Pressemeldung
11.03.2016 - Nr. 048

Bundesweiter Auftakt zum Josefstag

Kardinal Marx: Jugendlichen immer wieder Chancen geben

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, sowie der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), haben im Beisein von Politikern und zahlreichen in der Jugendsozialarbeit engagierten Akteuren heute (11. März 2016), in München den diesjährigen Josefstag bundesweit eröffnet. „Wir brauchen eine Gesellschaft mit dynamischer Chancengerechtigkeit – nicht zuletzt angesichts der großen Herausforderungen durch Flüchtlinge“, sagte Kardinal Marx im Ausbildungszentrum des Kolpingwerkes für Garten- und Landschaftsbau (KOGA) in München-Feldmoching. „Wir müssen den jungen Menschen signalisieren: Es gibt immer wieder eine Chance.“ Denn, so der Kardinal weiter, „Jugend braucht Perspektiven – darauf müssen wir auch als Kirche aufmerksam machen“. Entsprechend sei der diesjährige zehnte Josefstag unter das Leitthema „Faire Arbeit – Jugend braucht Perspektive“ gestellt worden.

Bischof Wiesemann unterstrich: „Wir als Gesellschaft können auf die jungen Menschen gar nicht verzichten – wir brauchen jeden. In jedem Einzelnen steckt unglaublich viel: Jeder besitzt Würde, Charismen und etwas, das ihm mitgegeben ist.“ Die katholische Kirche fühle sich – auch in ökumenischer Verbundenheit – „zutiefst verpflichtet“, den jungen Menschen Perspektiven zu geben.

„Faire Arbeit, das bedeutet mehr, als dass man irgendwas schafft“, unterstrich der Jugendbischof. „Faire Arbeit heißt, dass man sich verwirklichen kann, für die Gesellschaft und das Miteinander etwas tut und einen tiefen Sinn im eigenen Leben sieht.“ Die Arbeitsbedingungen, so Bischof Wiesemann weiter, „sollen der Persönlichkeitsentwicklung förderlich sein“. Dazu gehörten eine „gewisse Sicherheit für den eigenen Lebensentwurf“. Die aber gebe es nicht, wenn jungen Menschen immer nur befristete Arbeitsverhältnisse angeboten würden. Bischof Wiesemann unterstrich: „Wir wollen Menschen, die eine Existenz und eine Familie gründen und damit auch Leben weitergeben. Dazu brauchen wir Festanstellungen und faire Löhne, von denen man auch leben kann. Hier sind wir alle gefordert.“
Bundesweite, dezentrale Aktionen zum Josefstag finden am Freitag, 18. März und am Samstag, 19. März, dem Hochfest des heiligen Josef, statt. Informationen dazu sind unter www.josefstag.de verfügbar.

Hintergrund
Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen. Der Josefstag ist eine Aktion des „arbeit für alle e. V.“, einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit. Gemeinsam mit der Katholischen Jugendsozialarbeit (KJS) Bayern, dem Kolping-Bildungswerk, dem Diözesan-Caritasverband und dem BDKJ-Diözesanverband organisierte der Trägerkreis die Auftaktveranstaltung.

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