Pressemeldung
16.12.2005 - Nr. 127

Ökumenische Delegation aus Serbien zu Gast beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, in Mainz

Die Zusammenarbeit zwischen den christlichen Kirchen in Serbien macht Fortschritte. Dies hat der heutige Besuch einer hochrangigen ökumenischen Delegation beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, in Mainz deutlich gemacht. An der Begegnung nahmen Repräsentanten der Serbischen Orthodoxen Kirche, der Katholischen Kirche und der Lutherisch-Evangelischen Kirche aus Serbien teil.
Kardinal Lehmann erinnerte bei dem Treffen an die Kriege und Verwerfungen, die den Balkan in den 90er Jahren nach dem Zerfall des alten Jugoslawien erschüttert haben: "Die Kirchen waren nicht die Verursacher, aber die Kriegführenden haben versucht, sie für ihre Zwecke zu instrumentalisieren". Umso wichtiger, so der Kardinal, sei ein neues Miteinander der Kirchen und Christen in Serbien, am Schnittpunkt von östlichem und westlichem Christentum.Die katholisch-orthodoxe Ökumene in Serbien sei "insgesamt derzeit auf einem guten Weg". So gebe es Begegnungen zwischen dem Hl. Synod des Belgrader Patriachats und der Katholischen Bischofskonferenz, Zusammenarbeit in den Bereichen Caritas, Jugendarbeit und Medien sowie ein gutes Zusammenwirken bei der Wiedereinführung des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen. Auch die Beziehungen zwischen der Serbisch-Orthodoxen Kirche und Rom hätten sich besonders in den letzten Jahren positiv entwickelt.Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz unterstrich die Bedeutung der Tagungen, die seit 1999 in gemeinsamer Trägerschaft der Serbisch-Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland durchgeführt werden. Diese bildeten "eine ökumenische Plattform für das Bemühen um Versöhnung und Aufarbeitung der oft schmerzhaften Erinnerungen" und sollen dazu beitragen, "den Weg der serbischen Gesellschaft in ein geeintes Europa zu ermöglichen, in dem unterschiedliche Religionen, Konfessionen, Kulturen, Ethnien und Nationen friedlich zusammen leben können".Die Delegation war auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung vom 11.-16. Dezember in Deutschland und heute beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz in Mainz zu Gast. Ihr gehörten an für die Serbisch-Orthodoxe Kirche: S.E. Bischof Irinej von Bačka, S.E. Bischof Jovan von Šumadija, S.E. Bischof Teodosije, Weihbischof in Lipljan, S.E. Bischof Justin von Timok, Erzpriester Milan Pejić, Hannover (Serbisch-Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa) und Diakon Stevan Rapajić; für die Katholische Kirche: S.E. Erzbischof Hočevar, Erzbischof von Belgrad, Dr. Andrija Kopilović; für die Lutherisch-Evangelische Kirche: Bischof Arpad Dolinski.

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