Kirche von A-Z

Vaterunser (Gebet des Herrn)

Das „Vater unser“ ist das sogenannte Gebet des Herrn. Es ist zentraler Bestandteil der Eucharistiefeier. Seinen Ursprung hat es im Matthäusevangelium (Mt 6,9–13).

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Pater noster
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum quotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Quia tuum est regnum, et potestas, et gloria in saecula. Amen.


Vatikanstaat

Der „Staat der Vatikanstadt“ (ital. „Stato della Città del Vaticano“ [SCV]) wurde durch die Lateranverträge vom 11. Februar 1929 gegründet. Das Staatsgebiet mit 44 Hektar befindet sich - als Besonderheit - auf dem Territorium der Hauptstadt eines anderen Staates.

Es besteht zum einen aus der Vatikanstadt sowie den Patriarchalbasiliken San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore und San Paolo fueri le mura, zum anderen aus Immobilien in der Stadt Rom und in der näheren Umgebung. Sie gehören nicht zum eigentlichen Staatsgebiet, genießen aber die Privilegien der Exterritorialität und der Befreiung von Enteignung und Besteuerung. Hierzu zählen u. a. die Verwaltungssitze verschiedener Dikasterien (Sitz der Glaubenskongregation und der Kongregation für die Verbreitung des Glaubens, Sitz der drei Gerichtshöfe, Palazzo di San Calisto für verschiedene Päpstliche Räte), die Sommerresidenz Castelgandolfo in den Albaner Bergen und die Sendeanlage Santa Maria di Galeria von Radio Vaticana nördlich von Rom.

Der „Staat der Vatikanstadt“ verfügt über eine eigene Staatsflagge (gelb-weiß, heraldisch ans sich gold und silber) und ein eigenes Wappen (zwei gekreuzte Schlüssel, darüber die dreifache päpstliche Krone = Tiara), eigene Universitäten, eigene Medien (Fernsehen, Radio Vaticana, Zeitung „L‘Osservatore Romano“), eine eigene Philateliehoheit und eine eigene Währung (heute Euro mit vatikanischer Prägung, früher vatikanische und italienische Lira). Er hat eine eigene Staatsbürgerschaft und mit dem Grundgesetz des Vatikanstaates vom 26. November 2000 eine neue Verfassung, die die Legge fondamentale vom 7. Juni 1929 ersetzt.

Staatsform ist die Wahlmonarchie und Staatsoberhaupt der Papst. Als Nationalfeiertag wird der Tag der Amtseinführung des regierenden Papstes begangen, d. h. unter Papst Benedikt XVI. war es der 19. April, unter Papst Franziskus ist es der 13. März. Amtssprachen sind Latein und Italienisch.
Im Vatikanstaat leben nur wenige hundert Einwohner, von denen die meisten Kleriker sind, sowie die Schweizer Garde mit etwa 100 Männern. Rund 4.000 Männer und Frauen arbeiten hier, haben ihren Wohnsitz aber außerhalb des Vatikans.


Vigil

Als Vigil bezeichnet die Kirche ein abendliches Gebet, oft am Vorabend von kirchlichen Hochfesten begangen. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen „vigilia“ = das Wachsein“ bzw. Nachtwache.