Pressemeldung
06.10.2014 - Nr. 167

Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch erhält das Große Verdienstkreuz mit Stern

Kardinal Marx: „Für das Gemeinwohl Großes bewirkt“

Der frühere Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch, ist heute von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde auf Schloss Bellevue in Berlin übergab der Bundespräsident die Auszeichnung an Erzbischof Zollitsch. In der Begründung für die Auszeichnung heißt es, dass Erzbischof Zollitsch „mit Stellungnahmen zu gesellschaftspolitischen Themen einen wichtigen Beitrag zu aktuellen Debatten geleistet hat. Eines seiner großen Anliegen ist stets die Ökumene gewesen. Besonders verdient gemacht hat sich Erzbischof Robert Zollitsch auch um den jüdisch-christlichen Dialog und um die Versöhnung mit Polen. Seine persönlichen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg haben ihn zu einem leidenschaftlichen Brückenbauer und engagierten Europäer werden lassen. In besonderer Weise tritt er für gesellschaftliches Engagement ein“. Sowohl als Geistlicher als auch als „homo politicus“ habe er sich für die Würde des Menschen und das Wohl der Gesellschaft unermüdlich eingesetzt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigte in einem Glückwunschschreiben die Ehrung für Erzbischof Zollitsch. Dass die Auszeichnung im Zusammenhang mit und im Umfeld des „Tag der Deutschen Einheit“ stattfinde, sei ein „ausdrucksstarker Bezug zu Deinem Wirken als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, das auf deutliche Weise durch das Mühen geprägt war, den bischöflichen Zusammenhalt und die Entfaltung von Freiheit und Gerechtigkeit in unserem Land zu fördern“, so Kardinal Marx in seinem Brief. „Einheit ist aber auch ein Schlüssel zum Verständnis Deines jahrzehntelangen Wirkens in der Kirche und besonders Deines Dienstes als Erzbischof von Freiburg. Du hast an vielen Stationen Deines Lebens und in sehr verschiedenen Aufgaben die Menschen im Glauben und in der Kirche zusammengeführt und auf diese Weise für das Gemeinwohl Großes bewirkt.“ Mit Erzbischof Zollitsch werde eine Persönlichkeit geehrt, so Kardinal Marx, „die durch ihre Lebensgeschichte Einheit und Freiheit in seinen vielen Dimensionen kennenlernen musste und erleben durfte“.

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