Aktuelle Meldung
04.11.2016 - Nr. 031

Erklärung zur Pilgerreise der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD ins Heilige Land

Anlässlich einer öffentlichen Debatte über den Besuch von Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD auf dem Tempelberg und an der Westmauer in Jerusalem am 20. Oktober 2016 erklärt der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp:

„Die katholischen Bischöfe aus Deutschland und die evangelische Delegation haben bei ihrem Besuch des Felsendoms und der al-Aksa-Moschee (nicht aber des gesamten Tempelbergs) (arabisch: al-haram asch-scharif) darauf verzichtet, das Bischofskreuz zu zeigen. Gleiches haben sie auch beim Besuch der jüdischen Westmauer (hinlänglich bekannt als ‚Klagemauer‘) getan. Es handelte sich dabei um eine Geste der Zurückhaltung, die angesichts der generell angespannten und in Folge des jüngsten UNESCO-Beschlusses sogar noch verschärften Lage angeraten erschien. Die Besucher aus Deutschland haben deutlich gemacht: Wir empfinden uns hier als Gäste; unser Besuch geht nicht mit irgendwelchen Ansprüchen einher, die die ohnehin schwierige und aufgeheizte Situation noch weiter belasten könnten. Die ökumenische Delegation hat damit auch an die Streitparteien in Jerusalem und im Nahen Osten ein Signal ausgesandt: Nur mit Respekt, Klugheit, Umsicht und Demut ist der Frieden zu erringen.“

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