Pressemeldung
27.10.2017 - Nr. 182

Kongress „(Re)thinking Europe“

Kardinal Marx: Das Projekt Europa hat Großes bewirkt

Man sieht das Podium und einen Teil des Publikums.

Auftakt des ComECE-Kongresses „(Re)thinking Europe“ in der Synodenaula im Vatikan: Kardinal Marx (Mitte) und Kardinalstaatssekretär Pietro Paolin, (Mitte re.). © DBK/Kopp

„Die Europäische Union und ganz Europa stehen vor großen Herausforderungen, die nicht auf Europa allein beschränkt sind, auf die die Bürger von Politikern und von der Politik – wenn schon nicht abschließende Antworten –, dann doch eine deutliche Zielsetzung und Perspektive erwarten.“ Diese Auffassung hat heute (27. Oktober 2017) der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf einer Pressekonferenz in Rom vertreten. Unmittelbar vor Beginn des Kongresses „(Re)thinking Europe“, der von der ComECE und dem Heiligen Stuhl veranstaltet wird und bis zum kommenden Sonntag dauert, nannte Kardinal Marx als wichtige Herausforderungen den Klimawandel, die zunehmenden Veränderungen in der Arbeitswelt durch Digitalisierung und die aktuellen Fragen der Flucht- und Migrationsbewegungen.

In der Pressekonferenz warnte Kardinal Marx davor, angesichts dieser Herausforderungen die Antworten im Gestern zu suchen, in einer falsch verstandenen „Rückkehr zum Bewährten“, die oft nur Nostalgie und romantische Verklärung der Vergangenheit sei. „Auch populistische und rückwärtsgewandte politische Strömungen sind ein Ausdruck dafür. Das ist aber nicht unsere Perspektive: Es geht nicht um den beschönigenden Rückblick, sondern es geht um einen klaren Blick auf unsere Gegenwart und vor allem auf die Zukunft.“

Die Europäische Union, das „Projekt Europa“ hätte Großes bewirkt. Gleichzeitig stelle sich aber die Frage, wie und was die Kirche beitragen könne, um Antworten zu finden. Der Kongress „(Re)thinking Europe“ wolle Politiker und Vertreter der Kirche, ebenso wie Vertreter gesellschaftlicher Organisationen miteinander ins Gespräch bringen über Europa, die Europäische Union, über Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen. Das Treffen in Rom sei nicht der Abschluss eines Nachdenk- und Diskussionsprozesses über Europa und die Europäische Union, sondern ein Auftakt, betonte Kardinal Marx.

Hinweise:

Das Statement von Kardinal Reinhard Marx in der Pressekonferenz in Rom ist unten als pdf-Datei sowie unter www.comece.eu verfügbar. Das Programm sowie die Liste der Teilnehmer sind ebenfalls dort zu finden.


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