Runder Tisch und ergänzendes Hilfesystem

Die deutsche Bundesregierung startete im Jahr 2010 die Arbeitsgruppe „Runder Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“. Die katholische Kirche gehörte zu den Teilnehmern der Sitzungen. Hier finden Sie die chronologische offizielle Berichterstattung der Deutschen Bischofskonferenz zu diesem Thema.


Deutsche Bischofskonferenz verlängert die Antragsfrist zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS)

Die Deutsche Bischofskonferenz wird sich voraussichtlich bis zur Novellierung des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) am Ergänzenden Hilfesystem (EHS) für Betroffene sexuellen Missbrauchs beteiligen und verlängert damit die in der Vereinbarung zum EHS benannte Antragsfrist, die mit dem 31. August 2016 geendet hätte. Anträge können nun weiterhin über die Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch gestellt werden.


Neue Vereinbarung zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS)

Durch das Ergänzende Hilfesystem erhalten von sexualisierter Gewalt Betroffene Unterstützung und Linderung von Folgewirkungen, wenn Leistungen nicht von bestehenden Hilfesystemen übernommen werden. Am 6. Dezember 2013 unterzeichneten die katholische und evangelische Kirche als erste die „Vereinbarung zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch zum ergänzenden Hilfesystem“. Nach den ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Antragsverfahren wurden Änderungen in Bezug auf die Beteiligung von Betroffenen sowie hinsichtlich der noch zu schließenden Vereinbarungen mit den Bundesländern erforderlich. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die erweiterte Einbeziehung von Betroffenen sowie Verfahrensänderungen zum Versand der Entscheidung und bei Mehrfachbetroffenheit (familiär / institutionell). Am 12. Juni 2015 wurde die neue nunmehr gültige Vereinbarung unterzeichnet.

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Katholische und evangelische Kirche beteiligen sich als erste Institutionen am „Ergänzenden Hilfesystem für Betroffene sexueller Gewalt“

Der von der Bundesregierung im März 2010 eingesetzte Runde Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ hat am 30. November 2011 in seinem Abschlussbericht eine Vielzahl von Empfehlungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und für immaterielle und materielle Hilfen für von sexuellem Missbrauch Betroffene beschlossen. Am Freitag (06.12.2013) unterzeichneten die katholische und die evangelische Kirche die „Vereinbarung zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch zum ergänzenden Hilfesystem“ mit dem Bund.

Zur Pressemitteilung vom 6. Dezember 2013

Vereinbarung der katholischen Kirche mit dem Bund (pdf-Datei) - Hinweis: Am 12. Juni 2015 wurde die neue nunmehr gültige Vereinbarung unterzeichnet. Zur neuen Vereinbarung

Vereinbarung zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

Katholische Kirche unterstützt Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung

Die katholische Kirche in Deutschland und die Bundesregierung haben in einer Vereinbarung ihre Zusammenarbeit gegen sexuellen Kindesmissbrauch bekräftigt. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich, Bischof Dr. Stephan Ackermann, und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, unterzeichneten dazu in Berlin am 18. Juni 2012 eine „Gemeinsame Vereinbarung“ zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“.

Die katholische Kirche hat bereits verschiedenste Maßnahmen ergriffen, um Mädchen und Jungen, junge Frauen und Männer vor sexuellen Übergriffen in ihrem Bereich weitestmöglich zu schützen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat durch ihre „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vom 23. August 2010 und die „Rahmenordnung zur Prävention von sexuellen Missbrauch an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vom 23. September 2010 die Grundlagen zu einem wirkungsvollen Schutz geschaffen. Diese Maßnahmen sind geeignet, die Empfehlungen des Runden Tischs umfassend und zügig zur Geltung zu bringen und den Schutz von Minderjährigen vor sexualisierter Gewalt im kirchlichen Bereich zu verbessern. Gleichzeitig gewährleisten diese Grundlagen, dass junge Menschen, die in der Familie und in anderen Bereichen sexuell missbraucht wurden, in Diözesen, kirchlichen Institutionen und Verbänden kompetente Ansprechpartner finden.

Gemeinsame Vereinbarung herunterladen (pdf-Datei, ca. 150 KB)

 

Abschluss des Runden Tischs „Sexueller Missbrauch“

Zum Abschluss des Runden Tischs am 30. November 2011 hat Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, sich positiv geäußert:
„Zunächst ist es einfach gut, dass es den Runden Tisch gegeben hat. Hierdurch wurde ein deutliches Signal gesetzt, dass das Thema "Sexueller Missbrauch" ein Thema ist, das uns alle angeht, die ganze Gesellschaft, viele Institutionen - darunter natürlich auch die katholische Kirche - aber auch die Familien. Die Zusammenarbeit am Runden Tisch habe ich als konstruktiv erlebt.“ (...)

Zum ganzen Statement von Bischof Dr. Stephan Ackermann vom 30.11.2011

 

Materielle Anerkennung des Leids

Materielle Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde - Bischofskonferenz und Orden stellen dem Runden Tisch ein Modell vor.

Zur Pressemitteilung vom 30. September 2010

 

Runder Tisch zum Thema Sexueller Missbrauch

Erzbischof Zollitsch begrüßt Sonderbeauftragte der Bundesregierung für sexuellen Missbrauch
Zur Pressemitteilung vom 24.03.2010

Bischof Ackermann begrüßt Einladung zum Runden Tisch
Zur Pressemeldung vom 8. März 2010

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