Pressemeldung
14.03.2017 - Nr. 048

Treffen von CDU und Deutscher Bischofskonferenz

Kardinal Marx überreicht der Bundeskanzlerin das Christuskreuz zum Reformationsgedenken beim Gespräch von Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz mit der CDU-Spitze am 13. März 2017: (v. li.) Weihbischof Geerlings, Weihbischof Hegge, Bischof Ackermann, CDU-Generalsekretär Dr. Tauber, Kardinal Woelki, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Kardinal Marx und Ministerpräsident Dr. Haseloff. © CDU Deutschland

Das Präsidium der CDU Deutschlands hat sich gestern (13. März 2017) unter Leitung der Vorsitzenden, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, zu einem Meinungsaustausch mit Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung ihres Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, getroffen. Im Mittelpunkt des gut zweistündigen Gesprächs im Katholischen Büro der Deutschen Bischofskonferenz standen neben einem Ausblick auf das Jahr 2017 Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die Themen Flucht und Migration sowie die Zukunft der Europäischen Union.

Angesichts der großen Herausforderungen waren sich beide Seiten einig, dass christliche Werte in unserem Land eine zentrale Rolle spielen müssen. Mit Blick auf das Reformationsjahr wurde die Bedeutung der Ökumene betont. Der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie der Unterstützung und Förderung von Familien komme eine entscheidende Rolle zu. Dies gelte auch für die Fortschreibung der europäischen Integration, deren friedensstiftendes Wirken besonders hervorgehoben wurde.

Die Integration von Flüchtlingen mit Bleiberecht sei eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre, waren sich beide Seiten einig. Die Vertreter der CDU dankten den Bischöfen ausdrücklich für das große Engagement der Kirchen in der Flüchtlingshilfe und bei der Integrationsarbeit. Dabei warben die Vertreter der Bischofskonferenz für eine faire Lastenverteilung in Europa und unterstrichen die Bedeutung des Familiennachzugs für eine erfolgreiche Integration.

Die Bekämpfung der Fluchtursachen insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent bleibe eine dauernde Aufgabe. Die Vertreter der Bischofskonferenz betonten, es sei ein starkes Signal, dass die Entwicklung Afrikas einer der Schwerpunkte der diesjährigen G20-Präsidentschaft Deutschlands sei.

Die Begegnung fand in einer herzlichen und offenen Atmosphäre statt. Beide Seiten vereinbarten, den vertrauensvollen Austausch weiter fortzusetzen.

Hintergrund
Für das Präsidium der CDU Deutschlands nahmen an dem Gespräch teil:
die CDU-Parteivorsitzende, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel; CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber; die Präsidiumsmitglieder Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister Dr. Thomas de Maizière, Prof. Monika Grütters, Karl-Josef Laumann und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff; zudem waren Bundesminister Peter Altmaier und die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Sabine Weiss zu Gast.

Für die Deutsche Bischofskonferenz nahmen an dem Gespräch teil:
der Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof Dr. Heiner Koch, Bischof Dr. Stephan Ackermann, Weihbischof Dieter Geerlings, Weihbischof Dr. Christoph Hegge, Weihbischof Wilfried Theising, Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, sowie Prälat Dr. Karl Jüsten und Katharina Jestaedt.

Hinweis:
Ein Foto des Spitzengesprächs kann kostenfrei unter pressestelle(at)dbk.de angefordert werden.

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