| Pressemeldung | Nr. 204

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung Arbeitshilfe zur inklusiven Pastoral

„Leben und Glauben gemeinsam gestalten. Kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen“

Unmittelbar vor dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, der seit 1993 jährlich am 3. Dezember begangen wird, veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz heute (2. Dezember 2019) eine Arbeitshilfe zur Behindertenpastoral. Unter dem Titel Leben und Glauben gemeinsam gestalten. Kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen wendet sich die Arbeitshilfe an alle, die mit einer inklusiven Pastoral zu tun haben. Die Arbeitshilfe dient kirchlichen Einrichtungen, Gemeinden und Gemeinschaften, Inklusion im kirchlichen Raum umzusetzen sowie umwelt- und einstellungsbedingte Barrieren für Menschen mit Behinderung abzubauen.

Die inklusiv nutzbare Arbeitshilfe mit Teilen in leichter Sprache bietet konkrete Orientierung für die seelsorgliche Begleitung in den wichtigsten Lebensphasen und Lebensbereichen von Menschen mit Behinderungen. Sie benennt ausgehend von Praxisbeispielen pastorale Herausforderungen sowie Handlungsoptionen und stellt exemplarisch kirchliche Initiativen als Anregungen für Mitarbeiter in der Seelsorge vor.

Im Vorwort der Arbeitshilfe ermutigt der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), dass die Arbeitshilfe helfen solle, „sich weiter auf den Weg hin zu einer ‚inklusiven Kirche‘ zu machen, die für eine umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung steht.“  Die katholische Weite der Kirche umfasse alle Glieder und fordere auf, „Lebensräume zu eröffnen, in denen behinderte und nichtbehinderte Menschen mit ihren jeweils eigenen Charismen ‚unBehindert‘ Leben und Glauben gemeinsam gestalten können“.

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (Erfurt), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung, erinnert in seinem Geleitwort an die sich ständig verändernde Seelsorge für diese Menschen: „Neue Hilfsmittel werden erprobt, um Barrieren zu minimieren und den Zugang zur Gesellschaft und Kirche leichter zu machen.“ Bei allem technischen Fortschritt werde aber niemals die persönliche Zuwendung und Ansprache sinnlos und überflüssig sein, so Weihbischof Hauke.

Die Arbeitshilfe ist unter anderem durch die Arbeit einer Autorengruppe bestehend aus Expertinnen und Experten mit und ohne Beeinträchtigung entstanden und stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einer „inklusiven Kirche“ dar, um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu realisieren. Wie der Welttag der Menschen mit Behinderung hilft das neue Dokument, das Bewusstsein für die besonderen Lebenslagen von Menschen mit Behinderung aufrechtzuerhalten und die Anstrengungen für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen zu stärken.

Die Arbeitshilfe nimmt die pastoralen Grundlinien des von den deutschen Bischöfen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen in 2003 veröffentlichten Wort „unBehindert Leben und Glauben teilen“ auf und konkretisiert sie für die pastorale Begleitung von Menschen mit Behinderungen in Familie, Kirche und Gesellschaft für die Praxis vor Ort.

Hinweis:

Die Arbeitshilfe Leben und Glauben gemeinsam gestalten. Kirchliche Pastoral im Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Behinderungen steht  in der Rubrik Publikationen als pdf-Datei zum Herunterladen bereit und kann dort auch als Broschüre (Arbeitshilfen Nr. 308) bestellt werden.