| Aktuelle Meldung | Nr. 012

Deutsch-polnisches Treffen zur Familienpastoral

„Wir können viel voneinander lernen”

Am 10. und 11. April 2019 hat im Sekretariat der Polnischen Bischofskonferenz ein Treffen der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz mit ihrem Vorsitzenden, Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), und des Familienrates der Polnischen Bischofskonferenz unter der Leitung von Bischof Wiesław Śmigiel (Thorn) stattgefunden. Die Gremien haben sich mit diesen Themen befasst: Vorbereitung von Verlobten auf die Ehe, pastorale Begleitung von Eheleuten, seelsorgliche Arbeit mit wiederverheirateten Geschiedenen sowie die Begleitung junger Menschen, die das Sakrament der Ehe nicht schlieβen wollen.

„Ich bin sehr dankbar, dass dieses Treffen stattgefunden hat. Die Familienkommissionen der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz sind sich nah gekommen. Wir können viel voneinander lernen, weil die Herausforderungen oftmals sehr ähnlich sind. Natürlich gibt es auch Unterschiede. Wir konnten offen sprechen und haben voneinander gelernt. Wir wollen weiter auf dem Weg bleiben und werden uns wieder treffen – das nächste Mal in Deutschland“, erklärte Erzbischof Koch nach dem Abschluss des Treffens.

„Dies ist eine äußerst wichtige Begegnung, weil sie zeigt, wie viel uns verbindet. Und gleichzeitig zeigt sie, dass jede der Kirchen in Deutschland und Polen auch ihre eigenen Besonderheiten hat. Wir sind durch einige Probleme verbunden, wie zum Beispiel nichteheliche Gemeinschaften oder mangelndes Verständnis für das saktamentale Wesen der Ehe. Das Ausmaß dieser Probleme ist aber unterschiedlich. In Deutschland sind dies Probleme, die die Kirche dort jeden Tag begleiten. In Polen gibt es immer noch eine große Gruppe von Menschen, die zu Hause einen lebendigen Glauben erlebt haben und um das Sakrament bitten, weil sie feststellen, dass sie damit um den Segen Gottes bitten“, so Bischof Śmigiel.