| Pressemeldung | Nr. 083

Bischof Feige würdigt ökumenisches Engagement von Metropolit Augoustinos

„Integration ist keine Einbahnstraße“

Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), hat heute bei einem Festakt in der Kirche des Heiligen Apostels Andreas in Düsseldorf das ökumenische Engagement von Metropolit Augoustinos gewürdigt. Aus Anlass des 80. Geburtstags von Metropolit Augoustinos, Vorsteher der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und auch Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, sprach Bischof Feige ihm den Dank für das „unermüdliche und unbeirrbare ökumenische Engagement“ aus. „Sie stehen für ein gutes Miteinander der Christen in Deutschland. Dabei lassen Sie uns auch an den besonderen Gaben der orthodoxen Tradition teilhaben und bereichern so die ökumenische Gemeinschaft. … Für Sie ist die Ökumene tägliches Brot – und das über die vielen Jahre Ihres Wirkens.“

Metropolit Augoustinos, der bereits am 7. Februar 2018 80 Jahre alt wurde und seit 1980 das Amt des Metropoliten innehat, habe viel für die Integration der in Deutschland lebenden Griechen geleistet, hob Bischof Feige hervor. „Dabei haben Sie auf beeindruckende Weise die Überzeugung vertreten und gelebt, dass Integration keine Einbahnstraße ist, sondern von beiden Seiten die Bereitschaft voraussetzt, aufeinander zuzugehen. Immer wieder bringen Sie sich in die gesellschaftlichen Debatten ein.“

Bischof Feige würdigte auch die Verdienste Augoustinos’ auf internationaler Ebene, so zuletzt als Delegierter des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel bei der „Heiligen und Großen Synode“ 2016 auf Kreta. In Deutschland hat Augoustinos den Vorsitz auf orthodoxer Seite in der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, eine Aufgabe, die er, rechnet man die Zeit seit den Anfängen der Gemeinsamen Kommission mit der Griechisch-Orthodoxen Metropolie hinzu, seit fast vier Jahrzehnten ausfüllt. „In diesem Zeitraum wurden wichtige Dokumente erarbeitet … Diese Texte zeigen, dass unsere Kirchen bei allen Unterschieden in der Sprache und in den Gestaltungsformen im Glauben tief miteinander verbunden sind. Dies für die Gläubigen unserer Kirchen aufzuschließen und auf diese Weise das ökumenische Miteinander auch vor Ort zu stärken ist ein wesentliches Anliegen der Gemeinsamen Kommission“, so Bischof Feige. Metropolit Augoustinos würdigte er als einen „aufmerksam zuhörenden und offenen Gesprächspartner, der tief im Glauben und in der Tradition seiner Kirche verwurzelt ist und aus dieser Gewissheit heraus eine große innere Freiheit besitzt, sich dem Anderen zu öffnen und ihm mit Wertschätzung zu begegnen. Durch Ihre verbindliche und verbindende Art der Kommunikation gelingt es Ihnen, eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen, die für das ökumenische Miteinander von unschätzbarem Wert ist.“


Hinweise:

Das Grußwort von Bischof Dr. Gerhard Feige ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar.

Die Würdigung von Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, für Metropolit Augoustinos finden in der Pressemeldung Nr. 18 vom 7. Februar 2018.