Pressemeldung
18.05.2017 - Nr. 079

Gebetstag für die Kirche in China am 24. Mai 2017

Erzbischof Schick: „Anerkennung wesentlicher Freiheiten ermöglicht die Einheit der Kirche in China“

Zum diesjährigen Gebetstag für die Kirche in China ruft der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr.  Ludwig Schick (Bamberg), die Katholiken in Deutschland auf, für die Einheit und Freiheit der Kirche in China zu beten. „Die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen Vertretern des Heiligen Stuhls und Chinas befinden sich in einer sehr wichtigen Phase“, betont Erzbischof Schick im Vorfeld des Gebetstags, der jährlich am 24. Mai begangen wird. „Es geht um wesentliche Fragen zur Einheit der Kirche und ihrer Freiheit.“

„Die Einheit der Kirche zu wahren und zu garantieren, ist dem Papst aufgetragen. Deshalb fordert das Kirchenrecht, dass der Nachfolger des hl.  Petrus alle Bischöfe auf der ganzen Erde frei ernennen und mit allen Ortskirchen ungehindert kommunizieren kann“, so Erzbischof Schick. Hinsichtlich der Ernennung von Bischöfen zeichne sich offenbar derzeit ein Konsens zwischen dem Heiligen Stuhl und der chinesischen Regierung ab. „Ein entsprechendes Übereinkommen könnte sich als ein Meilenstein auf dem Weg zur Lösung von anderen noch ausstehenden Fragen erweisen, die für die Kirche in China von größter Bedeutung sind“, betont der Erzbischof.

Zu den weiterhin offenen Fragen gehöre der Umgang mit den mehr als 30  gültig geweihten katholischen Bischöfen in China, denen die staatliche Anerkennung fehlt. Darüber hinaus sei zu klären, wie mit den Bischöfen verfahren werde, die ohne Zustimmung des Heiligen Stuhls geweiht wurden.

Die Möglichkeit, den Glauben in Wort und Schrift sowie durch entsprechende Medien zu verbreiten, Schulen zu gründen oder als Religionsgemeinschaft eigenen Besitz zu haben, bezeichnet der Erzbischof als „weitere Punkte für die Verhandlungen mit dem Staat in China“. „Dies betrifft nicht allein die katholische Kirche, sondern alle in China präsenten Religionsgemeinschaften“, so Erzbischof Schick. „Für die Lösung dieser Fragen werden wir beten und arbeiten.“

Der 24. Mai ist der Tag der traditionellen Wallfahrt zum größten chinesischen Marienheiligtum Sheshan in der Nähe von Shanghai. An diesem Tag begeht die katholische Kirche weltweit jedes Jahr den Gebetstag für die Kirche in China, den Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007 eingeführt hat. An diesem Tag sind alle Katholiken aufgerufen, im Gebet ihre Verbundenheit und Solidarität mit den Christen in China zu zeigen.

Hinweise:
Anregungen für Gebete und Fürbitten sowie Hintergrundinformationen über die Lage der Kirche in China sind auf der Internetseite des China-Zentrums e. V. www.china-zentrum.de verfügbar.

Das Gebet von Papst Benedikt XVI. zur Muttergottes von Sheshan finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.


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