| Pressemeldung | Nr. 134
Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz reist nach Ägypten
Gestern Abend (30. August 2025) ist der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen und Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eingetroffen. Der Erzbischof wird sich bis zum 5. September 2025 in Ägypten aufhalten, um sich über die Situation sudanesischer Geflüchteter im Land zu informieren.
„Aufgrund des furchtbaren Bürgerkriegs, der seit 2023 im Sudan tobt, sind derzeit mehr als zwölf Millionen Menschen auf der Flucht. Im Sudan ereignet sich die größte Vertreibungskrise weltweit. Über 1,5 Millionen Sudanesen sind ins Nachbarland Ägypten geflohen. Das wichtigste Aufnahmeland sudanesischer Schutzsuchender steht damit vor enormen Herausforderungen. Auf meiner Reise möchte ich den Blick auf eine humanitäre Krise richten, die bei uns viel zu wenig Beachtung findet. Die Welt darf die Not der sudanesischen Flüchtlinge nicht ausblenden! Es gilt, solidarisch an ihrer Seite zu stehen“, so Erzbischof Heße nach seiner Ankunft in Ägypten.
Zum Auftakt seiner Reise wird er in Kairo einen Gottesdienst mit sudanesischen Schutzsuchenden feiern. Bei verschiedenen Besuchen kirchlicher Initiativen wird der Sonderbeauftragte mit Geflüchteten und Menschen, die sie unterstützen, zusammenkommen. Auch im Austausch mit Vertretern der deutschen Botschaft und politischer Stiftungen sowie Ansprechpartnern aus Wissenschaft und Gesellschaft wird das Thema Flucht und Migration im Fokus stehen. Bei einem Besuch im UNHCR-Registrierungszentrum wird Erzbischof Heße Einblicke erhalten in die Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen in Ägypten. Vorgesehen sind außerdem eine Audienz beim koptisch-orthodoxen Papst Tawadros II. sowie Gespräche mit Repräsentanten der römisch-katholischen und der koptisch-katholischen Kirche in Ägypten.
In Assuan, der südlichsten Stadt des Landes, wird sich Erzbischof Heße ein Bild von der Lage sudanesischer Geflüchteter weitab der ägyptischen Hauptstadt machen und Hilfsprojekte der Catholic Relief Services (CRS) kennenlernen, darunter eine Schule für geflüchtete Kinder. Auch hier wird er die Möglichkeit haben, mit Geflüchteten ins Gespräch zu kommen und mit ihnen Gottesdienst zu feiern.
Die letzten flüchtlingspolitischen Solidaritätsreisen führten Erzbischof Heße nach Kenia (2024), nach Griechenland und in die Türkei (2023), nach Polen und in die Ukraine (2022), nach Marokko (2020), Äthiopien (2019), Sizilien (2017) und in den Libanon (2016).
Wichtige Hinweise für Medienvertreter:
Interviews mit Erzbischof Dr. Stefan Heße sind während der Reise je nach Programm möglich. Anfragen richten Sie bitte an die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle(at)dbk.de).
Fotos der Reise in Druckqualität sind kostenfrei in der DBK-Mediendatenbank unter Angabe des Copyrights © Deutsche Bischofskonferenz/Daniela Elpers verfügbar. Die Foto-Auswahl wird während der Reise ständig erweitert.
Informationen zur Reise sind auf der Themenseite Flüchtlingshilfe unter Informationsreisen / Reise nach Ägypten verfügbar.
