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24.12.2017 - Nr. 027

Weihnachtsbotschaft stärkt Bereitschaft zur Solidarität

Kardinal Marx: Mitte des christlichen Glaubens ist Quelle eines tragfähigen Miteinanders

Die Weihnachtsbotschaft liefert laut Kardinal Reinhard Marx einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft. „Wenn ich glaube, dass Gott in Jesus der Bruder aller geworden ist, stärkt das meine Verbundenheit und Offenheit, meine Bereitschaft zur Solidarität und zum Miteinander“, sagt Kardinal Marx laut Redemanuskript in seiner Weihnachtspredigt an Heiligabend bei der Christmette im Münchner Liebfrauendom. Gerade in der jüngsten Zeit sei die Frage, „Was hält diese Gesellschaft eigentlich zusammen?“, immer drängender geworden: „Das Geheimnis von Weihnachten, das uns in die Mitte des christlichen Glaubens führt, ist ohne Zweifel eine starke Quelle des Miteinanders und einer tragfähigen Gemeinschaft“, so Kardinal Marx.

Als eine „Art Gesamtkunstwerk“ helfe Weihnachten, auch im „persönlichen Leben die Kunst der Liebe und des richtigen Lebens zu lernen“, erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München und Freising. Denn wer sein „eigenes Leben als wunderbares Geschenk der Liebe Gottes begreife“, der schaue „auch den Mitmenschen mit anderen Augen an“. Mensch sein könne der Einzelne „nur in der Gemeinschaft mit anderen Menschen, ja letztlich mit allen Menschen, für die Gott in Jesus von Nazareth Mensch geworden ist“.

Zwar bestehe die Gefahr, dass das Weihnachtsfest als „ein Kristallisationspunkt unserer Sehnsucht, unserer Hoffnungen, unserer Vorstellungen von einem guten, schönen und gelingenden Leben“, überfordert werde „und dann umso anstrengender und verkrampfter sein kann“, räumt der Kardinal ein. Dennoch gebe Weihnachten vor allem „Orientierungen, die Mut machen, die Sehnsucht nach dem richtigen Leben, ja nach dem Glück, nicht aus dem Auge zu verlieren“. 

Mit der Geburt Jesu werde dem Menschen vor Augen geführt, dass er nicht allein sei: „Im Kind von Bethlehem sagt mir der Schöpfer des Lebens: Ich bin dein Bruder und der Bruder aller Menschen.“ Damit wird nach Auffassung von Kardinal Marx deutlich, dass der Grund des Lebens „nicht Misstrauen, Angst“ sei, sondern „Hoffnung und die Erfahrung, dass ich geliebt und gewollt bin“. Die Wünsche für ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest seien, so bekräftigt Kardinal Marx, „nicht oberflächliche Routine, sondern Ermutigung, die weihnachtliche Kunst des Lebens und der Liebe nicht zu verlernen, sondern sogar zu stärken“.

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