Pressemeldung
27.12.2011 - Nr. 194

27.12.2011: Erzbischof Zollitsch kondoliert der Nigerianischen Bischofskonferenz

Anschläge auf Kirchen in Nigeria

Nach den Anschlägen auf christliche Kirchen während der Weihnachtsfeierlichkeiten in Nigeria hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, heute der Nigerianischen Bischofskonferenz kondoliert. In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Felix Alaba Job, und den Erzbischof von Abuja, John Onaiyekan, drückt Zollitsch sein Mitgefühl für die ganze Kirche Nigerias aus: „Die feigen Attacken auf Gotteshäuser sind für mich unvorstellbare und von blindem Hass gesteuerte Taten. Ich möchte Ihnen, den Angehörigen der Opfer und der ganzen Kirche Nigerias mein tief empfundenes Beileid aussprechen und darf Ihnen versichern, dass ich Ihnen im Gebet verbunden bin“, schreibt Erzbischof Zollitsch.

In seinem Kondolenzbrief erinnert Zollitsch an seinen Besuch in Nigeria vor zwei Jahren. „Mich macht es sprachlos und traurig, wenn ich in den Nachrichten aus Ihrem Land im Jahre 2011 viel zu häufig von Terror und Gewalt höre. Wie sehr sehnen Sie und die Gläubigen sich nach einer Realisierung der Friedensbotschaft von Weihnachten? Wie sehr beten Sie um ein Leben ohne Angst und ohne Gewalt? Wie intensiv setzen Sie sich persönlich für eine Verständigung zwischen den Religionen und Kulturen in Ihrem Land ein?“ Was sich an Weihnachten in Nigeria ereignet habe, lasse sich nicht in Worte fassen, so Zollitsch. „Es zeigt die menschenverachtenden Abgründe, zu denen Terrorismus fähig ist. Umso mehr dürfen Sie sicher sein, dass wir hier in Deutschland und als Kirche unseres Landes für Sie und Ihre Heimat beten: Der Frieden ist möglich, auch wenn er durch solche Anschläge wie vor drei Tagen ausgehöhlt und durch Fanatismus geschädigt werden soll.“

Bereits gestern hatte sich Erzbischof Zollitsch schockiert über die Nachrichten aus Nigeria gezeigt. Am Gedenktag des Hl. Stephanus, den die Kirche als ersten Märtyrer der Frühen Christenheit verehrt, hatte der Freiburger Erzbischof bei einem Gottesdienst vor der weltweiten Verfolgung von Christen gewarnt. „Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass es auch heute zahlreiche Menschen gibt, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und es mit dem Leben bezahlen müssen“, sagte Zollitsch.

 

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