Pressemeldung
20.11.2017 - Nr. 194

Verfolgte und bedrängte Christen: Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zur Lage der Christen in Nigeria

Seit mehreren Jahren macht die Deutsche Bischofskonferenz mit ihrer Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen unserer Zeit“ auf die Probleme der Christen in zahlreichen Ländern aufmerksam. Nachdem zuletzt die Arabische Halbinsel, Irak, Syrien und Indonesien im Mittelpunkt standen, stellt der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Mittwoch, den 29. November 2017 um 10.30 Uhr in Berlin (Ort: Katholisches Büro, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin) die neue Arbeitshilfe zur Situation der Christen im Norden Nigerias vor.

Die Arbeitshilfe gibt einen Überblick über die Geschichte des Christentums und des Islam in Nigeria, erklärt aktuelle Konfliktlinien und analysiert die Hintergründe der andauernden Gewalt. Sie lässt Fachleute aus Nigeria zu Wort kommen und erläutert mit Beiträgen der Bischöfe von Jos und Sokoto die Situation im Norden des Landes. Die deutschen Bischöfe wollen durch ihre jährliche Initiative die Auseinandersetzung mit der Diskriminierung und Verfolgung von Christen, die in vielen Teilen der Welt weiter anhält, auf möglichst breiter Ebene lebendig halten.

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind zur Vorstellung der Arbeitshilfe in einem Pressegespräch herzlich eingeladen. An diesem Gespräch nehmen teil:

  • Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, stellt die Arbeitshilfe vor und berichtet von seinem Besuch in Nigeria;
  • Bischof Matthew Kukah (Bistum Sokoto im Norden Nigerias) erläutert das Zusammenleben der Gläubigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften in einer vom sunnitischen Islam geprägten Region;
  • Prälat Dr. Klaus Krämer (Aachen), Präsident des katholischen Hilfswerks Missio, informiert über das Engagement von Missio in Nigeria und über den christlich-islamischen Dialog.

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind gebeten, sich für dieses Pressegespräch mit einer formlosen E-Mail (pressestelle(at)dbk.de) anzumelden.


Hintergrund:

Nigeria gehört mit rund 200 Millionen Einwohnern und mehr als 400 verschiedenen ethnischen Gruppen zum bevölkerungsreichsten und kulturell vielfältigsten Land des afrikanischen Kontinents. Die Einwohner bekennen sich etwa zur Hälfte zum Christentum und zur anderen Hälfte zum Islam. Während der Süden des Landes mehrheitlich christlichen Konfessionen angehört, ist im Norden der Islam vorherrschend. Nigeria steht heute vor vielfältigen Herausforderungen. Terroranschläge und brutale Gewalt destabilisieren besonders den Norden. Trotz einiger Erfolge der Armee hat die islamistische Terrororganisation Boko Haram noch immer weite Teile des Nordostens Nigerias im Griff. Daneben tragen Überfälle nomadischer Hirten auf die Dörfer sesshafter Bauern zur Verschärfung der Situation bei.

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