| Pressemeldung | Nr. 104

10. Theologisches Gespräch zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und der Russischen Orthodoxen Kirche

Dialogrunde in Hildesheim zur Frage von Mission und Evangelisierung

Die 10. Gesprächsrunde im theologischen Dialog zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und der Russischen Orthodoxen Kirche ist heute (Freitag, 22. Juni 2018) in Hildesheim zu Ende gegangen. Seit Dienstag waren Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz und des Moskauer Patriarchats zu Beratungen zusammengekommen. Das Treffen stand unter dem Thema „Mission und Evangelisierung in der heutigen Gesellschaft“.

Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), machte deutlich, dass die Frage, wie man den Menschen von heute das Evangelium nahebringen könne, sich für die orthodoxe Kirche in Russland ebenso wie für die katholische Kirche in Deutschland stelle. „Von daher gilt es, unsere Wirklichkeit geistlich zu bedenken – nicht sie zu verdrängen, zu beschönigen, abzuheben oder aus ihr zu flüchten, sondern nach den Spuren Gottes auszuschauen, sie im Lichte Jesu Christi zu deuten und sich von seinem Geist leiten zu lassen“, so Bischof Feige. Er fügte hinzu: „Wir dürfen nicht müde werden, uns darum zu mühen, das Evangelium ansteckend zu leben und zu verkünden, die Einigung der Christen voranzutreiben und auch gesellschaftliche Probleme mitzulösen. Das aber kann auf Dauer nur der aktiv mittragen, der einen tiefen Glauben hat, ganz auf Gott setzt, dankbar seine Erlösungstaten feiert und sich ihm im Gebet anvertraut.“

Zum Abschluss der Theologischen Gespräche veröffentlichten die Teilnehmer eine Zusammenfassung der Begegnung, die dieser Pressemeldung als Anhang beigefügt ist.

Die Gesprächsrunde fand unter der Leitung von Bischof Dr. Gerhard Feige und Erzbischof Tichon von Podolsk, dem Administrator der Russischen Orthodoxen Berliner Diözese statt.  Seitens der Deutschen Bischofskonferenz waren außerdem die Weihbischöfe Dr. Nikolaus Schwerdtfeger (Hildesheim) und Dr. Thomas Löhr (Limburg) beteiligt. Das letzte Theologische Gespräch fand vor zwei Jahren im russischen St. Petersburg statt.