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Kontaktgruppe der deutschen und der polnischen Bischofskonferenz tagte in Warschau

Die europäische Einigung und die Rolle der Kirche in Europa, die Ausländerseelsorge und die katholische Schwangerschaftkonfliktberatung sowie der für 1999 geplante Papstbesuch in Polen standen im Mittelpunkt eines Treffens der deutsch-polnischen Bischofskommission vom 30.6.-1.7. in Warschau. An der Begegnung nahmen der Vorsitzende der Kommission X der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Walter Kasper (Rottenburg-Stuttgart), Bischof Dr. Josef Homeyer aus Hildesheim und Bischof Rudolf Müller aus Görlitz sowie der Gnesener Erzbischof Henryk Muszynski und Bischof Marian Przykucki aus Stettin, teil. Die deutsch-polnische Bischofskommission kommt seit 1995 jährlich zu einem Meinungs- und Informationsaustausch zusammen. Europa sei von seiner Geschichte her nicht nur eine wirtschaftliche Größe, sondern auch eine vom christlichen Menschenbild geprägte Wertegemeinschaft, sagte Bischof Kasper nach dem Treffen im Gespräch mit der polnischen Katholischen Nachrichtenagentur. Mit Blick auf die Ausländerseelsorge sagte Erzbischof Muszynski, die Kirche müsse sich stärker auf die Fluktuation von Menschen einstellen, die im Ausland arbeiteten oder als Touristen unterwegs seien. Zu den deutsch-polnischen Beziehungen sagte Kasper, zwar gebe es noch Vorurteile, doch "wenn wir vor allem auf die jungen Leute schauen, können wir darauf vertrauen, daß in der nächsten Zeit viele früheren Unterschiede an Bedeutung verlieren werden". "Wir schauen nicht zuerst auf das, was uns trennt, sondern auch auf das, was wir von unseren Nachbarn lernen können", sagte Erzbischof Muszynski.