Pressemeldung
29.06.2009 - Nr. 085

Neues Institut für Weltkirche und Mission gegründet

"In Frankfurt wird Weltkirche erfahrbar"

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen haben heute das Institut für Weltkirche und Mission in Frankfurt am Main eröffnet. Träger des neuen Instituts an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen sind die Deutsche Bischofskonferenz, die Hochschule Sankt Georgen und der Jesuiten-Orden. Forschende und Lehrende sollen dazu beitragen, das weltkirchlich-missionarische Selbstverständnis der Kirche wissenschaftlich zu vertiefen und Kontakte zu wissenschaftlichen Partnern in aller Welt pflegen. Mit der Gründung des Instituts ist die Errichtung eines Lehrstuhls verbunden.
Im Rahmen des akademischen Festaktes sagte Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg: »Den deutschen Bischöfen ist nachdrücklich daran gelegen, dass die weltkirchlich-missionarische Dimension der Kirche in der Welt von heute in neuer Weise im Raum der Wissenschaften verankert wird.« Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz hoffe, dass das Institut für Weltkirche und Mission neue Impulse für die internationale Arbeit der Diözesen, der Hilfswerke und der Orden hervorbringen werde. Das Institut habe deshalb die Aufgabe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der weltkirchlichen Einrichtungen aus- und fortzubilden. Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg), der Vorsitzende der Bischöflichen Unterkommission für Missionsfragen, hob hervor, dass der Horizont, in dem heute über Mission nachgedacht werde, durch die wirtschaftliche, mediale und kulturelle Globalisierung sowie die immer dichter werdende weltweite Vernetzung in allen Bereichen bestimmt sei: »Wir in Europa können immer mehr von den Erfahrungen der Kirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika lernen. Diese Ortskirchen bleiben ihrerseits auch angewiesen auf den Erfahrungsschatz der Kirchen in Europa.«
Professor Dr. Albert-Peter Rethmann, der Gründungsdirektor des Instituts, sagte in seinem Festvortrag: »An der Hochschule Sankt Georgen hat das Institut seinen festen Ort in Forschung und Lehre, auch in der Kooperation mit den anderen theologischen Fächern.« Mit der Gründung des Instituts sei das Fach Missionstheologie in Deutschland deutlich gestärkt worden.
Professor Dr. Ulrich Rhode SJ, Rektor der Hochschule Sankt Georgen, erklärte in seinem Grußwort: »In Sankt Georgen ist aufgrund des hohen Anteils von Studierenden aus aller Welt schon jetzt Weltkirche im Kleinen erfahrbar. Das neue Institut passt gut hierher; zugleich hoffe ich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den anderen wissenschaftlichen Institutionen, die sich den Fragen von Weltkirche und Mission stellen.«



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