wanderausstellung zur wechselvollen Geschichte der katholischen Pfarrei in der Stadt Luthers und eine Ausstellung, die den katholischen Kirchenraum den Besuchern verschiedener Konfessionen erschloss.

„Ich danke allen, die es ermöglicht haben, das Projekt ‚Katholisch in Lutherstadt‘ zu realisieren“, so Bischof Feige. „Gerade den Vertreterinnen und Vertretern der Bistümer und Hilfswerke sage ich Dank, ohne die eine solche Umsetzung undenkbar gewesen wäre. Das gilt auch für die beiden Kooperationspartner, die zum Gelingen des Projektes auf verschiedenen Ebenen beigetragen haben. Wir waren da! Allein das ist für mich ein wichtiges ökumenisches Signal, das man in seiner Innen- und Außenwirkung nicht unterschätzen darf.“

Hinweis:
Im Dossier www.katholisch-in-lutherstadt.de sind die Veranstaltungen sowie Bilderstrecken der Angebote verfügbar.

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