Pressemeldung
26.07.2005 - Nr. 064

Katholischer Medienpreis für Wolfgang Uchatius und Max Kronawitter

Feierliche Preisverleihung mit Kardinal Lehmann am 26. September in Bonn

Am Montag, dem 26. September 2005, verleiht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, den Katholischen Medienpreis der Deutschen Bischofskonferenz, der in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e.V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband (KM) ausgeschrieben wird.
Die Preisverleihung findet im Rheinischen LandesMuseum in Bonn statt. Zu dem Festakt, der von Martin Blachmann (WDR) moderiert wird, werden rund 200 Gäste aus Kirche, Politik und Medien erwartet. Im Anschluss an die Preisverleihung lädt die Deutsche Bischofskonferenz zu einem Empfang ein.
Der diesjährige Preisträger in der Kategorie "Print" ist Wolfgang Uchatius (Redakteur bei "Die Zeit"). Er erhält die Auszeichnung für seine Reportage "Das globalisierte Dienstmädchen" (erschienen in: Die Zeit, Nr. 35, 19.08.2004), in der er den Blick auf eine bisher kaum beachtete Seite der Globalisierung lenkt: In dichter Reportagesprache, ergänzt durch sozialwissenschaftliche Beobachtungen, zeichnet er das Schicksal gebildeter philippinischer Frauen nach, die sich in Deutschland und anderen wohlhabenden Industriestaaten als Haushaltshilfen ihren Lebensunterhalt verdienen. Während die Frauen sich in der Fremde um die Babys anderer Leute kümmern, wächst auf den Philippinen inzwischen fast jedes dritte Kind ohne Eltern auf - diese schicken Geld, bleiben aber für den eigenen Nachwuchs unsichtbar.
In der Kategorie "Elektronik" wird der freie Filmautor Max Kronawitter für seine Dokumentation "Streit mit Gott - Ein Pfarrer im Rollstuhl" (Ausstrahlung: Bayerisches Fernsehen, 30.06.2004) ausgezeichnet. Der Preisträger hat sich auf sehr einfühlsame Weise mit symbolstarken Bildern und akzentuierten Tönen an die alte Theodizee-Frage gewagt: Warum lässt Gott Leid zu? Er blickt dabei ins Dunkel des Menschlichen, fragt nach dem Sinn des Leidens und der Tragfähigkeit einer Gottesbeziehung. Der Erfahrung des existentiellen Abgrunds setzt er nicht spirituelles Fast-Food entgegen, sondern entdeckt Inkarnationen des Christlichen.
Beide ausgezeichneten Beiträge, so die Jury, fördern die Orientierung an christlichen Werten wie auch das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge.
Der Katholische Medienpreis ist in jeder Kategorie mit jeweils 5.000 EUR dotiert. Die Preisträger wurden aus insgesamt 127 eingereichten Beiträgen (39 Printbeiträge, 54 Hörfunkbeiträge, 33 Filmbeiträge, 1 Internetbeitrag) von einer sechsköpfigen Jury unter der Leitung des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission, Weihbischof Friedrich Ostermann (Münster), ausgewählt. Weitere Mitglieder der Jury waren Dr. Claudia Nothelle (ARD-Hauptstadtstudio, Berlin), Gisela Steinhauer (WDR, Köln), Ulrich Engelberg (Ruhr-Wort, Essen), Gernot Facius (Die Welt, Bonn) und Bernhard Remmers (Verlagsgruppe Bistumspresse, Zentralredaktion, Osnabrück).
Hinweis an die Presse:
Im Anschluss an die Preisverleihung findet ein Fototermin mit Karl Kardinal Lehmann und den Preisträgern statt. Fotos der Preisträger sind abrufbereit bei KNA-Bild: Adenauerallee 134, 53113 Bonn, Tel: 0228/26000-800, Fax: 0228/26000-815.


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