Informationen für Betroffene und Angehörige

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind, können Sie sich an den jeweils zutreffenden Missbrauchsbeauftragten (siehe Box auf der rechten Seite, unten) der (Erz-)Bistümer oder Orden wenden.

In der rechten Box finden Sie ein Formular zur Beantragung von Leistungen in Anerkennung des zugefügten Leids. Dazu gehört die Übernahme von Kosten für Therapie und Beratung sowie gegenbenenfalls materielle Leistungen. Bitte beachten Sie: Wenn Sie den Antrag ausfüllen, kann das eventuell seelische Probleme auslösen, weil plötzlich die Erinnerungen mit all dem Leid wieder spürbar werden (die Fachleute sprechen von „Dekompensationen “). Wir empfehlen deshalb dringend, den Antrag im Beisein des Missbrauchsbeauftragten, einer vertrauten Person oder eines Therapeuten auszufüllen.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte im Jahr 2010 eine Telefonhotline für Betroffene von sexuellem Missbrauch eingerichtet. Lesen Sie hier mehr zu diesem europaweit einzigartigen Projekt, welches von den deutschen Bischöfen initiiert und bis Ende 2012 durchgeführt wurde.

Abschlussbericht der Hotline

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Lebensberatung des Bistums Trier haben am 17. Januar 2013 in Trier den „Tätigkeitsbericht zum Abschluss der Telefonhotline der Deutschen Bischofskonferenz für Betroffene sexuellen Missbrauchs“ vorgestellt.

Zur Pressemitteilung vom 17.01.2013

 

Telefonhotline beendet Arbeit

Zum Jahresende 2012 hat die Telefonhotline der Deutschen Bischofskonferenz ihre Arbeit beendet. Bereits am 2. April 2012 hatte die Bischofskonferenz angekündigt, die Hotline aufgrund kaum noch eingehender Anrufe auslaufen zu lassen. Tatsächlich sind in den vergangenen Monaten so gut wie keine Anrufe mehr bei der Hotline eingegangen. Damit endet ein Projekt, das seinesgleichen bisher europaweit sucht. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte als eine der ersten Aufarbeitungsmaßnahmen nach Bekanntwerden von Fällen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich die Hotline 2010 geschaltet. Sie verstand sich als Ersthilfe und Anlaufstelle. Die Ergebnisse der Hotline werden am 17. Januar 2013 auf einer Pressekonferenz in Trier vorgestellt.

Wer weiter telefonische Hilfe oder Auskünfte benötigt, kann sich an die Missbrauchsbeauftragen wenden, die es in jedem Bistum gibt. Ebenso stehen als Ansprechpartner die Präventionsbeauftragten der Bistümer zur Verfügung.

Telefonnummern und Ansprechpartner finden Sie auf dieser Seite rechts im Kasten Beauftragte sowie unter www.praevention-kirche.de

 

Laufzeit der Hotline für Betroffene von sexuellem Missbrauch verlängert

Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, am 2. April 2012:

„Nachdem 2010 die Hotline für Opfer und Angehörige sexuellen Missbrauchs eingerichtet wurde, war diese zunächst auf zwei Jahre, das heißt bis April 2012 befristet. Es gibt längst nicht mehr so viele Anrufe wie vor zwei Jahren. Dennoch kommen noch Anrufe. Wir wollen diesen Menschen eine Chance zum schnellen und unbürokratischen Gespräch bieten. Deshalb wird die Hotline bis zum Jahresende verlängert. Sie gehört für uns zu einem umfassenden Maßnahmenpaket, um den Opfern sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich zu helfen.“

Bis Ende April sind die Telefone besetzt: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 15:00 bis 19:00 Uhr. Ab Mai wird die telefonische Anlaufstelle mittwochs von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr erreichbar sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Internetberatung.

Hotline für Betroffene verlängert bis April 2012

Die katholische Kirche in Deutschland wird ihre Hotline für Missbrauchsopfer länger offenhalten als ursprünglich geplant. Die Nummer solle nicht im September abgeschaltet werden, sondern bis April 2012 weiterbestehen, so die Deutsche Bischofskonferenz am Montag, 15.08.2011. Damit solle das Gesprächsangebot zwischen Kirche und Opfern weiter offengehalten werden.

Die bundesweite kostenfreie Telefon-Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs war Ende März 2010 eingerichtet worden. Sie wird von der Lebensberatung im Bistum Trier im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz betrieben und ist besetzt mit Psychologen und Sozialarbeitern. Bislang gab es 6.702 Gespräche und 32.224 Anrufversuche. Die meisten Betroffenen schilderten Vorfälle aus den Jahren von 1950 bis 1980. Zuletzt hat die Zahl der Anrufe stark abgenommen, in der vergangenen Woche auf über 50. Anfangs hatte es mehr als 400 Anrufe pro Woche gegeben. Das Interesse der Anrufer richtete sich zuletzt vor allem auf Therapieangebote, Beratung und die Frage der Entschädigung. (DBK, kna)

 

Hotline der Deutschen Bischofskonferenz für Opfer sexueller Gewalt legt Zwischenbericht vor

Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen Zwischenbericht ihrer Hotline für Opfer sexueller Gewalt vorgelegt. Danach wurden von März bis Mitte Oktober diesen Jahres 3.431 Gespräche am Telefon geführt und 213 Internet-Beratungen in Anspruch genommen. 22.845 Menschen informierten sich über das Angebot.

Zur Pressemitteilung vom 24. November 2010

Zwischenbericht

Mit dem Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz zur Durchführung der Hotline an die LEBENSBERATUNG im Bistum Trier, wurde der Auftrag verbunden, die Erkenntnisse der Hotline fachlich aufzubereiten und für die Arbeit an der Frage der künftigen Präventionsprogramme zur Verfügung zu stellen. Demnach sollten Leitfragen der Auswertung sein:

  • Gibt es Hinweise zur Frage der Prävention?
  • Gibt es Hinweise zur Frage der Betreuung von Opfern?

Mit dem vorgelegten Zwischenbericht ist nun nach etwa der Hälfte der Laufzeit der Hotline eine erste Auswertung dieser Art erstellt worden.

Hier können Sie den Zwischenbericht (insgesamt 4 Teile) herunterladen:

  

Telefon-Hotline

Die Telefon-Hotline trifft auf große Resonanz.

Zur Pressemitteilung des Bistums Trier vom 31.03.2010

Katholische Kirche schaltet Beratungs-Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs

Zur Pressemitteilung vom 30.03.2010

Beratung

Missbrauchs-Hotline startet am 30. März - Bischof Ackermann wird über Arbeitsweise und Funktion informieren

Die von der Deutschen Bischofskonferenz nach ihrer Vollversammlung angekündigte bundesweite Hotline zur Information in Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich wird ihre Arbeit am 30. März aufnehmen. Bei der Hotline sollen Fachleute den Opfern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 15. März in Koblenz bekanntgegeben. Bischof Ackermann ist der Beauftragte der Bischofskonferenz für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich. Zur genauen Arbeitsweise und Funktion der Hotline wird sich Bischof Ackermann am 30. März in Trier vor Journalisten äußern.

 

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