1. Quartal 2012
Gemeinsam mit der Kirche in Nigeria beten wir für die Christen in diesem Land:
„Gott unser Vater!
Schau gnädig auf uns herab in dieser Zeit, in der wir dich besonders benötigen. Bringe unsere politischen Führer ab von allem Bösen, von Eigensucht und Unterdrückung und von Korruption, so wie du damals dein Volk in der Wüste von seinen Feinden befreit hast. Heile unsere Spaltungen und Missverständnisse und lehre uns einander zu lieben, so dass wir Beispiel werden für unsere Kinder.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
(Nigerianische Bischofskonferenz)
„Die Versöhnung ist der einzige Weg, der Nigeria und ganz Afrika zu wahrem Frieden und fortschritt führen kann.“
(Sel. Papst Johannes Paul II.)
Hintergrund
In Nigeria treten immer wieder blutige Konflikte auf zwischen Muslimen und Christen. In jüngster Zeit hat die radikal-islamische Gruppe Boko Haram wiederholt Anschläge auf Kirchen und christliche Gemeinden verübt, denen zahlreiche Menschen zum Opfer fielen. In dem Konflikt spielen vor allem Bestrebungen nach kultureller und wirtschaftlicher Dominanz auf Seiten der Muslime eine große Rolle. Die Entwurzelung großer Teile der Bevölkerung aufgrund wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Probleme und der daraus resultierende Wunsch nach strikter Ordnung, haben zur Einführung der Scharia in einigen Bundesstaaten Nigerias geführt. Minderheitenschutz ist in diesen Gebieten trotz gegenteiliger Behauptungen der Politik nicht gewährleistet, was sich insbesondere für die Christen negativ auswirkt. Die nigerianischen Bischöfe haben sich mehrfach für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander der Religionen und Kulturen im Vielvölkerstaat Nigeria ausgesprochen.
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