| Pressemeldung | Nr. 016

Erzbischof Zollitsch fordert Ende der Gewalt in Syrien

„Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat heute zu einem Ende der Gewalt in Syrien aufgerufen. Angesichts der gescheiterten UNO-Resolution am vergangenen Wochenende sagte Zollitsch: „Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen, wie Hunderte von Menschen unter brutaler Gewalt sterben. Was in Syrien passiert, ist eine abgrundtiefe Verachtung fundamentaler Menschenrechte.“ Es bedürfe eines Endes des Blutvergießens und der Schaffung stabiler rechtsstaatlicher und freiheitlicher Strukturen in Syrien. „Dabei ist es notwendig, dass auch die christliche Minderheit einen auf Zukunft gesicherten Status in der Gesellschaft und der Politik behält“, so Zollitsch.

„Angesichts der Bilder und Nachrichten, die uns aus Syrien erreichen, droht sich eine gewisse Ohnmacht einzustellen. Deshalb fordere ich die Christen in Deutschland auf, für ihre Schwestern und Brüder und für alle Menschen Syriens zu beten, damit die Gewalt bald ein Ende nimmt. Waffen auf die eigene Bevölkerung zu richten, trägt zur Destabilisierung einer Nation bei. Syrien braucht Freiheit und Menschlichkeit. Das Land gilt zu Recht als ‚Wiege der Zivilisation’, wie es schon Papst Johannes Paul II. gesagt hat. Diese Wiege der Zivilisation darf nicht in einem Blutbad untergehen.“