| Aktuelle Meldung | Nr. 014

KAAD-Jubiläum: „60 Jahre Einsatz für eine bessere Welt“

Erzbischof Schick würdigt in Bonn Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat das 60-jährige Wirken des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst (KAAD) für eine gerechte Welt und geeinte Menschheit gewürdigt. „Der KAAD hat im katholischen Raum viele Menschen nah und fern dazu angeleitet, sich für die Realisierung einer besseren Zukunft für alle Menschen einzusetzen“, sagte Schick am Samstag in der Eucharistiefeier zum 60-jährigen Bestehen des KAAD in Bonn. Der KAAD habe in den vergangenen sechs Jahrzehnten Menschen zusammengebracht und dafür sensibilisiert, dass ganzheitliche Entwicklung nur global gesehen und vorangebracht werden kann.
 
Grundlage für die Arbeit des KAAD sei das Evangelium, fuhr Schick fort, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist. Der Glaube verpflichte, die Verheißungen, Werte und Forderungen der Botschaft Jesu missionarisch bis ans Ende der Welt auszubreiten.  Er solle überall seine fruchtbare Wirkungen entfalten und eine Zivilisation der Gerechtigkeit und des Friedens, der Solidarität und der Liebe weltweit aufbauen. Der KAAD trage zur affektiven und effektiven Gemeinschaft von vor allem jungen Menschen bei trotz der verschiedenen Kulturen, Hautfarben, Religionen und Konfessionen. Im Glauben der Christen an Gott als Vater aller Menschen stecke eine verbindende Spiritualität, aus der heraus eine gemeinsame Zukunft gestaltet werden könne.
 
Die größten Hindernisse für eine gerechtere Welt seien Resignation, der Verlust an Hoffnung und Vertrauensschwund, so Schick. „Die Zukunft wartet einerseits auf uns Christen, indem sie uns einlädt unseren Beitrag zu leisten, auch durch den KAAD.“ Schick fügte hinzu: „Die Zukunft wartet andererseits auch nicht auf uns: Denn wenn wir den Anschluss verlieren, geht es ohne uns weiter, dann aber nicht besser, sondern schlechter.

Schick dankte namens der Deutschen Bischofskonferenz den Gründern des KAAD vor 60 Jahren und allen, die in ihm bis heute verantwortlich mitgewirkt haben. Mit seinem Dank verband er die Bitte und den Auftrag, das segensreiche Wirken fortzusetzen. Besonders junge Menschen aus dem Akademischen Bereich seien die Hoffnungsträger für die Zukunft. Diese weltweit zusammenzuführen und mit dem Geist des Evangeliums zu inspirieren für ihr Leben und Arbeiten, bleibe der Auftrag des KAAD.
 
Der Katholische Akademische AAusländer-Dienst (KAAD) ist aus einer Initiative des Katholikentages 1954 in Fulda hervorgegangen. Seine Mitgliederversammlung setzt sich aus Vertretern von zehn kirchlichen Organisationen und der Bistümer zusammen. Zu seinen Aufgaben gehören Stipendien für Ausländer in Deutschland, die Förderung von Nachwuchskräften aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa sowie der interreligiöse Dialog.