| Pressemeldung | Nr. 193

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zur Situation der Christen in Nigeria

Einladung für die Medien zum Online-Pressegespräch

Am 3. Dezember 2025 stellt die Deutsche Bischofskonferenz eine Arbeitshilfe zur Situation der Christen in Nigeria vor. Die Veröffentlichung ist Teil der Initiative Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit, mit der die deutschen Bischöfe seit 2003 auf die schwierige Situation von Christinnen und Christen in zahlreichen Ländern aufmerksam machen. Die neue Arbeitshilfe betrachtet die aktuelle Situation der Religionsfreiheit in Nigeria; sie beleuchtet Konfliktlinien, analysiert Hintergründe und lässt Mitglieder der Kirche vor Ort zu Wort kommen.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und verfügt mit seinen mehr als 250 Ethnien über einen großen historischen und kulturellen Reichtum. Zu den Schattenseiten gehören allerdings der seit 20 Jahren andauernde islamistische Terror im Norden des Landes sowie der religiös aufgeladene Konflikt zwischen mehrheitlich muslimischen Hirten und größtenteils christlichen Bauern im sogenannten Middle Belt. Insbesondere die Entführung von 270 Schülerinnen durch die Terrororganisation Boko Haram (2014) und die blutigen Angriffe auf christliche Dörfer im Bundesstaat Plateau an Weihnachten 2023 sind hier als traurige Tiefpunkte einer komplexen Situation zu nennen.

Die Arbeitshilfe bietet eine differenzierte Analyse der Lage in einem Land, in dem Religion allgegenwärtig ist. Als wesentlicher Bestandteil der Identität vieler Nigerianer vermischt sich Religion häufig mit gesellschaftlichen und politischen Konflikten. Verschärft wird diese Dynamik durch eine sich stetig vertiefende Wirtschaftskrise, die viele Menschen in die Armut zwingt und die Gewaltbereitschaft weiter anfacht; damit einher geht die steigende Zahl an Entführungen und Raubüberfällen, die das Land belasten. All das bedroht zunehmend das friedliche Miteinander von Muslimen und Christen und führt immer häufiger zu interreligiösen Spannungen.

Die deutschen Bischöfe wollen durch ihre jährliche Initiative die Auseinandersetzung mit der Diskriminierung und Verfolgung von Christen, die in vielen Teilen der Welt weiter anhält, unter den deutschen Katholiken lebendig halten. Die Arbeitshilfe versteht sich als Beitrag zur politischen Diskussion und richtet sich darüber hinaus an die Kirchengemeinden.

Bei einem Online-Pressegespräch wird die Arbeitshilfe vorgestellt und über die Situation der Christen in Nigeria informiert. Interessierte Medienvertreterinnen und -vertreter sind hierzu herzlich eingeladen am:

Mittwoch, 3. Dezember 2025, um 11.00 Uhr.

Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung:

  • Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz,
  • Erzbischof Dr. Ignatius Ayau Kaigama, Erzbischof von Abuja,
  • Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von Missio Aachen und des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind gebeten, sich für dieses Pressegespräch bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz mit einer formlosen E-Mail (pressesstelle(at)dbkdbk.dbkde) anzumelden. Am Tag vor dem Termin erhalten Sie den Link zur Teilnahme am Pressegespräch.
 

Hinweis:

Weitere Informationen sind auf der Themenseite Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit verfügbar.