Kirche von A-Z

Denkmalschutz

In Deutschland gilt die Sorge um das kirchliche Kulturgut auf der Grundlage der Konkordate (Staatskirchenverträge) und kirchenrechtlichen Verträge als „res mixta“, als gemeinsame Angelegenheit.

Staatlicherseits werden bei dieser Rechtslage kirchliche Denkmale nicht wie profane Kulturdenkmale behandelt. Dennoch behält sich der Staat die gesetzliche Hoheit über den gesamten Denkmalschutz – also auch der Kirchen – vor. Eine Einschränkung dieser staatlichen Zuständigkeit besteht u. a. in Form von Sonderbestimmungen (sogenannten „Berücksichtigungsklauseln“) darin, dass bei sakralen Bauwerken gottesdienstliche Belange vorrangig zu beachten sind.

Hatten bis Kriegsende nur einige Metropolitanbistümer und große Diözesen eigene Diözesanbaumeister beschäftigt, so stellten zwischen 1945 und 1967 nach und nach die meisten westdeutschen Diözesen Diözesanbaumeister ein; auch einige ostdeutsche Kirchenverwaltungen nahmen Baureferenten in Dienst. Dieses Fachpersonal (Architekten und Bauingenieure) ist in der Regel den Behörden der Diözesankurien eingegliedert.


Deutscher Caritasverband

Der Name Caritas bezeichnet jenen Arm der katholischen Kirche, der weltweit auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe alle Menschen unterstützt, die Hilfe benötigen. Ihre Ziele sind der Schutz der Menschen, die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe und die Förderung des solidarischen Zusammenlebens. In Deutschland geschieht dies durch Selbsthilfegruppen, im ehrenamtlichen Einsatz, auf privater und organisierter Ebene, in Pfarreien, Orden, geistlichen Gemeinschaften und besonders in der verbandlich strukturieren Caritas, deren Dachverband der Deutsche Caritasverband ist.

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Weitere Informationen: www.caritas.de


Diakon

Der Diakon ist eine Amtsbezeichnung in der katholischen Kirche. Vor der Priesterweihe empfängt der Weihekandidat die Diakonenweihe. Die Kirche kennt außerdem sogenannte Ständige Diakone, d. h. verheiratete oder unverheiratete Männer, die nicht zu Priestern geweiht werden, sondern hauptberuflich das Amt des Diakons in der Pfarrei versehen oder einem Zivilberuf nachgehen und nebenamtlich als Diakon tätig sind.

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener“. Die Weihe des Diakons erfolgt durch den Bischof. Der Diakon darf predigen, die Taufe und die Kommunion spenden und das kirchliche Begräbnis leiten.


Dikasterien

Dikasterien ist ein übergeordneter Begriff für alle Behörden der Römischen Kurie. Dazu gehören das Staatssekretariat, die neun Kongregationen, die Gerichtshöfe, die Päpstlichen Räte, die Päpstlichen Ämter (u. a. Apostolische Kammer, Verwaltung der Güter des Apostolischen Stuhles) sowie die Präfektur des Päpstlichen Hauses und das Amt für die liturgischen Feiern des Papstes. Mit der von Papst Franziskus angestoßenen Kurienreform sind zwei weitere Einheiten entstanden, die organisatorisch zwischen den Kongregationen und den Räten stehen: Das Dikasterium für Laien, Familie und das Leben sowie das Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen. In beiden Einheiten wurden bis dahin alleinstehende Päpstliche Räte zusammengefasst.

Leiter eines Dikasteriums ist entweder ein Kardinal oder ein Erzbischof. Im Fall der Sedisvakanz verlieren sie wie auch die Mitglieder der Dikasterien ihre Ämter. Während der Sedisvakanz erledigen die Sekretäre die ordentlichen Amtsgeschäfte ihres Dikasteriums, verantwortlich sind sie dabei dem Kardinalskollegium. Im Amt bleiben auch der Camerlengo, der Großpönitentiar, der Kardinalvikar der Diözese Rom sowie der Kardinalerzpriester der Vatikanischen Basilika, der zugleich Generalvikar für die Vatikanstadt ist, der Substitut des Staatssekretariats, der Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten. Alle sind dem Kardinalskollegium verantwortlich. Der Oberste Gerichtshof der Apostolischen Signatur und der Gerichtshof der Römischen Rota können auch weiterhin Rechtsfälle behandeln (Pastor Bonus, Art.1 u 3). Auch der Almosenier Seiner Heiligkeit kann seinen karitativen Tätigkeiten weiter nachgehen.


Diözesanadministrator

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