| Aktuelle Meldung | Nr. 013

25. Treffen der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe in Bamberg beendet

© Hendrik Steffens
Treffen der deutsch-polnischen Kontaktgruppe in Bamberg (v.l.n.r.: Ulrich Pöner, Dr. Jörg Lüer, Bischof Dr. Tadeusz Lityński (Zielona Góra-Gorzów), Kardinal Kazimierz Nycz (Warschau), Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Bischof Dr. Jan Kopiec (Gleiwitz), Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz), Pfr. Jarosław Mrówczyński, Prof. Dr. Grzegorz Chojnacki)

Mit der Feier der Eucharistie in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen wurde heute (8. Mai 2019) das 25. Treffen der Kontaktgruppe der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz beendet. Unter der Leitung von Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, und Bischof Dr. Jan Kopiec (Gleiwitz) kam die Kontaktgruppe in Bamberg zusammen.

In diesem Jahr standen der Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs durch Kleriker und Ordensleute und vor allem das Thema Prävention, die Umsetzung der Ergebnisse der Weltbischofssynode zu Fragen der Jugend, der Jugendseelsorge und der Berufungspastoral zum geistlichen Dienst sowie der Religionsunterricht, die Migration und die Seelsorge für polnisch-sprachige Katholiken in Deutschland im Vordergrund der Beratungen.

Darüber hinaus verständigte sich die Kontaktgruppe darauf, gemeinsam einen kirchlichen Akzent beim Gedenken zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges (1. September 2019) zu setzen. Bischöfe aus Polen und Deutschland werden in der Stadt Wieluń zusammenkommen, die als erste Opfer deutscher Bomber beim Überfall auf Polen wurde. „Wir dürfen die furchtbare Geschichte, die unsere Völker verbindet und trennt, vor allem den nationalsozialistischen Versklavungs- und Vernichtungskrieg niemals vergessen und müssen sowohl zum Frieden in Europa als auch weltweit beitragen“, erklärte Erzbischof Schick. „Deutsche und polnische Gläubige werden deshalb auch beim Gedenken in Wieluń wieder Zeugnis vom Evangelium der Versöhnung und des Friedens für eine gute gemeinsame Zukunft unserer Völker in einem geeinten, friedvollen und freiheitlichen Europa geben.“

Der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe gehören Kardinal Kazimierz Nycz (Warschau), Bischof Dr. Jan Kopiec (Gleiwitz), Bischof Dr. Tadeusz Lityński (Zielona Góra-Gorzów) sowie Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) und Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz) an.


Hintergrund

Die Deutsch-Polnische Kontaktgruppe wurde in den 1990er Jahren – nach dem Ende des Kommunismus in Europa – gegründet, um den Austausch zwischen den Bischofskonferenzen beider Länder zu intensivieren und zur Versöhnung zwischen den Völkern beizutragen. Nachdem die Kontaktgruppe in der Anfangszeit nicht zuletzt mit der Klärung strittiger Fragen im kirchlichen Bereich befasst war, entwickelte sie sich seit Mitte der 2000er Jahre immer mehr zu einem Gremium, das gemeinsame Aktivitäten der beiden Bischofskonferenzen anstößt sowie den Austausch zu Anliegen und Aufgaben der Kirche in Polen und Deutschland für eine gute Zukunft der Weltkirche und der europäischen sowie der internationalen Gemeinschaft pflegt.

Hinweis:

Das Foto der Deutsch-Polnischen Kontaktgruppe kann – unter Nennung des Copyrights – kostenfrei genutzt werden.