| Pressemeldung | Nr. 074

24-Stunden-Gebet zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen

„Werft die Netze aus!“

Am kommenden Sonntag (12. Mai 2019) begeht die katholische Kirche den Weltgebetstag um geistliche Berufungen. Mit der 24-Stunden-Gebetsaktion „Werft die Netze aus“ plant die Berufungspastoral in Deutschland das Gebet um Berufungen wieder neu ins Bewusstsein zu rufen.

Verantwortlich für den Weltgebetstag ist in Deutschland das Zentrum für Berufungspastoral, eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz. Dessen Leiter, Pfarrer Michael Maas, freut sich, dass bereits jetzt das Netzwerk an vielen Orten in Deutschland funktioniert: „Insgesamt haben sich bisher an ca. 275 Orten Beterinnen und Beter auf der interaktiven Seite www.werft-die-netze-aus.de  eingetragen, die dieses wichtige Anliegen tragen und damit dem Auftrag Jesu, um Arbeiter im Weinberg zu beten (vgl. Mt 9,38) entsprechen wollen. Aus Rückmeldungen, die wir auf vielfältige Weise erhalten, wissen wir darum, dass die tatsächliche Zahl noch weit größer sein dürfte“, so Pfarrer Maas.

Besonders erfreulich sei, dass die Aktion in allen (Erz-)Bistümern stattfinden wird. In einigen Bistümern werden sich die Bischöfe selbst in die Gläubigen einreihen. Zugleich sind es auch viele engagierte Laien, die an zahlreichen Orten Motor für dieses Gebetsanliegen sind. Dabei ist es gelungen, Pfarreien und Seelsorgeeinheiten zu motivieren, tatsächlich 24 Stunden das Gebet durchzutragen. Pfarrer Maas betont: „Wir stellen fest, dass das Gebet um Berufungen in den vergangenen Jahrzehnten – wie auch die Berufungen in das Ordensleben oder zum Priesteramt – zurückgegangen ist. An vielen Stellen spüren wir, dass die Kirche in unserem Land der Erneuerung bedarf. Es ist schwieriger geworden, den Glauben lebendig zu halten. Negative Schlagzeilen erschweren die Bemühungen in den Gemeinden. Doch wir vertrauen darauf, dass Erneuerung der Kirche dort gelingen kann, wo wir uns Jesus Christus zuwenden und seinem Auftrag folgen.“ In diesem Sinne sei die Aktion „Werft die Netze aus“ ein Versuch, der schon jetzt positiv aufgenommen werde.


Hintergrund

Das 24-Stunden-Gebet steht unter dem Leitwort „Werft die Netze aus“: Es erinnert daran, wie Jesus Petrus und seine Gefährten aufgefordert hat, das Netz nach einer erfolglosen Nacht des Fischfangs abermals auszuwerfen (vgl. Lk 5,5). Daraufhin wagten es die Fischer erneut – und konnten die Netze vor lauter Ertrag kaum mehr einholen. Der Weltgebetstag für geistliche Berufungen wurde 1964 von Papst Paul VI. eingeführt. Pfarreien und Gläubige bringen sich seitdem im Gebet um geistliche Berufungen ein und entsprechen so der Bitte Jesu, um Arbeiter im Weinberg des Herrn zu beten (vgl. Mt 9,38).


Hinweise:

Weitere Informationen zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen finden Sie auf der Internetseite www.werft-die-netze-aus.de.

Die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltgebetstag für geistliche Berufe ist als pdf-Datei unter Papstbotschaften verfügbar.