Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch © KNA-Bild

2008 - 2014

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch
Erzbischof von Freiburg

Lebenslauf als pdf-Datei herunterladen
(ca. 40 KB)

 

Karl Kardinal Lehmann © KNA-Bild

1987 - 2008

Karl Kardinal Lehmann
Bischof von Mainz

Lebenslauf als pdf-Datei herunterladen
(ca. 172 KB)

 

Joseph Kardinal Höffner © KNA-Bild

1976 - 1987

Joseph Kardinal Höffner
Erzbischof von Köln

Ein gesellschaftlich engagierter Wissenschaftler auf dem Bischofsstuhl

Als bedeutender Wissenschaftler (vier Promotionen) und Regierungsberater verschaffte sich Joseph Höffner Ansehen und Einfluss, die er als Bischof von Münster und Erzbischof von Köln einzusetzen verstand, um den Vorstellung der Kirche von einem geregelten Zusammenleben der Menschen in Staat und Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Seine bescheidene, geduldige Art, mit der er sich den Gläubigen zuwandte, machte ihn beim Kirchenvolk beliebt und geachtet. Sein Wirken als Bischof stellte Höffner unter das Leitwort „Justitia et Caritas“ („Gerechtigkeit und Liebe“).

Als Westerwälder (geboren in Horhausen, Kreis Altenkirchen, am 24.12.1906) tritt Joseph Höffner 1926 ins Trierer Priesterseminar ein. Sein Studium absolviert er von 1926 bis 1934 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, an der er sowohl in Philosophie als auch in Theologie promoviert wird. 1932 empfängt er die Priesterweihe. Nach ersten Erfahrungen in der Seelsorge studiert er von 1937 bis 1939 in Freiburg Volkswirtschaft und promoviert 1941 auch in diesem Fach. Außerdem promoviert er nochmals in Theologie, da das NS-Regime seinen italienischen Doktorgrad nicht anerkennt.

Parallel zu seinem Einsatz als Seelsorger habilitiert er sich Anfang der 1940er-Jahre im Fach Moraltheologie. 1945 wird er Dozent für Pastoraltheologie und Christliche Soziallehre am Trierer Priesterseminar und 1951 Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster. Neben seiner intensiven Forschungs- und Lehrtätigkeit, die ihm eine hohe Reputation einträgt, berät er verschiedene Bundesministerien. Er macht sich für gerechte Löhne, Familienförderung und Arbeitnehmerrechte stark.

1962 ernennt Papst Johannes XXIII. den Professor zum Bischof von Münster. Auf dem gerade beginnenden Zweiten Vatikanischen Konzil arbeitet Bischof Höffner in der Kommission für Erziehung und Bildung mit. Seine sozialwissenschaftliche Bildung sichert ihm hier Einfluss und Ansehen. Gleichzeitig kümmert er sich um die pastoralen Herausforderungen in seinen Gemeinden und stärkt die Mitverantwortung der Laien. Er fordert sie darüber hinaus zur Mitwirkung in der Gesellschaft auf, Kirche soll nach seiner Überzeugung auch das Zusammenleben der Menschen gestalten.

1969 übernimmt Höffner den Kölner Erzbischofsstuhl von Joseph Kardinal Frings, dessen Koadjutor er zuvor war. Wenig später wird er zum Kardinal erhoben. Auch an seiner neuen Wirkungsstätte bleibt ihm der Kontakt zu den Gläubigen ein wichtiges Anliegen. Seine dem Glauben entspringende Güte, Bescheidenheit und Ausstrahlung verschaffen ihm Sympathien bei Laien, Mitbrüdern und über die Grenzen der Kirche hinaus. Theologisch bleibt er der Tradition und dem Konzil treu: Die Befreiungstheologie lehnt er ebenso ab wie Änderungen in Fragen der Disziplin und Moral.

1976 wird er nach dem plötzlichen Tod von Julius Kardinal Döpfner zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Er setzt den Kampf seines Vorgängers gegen eine Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs fort und mischt sich als Sozialethiker in weitere gesellschaftliche Debatten ein, z. B. über die Einigung Europas, den Ausbau der Atomenergie und die Entwicklungspolitik.

Zunehmend wird er in weltkirchlichen Belangen aktiv, er gilt beispielsweise als Initiator der Wahl Karol Wojtyłas zum Papst im Jahr 1978.

1987 stirbt er, kurz nach seiner Entpflichtung als Erzbischof von Köln, an einem Gehirntumor.
2003 wird er von der Gedenkstätte Yad Vashem unter die „Gerechten unter den Völkern“ aufgenommen, weil er 1943 als Pfarrer ein jüdisches Mädchen bei sich versteckte – ein Ereignis, über das er nie gesprochen hatte.

 

Julius Kardinal Döpfner © KNA-Bild

1965 - 1976

Julius Kardinal Döpfner
Erzbischof von München und Freising

Die Zukunft vor Augen, den Menschen im Blick

Julius Kardinal Döpfner wurde am 26. August 1913 in Hausen bei Bad Kissingen geboren. Als Bischof von Würzburg, Berlin und Erzbischof von München und Freising, Moderator des Zweiten Vatikanischen Konzils und als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kirche in Deutschland und weltweit. Seine Sorge galt immer zuerst den Bedürfnissen der Menschen, als deren Hirte er sich verpflichtet fühlte. Nach dem Konzil gelang es ihm, zwischen verschiedenen Strömungen auszugleichen.

Schon früh vom Wunsch beseelt, Priester zu werden, tritt Julius Döpfner 1933 nach dem Abitur ins Priesterseminar seiner Heimatdiözese Würzburg ein. Nach der Priesterweihe 1939 und seiner Promotion folgen Stationen in der Seelsorge und der Priesterausbildung. Mit nur 34 Jahren wird er am 10. August 1948 zum Nachfolger des verstorbenen Würzburger Bischofs Matthias Ehrenfried ernannt, die Weihe empfängt er am 14. Oktober desselben Jahres. In der fast komplett zerstörten Stadt Würzburg ist dem neuen Bischof die Linderung der Not ein großes Anliegen. Das von ihm initiierte St.-Bruno-Werk hilft den vielen Ausgebombten, wieder eine Unterkunft zu bekommen. Als Bischof sieht er es als seine Pflicht an, den Gläubigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sein Anliegen ist es, den Menschen den Glauben als Kraft- und Hoffnungsquelle nahezubringen. Das macht er auch zum Thema einer Diözesansynode 1954. Theologisch bedeutsam ist seine Förderung des Laienapostolats.

1957 wird er auf den Bischofsstuhl von Berlin berufen. Seine Geradlinigkeit und charakterliche Festigkeit bringen ihn in Konflikt mit dem DDR-Regime. Er bemüht sich um die Ökumene und die Aussöhnung mit Polen und wird 1958 zum Kardinal erhoben.

1961 wird er Mitglied der Zentralen Vorbereitungskommission des Zweiten Vatikanischen Konzils und von Papst Paul VI. 1963 zu einem der vier Moderatoren des Konzils ernannt. Er steuert nun, beraten von Karl Rahner, den Fortgang des Konzils, sodass viele Konzilsdokumente seine Handschrift tragen. In seiner Erzdiözese München und Freising (seit 1961) betraut er als erster Laien mit den Aufgaben des Kommunionhelfers und des Pastoralassistenten.

1965 zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt, bemüht er sich um die Umsetzung des Konzils in Deutschland, besonders als Vorsitzender der Würzburger Synode (1971-1975).

Theologisch versiert und konsequent, dabei den Menschen nahe, steht er bis zu seinem plötzlichen Tod am 24. Juli 1976 wie kein Zweiter für die katholische Kirche in Deutschland, die ihre Position in veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen neu zu bestimmen hat. Die ecclesia semper reformanda, die sich ständig erneuernde Kirche, bleibt sein Leitbild. Herausragend ist dabei sein Kampf für den Schutz des ungeborenen Lebens in der Debatte um die Streichung des §218 StGB. Die Aufwertung der Position der Laien sowie verstärkte Bemühungen in der Ökumene sowie im Dialog mit dem Judentum sind sein bleibender Verdienst.

 

Vorsitzende der Fuldaer Bischofskonferenz

Josef Frings, Erzbischof von Köln (1945-1965)

Adolf Bertram, Fürst(erz)bischof von Breslau (1920-1945)

Felix von Hartmann, Erzbischof von Köln (1914-1919)

Georg von Kopp
, Fürstbischof von Breslau (1899-1914)

Philippus Krementz, Erzbischof von Köln (1886-1899)

Paulus Melchers, Erzbischof von Köln (1867-1885)

Johannes von Geissel, Erzbischof von Köln (1848: erste Plenarsitzung der deutschen Bischöfe in Würzburg)

Alle Rechte vorbehalten © 2017 Deutsche Bischofskonferenz

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz | DBK.de | pressestelle(at)dbk.de | Kaiserstrasse 161 | 53113 Bonn | Telefon: 0228 103-214 | Fax: 0228 103-254